3
Die Segmente der BASF 


Chemicals

 
Seite 46 
Im Segment Chemicals liefern wir 

Kennzahlen Chemicals (Millionen ) 
Produkte an Kunden aus den Bran


2010 2009 Vernd. % 
chen Chemie, Elektronik, Bau, Textil, 

Umsatz 11.377 7.515 51,4 

Automobil, Pharma, Agro und viele 

EBITDA 3.000 1.571 91,0

mehr. Darber hinaus stellen wir die 

Ergebnis der Betriebsttig-

Versorgung anderer BASF-Segmente 

keit vor Sondereinflssen 2.302 1.021 125,5

mit Chemikalien zur Herstellung h-

Ergebnis der Betriebs


herveredelter Produkte sicher. Das 

ttigkeit (EBIT) 2.310 735 214,3 

Portfolio reicht von Basischemikalien, 
Leimen und Elektronikchemikalien fr 

1 
die Halbleiter- und Solarzellenindustrie, 

Umsatz (%) 
ber Lsemittel und Weichmacher bis 

1 Inorganics 11 

zu Ausgangsstoffen fr Waschmittel, 

2 Petrochemicals 67

Kunststoffe, Textilfasern, Farben und 

3 Intermediates 22

Lacke sowie Medikamente. 

11.377 
Mio.  
Plastics

 
Seite 52 
Kennzahlen Plastics (Millionen ) 
breites Angebot an Produkten, System-

Das Segment Plastics umfasst ein 

2010 2009 Vernd. % 
lsungen und Dienstleistungen. Fr 

Umsatz 9.830 7.128 37,9 

den Automobilbau, die Elektroindus-

EBITDA 1.721 994 73,1

trie sowie fr Anwendungen in Haus-

Ergebnis der Betriebsttig-

halt, Sport und Freizeit bieten wir eine 

keit vor Sondereinflssen 1.284 576 122,9 

Vielzahl an technischen Kunststoffen. 

Ergebnis der Betriebs-

Unsere styrolbasierten Schaumstoffe 

ttigkeit (EBIT) 1.273 554 129,8 

werden bei Dmmstoffen fr die Bau


industrie und fr Verpackungen ein


gesetzt. Extrem vielseitig sind unsere 

Polyurethane: Als weiche Schaumstoffe 

Umsatz (%) 
verbessern sie zum Beispiel Auto


1 Performance Polymers 45 

2 


sitze oder Matratzen, als dmmender 

2 Polyurethanes 55 

Hartschaum steigern sie die Energie


effizienz von Khlschrnken. 

9.830 
Mio.  
Performance Products 

 
Seite 57 
Unsere Performance Products verleihen 

Kennzahlen Performance Products (Millionen ) 
unzhligen Produkten des tglichen 

2010 2009 Vernd. % 

Lebens Stabilitt, Farbe und ein verbes-

Umsatz 12.288 9.356 31,3 

sertes Anwendungsprofil. Zu unserem 

EBITDA 2.162 926 133,5

Produktportfolio gehren Vitamine und 

Ergebnis der Betriebsttig-

Lebensmittelzusatzstoffe, aber auch 

keit vor Sondereinflssen 1.554 698 122,6

Inhaltsstoffe fr Pharmazeutika, Krper-

Ergebnis der Betriebs-

pflege und Kosmetik sowie fr Hygiene


ttigkeit (EBIT) 1.345 -150 . 

artikel und Haushaltspflege. Andere 
Performance Products verbessern 
Prozesse in der Papierindustrie, bei der 

Umsatz (%) 

Gewinnung von l, Gas und Erzen und 
bei der Wasseraufbereitung. Zudem 

1 Dispersions & Pigments 26 
helfen sie, Kraft-und Schmierstoffe 

2 Care Chemicals 22 
effizienter, Klebstoffe und Lacke 

3 Nutrition & Health 12 

leistungsfhiger und Kunststoffe 

4 Paper Chemicals 14 

stabiler zu machen. 

5 Performance Chemicals 26 


3 


124512.288 
Mio.  

Functional Solutions 

 
Seite 65 
Agricultural Solutions 

 
Seite 70 
Oil & Gas 

 
Seite 75
Im Segment Functional Solutions 
bndeln wir branchen- und kundenspezifische 
Systemlsungen und 
innovative Produkte, insbesondere 
fr die Automobil- und Bauindustrie. 
Das Portfolio umfasst Fahrzeug- und 
Industriekatalysatoren, Auto- und 
Industrielacke, Betonadditive sowie 
Ausbauprodukte wie Fliesenkleber und 
Bautenanstrichmittel. 


Unsere Pflanzenschutzmittel schtzen 
Nutzpflanzen vor Pilzkrankheiten, 
Insekten oder Unkrutern, erhhen die 
Qualitt und sichern die Ernteertrge. 
Die Forschung in der Pflanzenbiotechnologie 
konzentriert sich auf Pflanzen 
fr eine leistungsfhigere Landwirtschaft, 
eine gesndere Ernhrung 
sowie fr die Gewinnung von nachwachsenden 
Rohstoffen. Forschungskosten, 
Umsatz, Ergebnis und alle 
weiteren Daten der BASF Plant Science 
werden nicht im Segment Agricultural 
Solutions, sondern unter Sonstige 
ausgewiesen. 


Als grtes deutsches Unternehmen 
der l- und Gasfrderung konzentrieren 
wir uns bei der Exploration 
und Produktion auf l- und gasreiche 
Regionen in Europa, Nordafrika, Sdamerika, 
Russland und den Raum am 
Kaspischen Meer. Gemeinsam mit 
unserem russischen Partner Gazprom 
sind wir in Europa im Transport und in 
der Speicherung von Erdgas sowie im 
Erdgashandel aktiv. 

Kennzahlen Functional Solutions (Millionen ) 

2010 2009 Vernd. % 
Umsatz 9.703 7.115 36,4 
EBITDA 861 511 68,5 

Ergebnis der Betriebsttig


keit vor Sondereinflssen 467 209 123,4 
Ergebnis der Betriebsttigkeit 
(EBIT) 457 107 327,1 

Umsatz (%) 
9.703Mio.  
3 
1 Catalysts 52 
2 Construction Chemicals 22 1 


3 
Coatings 26 

2 


Kennzahlen Agricultural Solutions (Millionen ) 

2010 2009 Vernd. % 
Umsatz 4.033 3.646 10,6 
EBITDA 938 973 3,6 

Ergebnis der Betriebsttig


keit vor Sondereinflssen 749 776 3,5 
Ergebnis der Betriebsttigkeit 
(EBIT) 749 769 2,6 

1 


Umsatz (%) 
1 Crop Protection 100 

4.033 
Mio.  
Kennzahlen Oil & Gas (Millionen ) 

2010 2009 Vernd. % 
Umsatz 10.791 11.356 5,0 
EBITDA 2.977 2.830 5,2 
Ergebnis der Betriebsttigkeit 
vor Sondereinflssen 2.430 2.289 6,2 
Ergebnis der Betriebsttigkeit 
(EBIT) 2.334 2.289 2,0 
Jahresberschuss nach Anteilen 
anderer Gesellschafter 923 712 29,6 

Umsatz (%) 

110.791 
Mio.  


1 
Exploration & 
Production 35 

2 
Natural Gas Trading 65 2 



Die Segmente der BASF im berblick 



Chemie, die verbindet 

Als weltweit fhrendes Chemieunternehmen verbinden wir wirtschaftlichen Erfolg mit 
gesellschaftlicher Verantwortung und dem Schutz der Umwelt. Daher dokumentieren wir 
in diesem integrierten Bericht unsere konomische, kologische und gesellschaftliche 
Leistung 2010. 

konomie 
Gesellschaft kologie 
Bericht 
2010 
Wert fr die BASF 

Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Strategie. Daher verbindet dieser Bericht 
die Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung in einer Publikation. Wir dokumentieren 
unsere wirtschaftliche Leistung und zeigen an konkreten Beispielen, wie Nachhaltigkeit 
zum Unternehmenserfolg beitrgt. 

Wert fr die Gesellschaft 

Dieser Bericht zeigt, wie wir Wert schaffen  fr Mitarbeiter, Aktionre, Geschftspartner, 
Nachbarn und die ffentlichkeit. Mit nachhaltigen und innovativen Produkten, Technologien 
und Services tragen wir dazu bei, Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimaschutz, 
Ressourcenschonung, Ernhrung und den demografischen Wandel zu finden. 


Chemie, die verbindet BASF Bericht 2010 

Chemie, die verbindet 

Die BASF verbindet ihren Unternehmenserfolg mit 
Vorteilen fr Kunden, Mitarbeiter, Aktionre und die 
Umwelt. An sechs Beispielen zeigen wir, wie wir 
Wert schaffen  fr die BASF und fr die Gesellschaft. 

1 
Schn sein in jedem Alter 

Mit der Akquisition von Cognis werden wir zum fhrenden Anbieter von 

Inhaltsstoffen fr die Kosmetikindustrie. 

2 
koeffiziente Windeln 

Die koeffizienz-Analyse der BASF bewertet die Nachhaltigkeit von Produkten 

und hilft Kunden bei der Wahl optimaler Lsungen. 

3 
Nachhaltiger Kstenschutz 

Elastocoast, ein Verbund aus BASF-Spezialkunststoffen und Schotter, 

schtzt Ksten und Deiche langfristig vor Erosion. 

4 
Spa am Lernen 

Weltweit untersttzt BASF im Umkreis der Standorte Projekte, die den Zugang zu 

Bildung und den Spa am Lernen frdern. 

5 
Ernten steigern 

BASF entwickelt Nutzpflanzen, die resistenter gegen Trockenheit sind. 

6 
6 
Energiespeicher der Zukunft 

Zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft forscht BASF an 

effizienten Batteriematerialien fr den Einsatz in Elektroautos. 


BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 


17

Die BASF-Gruppe 

 Strategie und Werte 

Strategie und Werte 



Unser Ziel als weltweit fhrendes Chemieunternehmen 
ist es, dauerhaft profitabel zu wachsen. Dafr setzen wir 
auf operative Exzellenz, Innovationen und Investitionen 
in Wachstumsmrkte. Unser Handeln ist am Leitbild der 
nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet. Die BASF-Leitlinien 
fassen zusammen, auf welche Weise wir unsere 
Unternehmensziele erreichen wollen und wie wir unsere 
Werte im Unternehmen verankern und umsetzen. 

Wir wollen auch in Zukunft das weltweit fhrende Chemieunter-
nehmen sein. Dabei profitieren wir von unserem breiten Port-
folio, von operativer Exzellenz und solider Finanzierung. Bei 
BASF haben wirtschaftliche Belange keinen Vorrang gegenber 
Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. Mit Innovationen 
differenzieren wir uns vom Wettbewerb und gestalten die Zukunft. 
Forschungs- und Geschftsschwerpunkte konzentrieren 
wir auf innovationsstarke Geschftsfelder und investieren frhzeitig 
in Wachstumsmrkte. Strategische Partnerschaften mit 
auf ihrem Gebiet fhrenden Partnern helfen uns dabei. Zu 
unseren wichtigsten Kooperationspartnern zhlen Gazprom 
in Russland, Monsanto, Shell und Total in den USA, Sinopec in 
China sowie PETRONAS in Malaysia. 

Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Standorte, Anlagen 
und Prozesse zu verbessern. Manahmen zur Restrukturierung 
und Kostensenkung setzen wir weiter fort. Aus unserem 
2008 gestarteten Exzellenzprogramm NEXT erwarten wir ab 
2012 einen Ergebnisbeitrag von ber einer Milliarde  pro 
Jahr. 


Mehr zu strategischen Partnerschaften auf den Seiten 31, 72 und 115, 
mehr zu den regionalen Strategien ab Seite 81, mehr zu Effizienzprojekten 
auf den Seiten 56 und 82 
Aktives Portfoliomanagement 

Durch Akquisitionen bauen wir unsere Strken aus und machen 
die BASF noch wettbewerbsfhiger. Im Jahr 2010 haben wir die 
Akquisition der Cognis-Gruppe erfolgreich abgeschlossen, die 
unser Portfolio an wachstumsstarken Spezialchemikalien erweitert. 
Durch den Erwerb von Cognis wird BASF ein global fhrender 
Anbieter von Inhaltsstoffen fr die Kosmetikindustrie. Wir 
bauen unsere fhrende Rolle bei Wasch-und Reinigungsmitteln 
weiter aus und nehmen eine starke Position in der Humanernhrung 
ein. Darber hinaus kann BASF ihren Kunden fr 
Schmierstoffe und Lackadditive ein noch attraktiveres Portfolio 
anbieten. Die Akquisition vergrert vor allem unser Angebot von 
Produkten, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. 

Ein weiterer wichtiger Schritt in unserem aktiven Portfoliomanagement 
ist Styrolution  ein 50:50-Gemeinschaftsunternehmen, 
das wir mit INEOS planen. Vom Jahr 2011 an sollen 
die gemeinsamen Styrolkunststoff-Aktivitten in diesem eigenstndigen 
Unternehmen gefhrt werden. 


Informationen zur Akquisition von Cognis ab Seite 57 
Innovationsstrke als Erfolgsfaktor 

Wir steigern die Investitionen in Forschung und Entwicklung, 
denn Innovationen sind fr uns ein Schlssel zu profitablem 
Wachstum. Im Fokus steht fr uns, Lsungen fr globale 
Herausforderungen zu entwickeln. Dabei legen wir einen 
Schwerpunkt auf Zukunftsmrkte und -technologien mit hohem 
Wachstumspotenzial: Dazu gehren Energiemanagement, Rohstoffwandel, 
Nanotechnologie, Pflanzenbiotechnologie und 
Weie Biotechnologie. In diesen Wachstumsclustern bndeln 
wir unsere Forschungsaktivitten. In zahlreichen Kooperationen 
mit Universitten, Forschungsinstituten, Kunden und industriellen 
Partnern weltweit erschlieen wir neues Wissen und neue Technologien. 



Mehr zu Forschung und Entwicklung ab Seite 30 
Wege zu wertsteigerndem Wachstum 

 Strkung der Geschftsfelder durch Innovation 
 Investitionen in Forschung und Entwicklung gesteigert 
 Investitionen in Wachstumsmrkte 
 Strategische Partnerschaften 
 Restrukturierung und Kostensenkung 
 Wirtschaftliche Belange haben keinen Vorrang gegenber 
Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz 
Aktives Portfoliomanagement 

 Strkung der Wettbewerbsfhigkeit durch Akquisitionen 
 Ausbau der Spezialittenchemie 
 Akquisition von Cognis abgeschlossen 
 Gemeinschaftsunternehmen fr Styrolkunststoff-
Aktivitten geplant (Styrolution) 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Die BASF-Gruppe 
Strategie und Werte 

Unsere vier strategischen Leitlinien 

Wir verdienen eine Prmie auf 

unsere Kapitalkosten 

Voraussetzung fr langfristigen Erfolg ist, dass wir 
eine Prmie auf unsere Kapitalkosten verdienen. Das 
Ergebnis der Betriebsttigkeit nach Kapitalkosten 
ist dabei unsere zentrale Ziel- und Steuerungsgre. 



Mehr zur Umsetzung der Leitlinie auf Seite 24 
Wir bilden das beste Team 

der Industrie 

Wir wollen die besten Mitarbeiter gewinnen, frdern und 
halten. Dazu investieren wir in ihre Entwicklung und die 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mit unserer Initiative 
Diversity + Inclusion frdern wir Teams, die mit 
unterschiedlichen Hintergrnden und Erfahrungen Wert 
schaffen. 


Mehr zur Umsetzung der Leitlinie ab Seite 84 
Wir helfen unseren Kunden, 
noch erfolgreicher zu sein 

Wir wollen erkennen, was unsere Kunden morgen brauchen. 
Als verlsslicher Partner entwickeln wir gemeinsam 
mit ihnen Lsungen fr ihre individuellen Anforderungen 
und zur Strkung ihrer Wettbewerbsfhigkeit. Dafr sind 
wir dort prsent, wo unsere Kunden sind  in allen wichtigen 
Mrkten der Welt. 


Mehr zur Umsetzung der Leitlinie auf den Seiten 28, 47, 59 
Wir wirtschaften nachhaltig fr 
eine lebenswerte Zukunft 

Nachhaltig wirtschaften heit fr uns, konomischen 
Erfolg mit Verantwortung fr Umwelt und Gesellschaft 
zu verbinden. Wir haben Nachhaltigkeit strategisch und 
organisatorisch im Unternehmen verankert und schaffen 
mit nachhaltigen Produkten und Services Wettbewerbsvorteile 
fr uns und unsere Kunden. 


Mehr zur Umsetzung der Leitlinie ab Seite 25 
Strategische Leitlinien 

Wir richten unser Handeln an vier strategischen Leitlinien aus: 

 Wir verdienen eine Prmie auf unsere Kapitalkosten 
 Wir helfen unseren Kunden, noch erfolgreicher zu sein 
 Wir bilden das beste Team der Industrie 
 Wir wirtschaften nachhaltig fr eine lebenswerte Zukunft 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Die BASF-Gruppe 

 Strategie und Werte 


Unsere Werte und weltweite Standards 

Wir haben klare Werte und Verhaltensgrundstze definiert, nach 
denen wir handeln. Diese gehen ber Gesetze und Vorschriften 
hinaus. Als globales Unternehmen ist es unser Anspruch, 
dass unser Handeln mindestens den international anerkannten 
Standards entspricht. Wir achten und frdern 

 die Allgemeine Erklrung der Menschenrechte und der beiden 
UN-Menschenrechtspakte, 
 die zehn Prinzipien des UN Global Compact, 
 die ILO-Kernarbeitsnormen und die dreigliedrige Grundsatzerklrung 
ber Multinationale Unternehmen und Sozialpolitik 
(MNE-Deklaration), 
 die OECD-Leitstze fr multinationale Unternehmen, 
 die Responsible Care Global Charter, 
 den Deutschen Corporate Governance Kodex. 
Diese internationalen Richtlinien haben wir fr unser Geschftsumfeld 
konkretisiert  in unseren gruppenweit geltenden Grund-
werten und Leitlinien. Sechs Grundwerte bestimmen unser Handeln: 
nachhaltiger Erfolg; Innovation fr den Erfolg unserer 
Kunden; Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit; persnliche 
und fachliche Kompetenz; gegenseitiger Respekt und offener 
Dialog; Integritt. Jeder dieser Grundwerte wird durch verbindliche 
Leitlinien ergnzt. Sie erklren, wie wir die Grundwerte im 
Unternehmensalltag umsetzen. Das Einhalten der Grundwerte 
und Leitlinien ist fester Bestandteil der jhrlichen Zielvereinbarungen 
aller Oberen Fhrungskrfte der BASF-Gruppe. 
Mit weltweit gltigen Standards geben wir klare Regeln vor. Wir 
setzen uns ehrgeizige Ziele fr Umwelt, Gesundheit und Sicherheit 
und berprfen unsere Leistungen in diesen Bereichen mit 
regelmigen Audits. Damit untersttzen wir auch die globale 
Initiative der chemischen Industrie, Responsible Care. Im 
Bereich Arbeits- und Sozialstandards berprfen wir unsere 
Leistung ber ein Monitoringsystem. 


Unsere Grundwerte 

 Nachhaltiger Erfolg 
 Innovation fr den Erfolg unserer Kunden 
 Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit 
 Persnliche und fachliche Kompetenz 
 Gegenseitiger Respekt und offener Dialog 
 Integritt 
Mehr zu Werten unter basf.com/wertesystem 
Mehr zur Verankerung unserer Werte im Unternehmensalltag: Kapitel 
Nachhaltigkeitsmanagement ab Seite 25, Kapitel Mitarbeiter ab 
Seite 87 sowie Kapitel Umwelt- und Sicherheitsmanagement ab 
Seite 91 
Mehr zu Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagement und 
Audits ab Seite 89 
Mehr zum Monitoringsystem fr Arbeits- und Sozialstandards auf 
Seite 26 
Verhaltenskodex und Compliance 

Mit verbindlichen Verhaltensstandards verankern wir unsere 
Werte dauerhaft im Unternehmensalltag. Den Rahmen dafr 
bildet unser Corporate-Governance-System, das die Leitung und 
berwachung des Unternehmens umfasst. Dazu gehren 
Organisation, geschftspolitische Grundstze und Leitlinien 
sowie interne und externe Kontroll-und berwachungsmechanismen. 
Der Grundwert Integritt ist die Basis fr das Compliance-
Programm. Compliance bedeutet fr uns die Pflicht, 
Gesetze und unternehmensinterne Richtlinien einzuhalten. 

Basierend auf unseren gruppenweit geltenden Grundwerten 
und Leitlinien haben unsere Gruppengesellschaften in den 
einzelnen Lndern Verhaltenskodizes erstellt, die lokale Gesetze 
und Gebruche bercksichtigen. Die Verhaltenskodizes sind 
verbindlich fr alle Mitarbeiter in den entsprechenden Lndern, 
mssen erklrt und in den Unternehmensalltag eingebracht 
werden. Eine wichtige Voraussetzung fr ihre erfolgreiche 
Umsetzung sind Compliance-Schulungen fr alle Mitarbeiter 
weltweit. Auerdem bieten wir unseren Mitarbeitern Anlauf-
stellen, bei denen sie Fragen klren sowie Rat und Hilfe finden 
knnen: ihre Vorgesetzten, Rechts- und Personalabteilungen 
sowie unsere Compliance-Hotline. 


Mehr zum Compliance-Programm auf Seite 120 
Weltweite Standards 

 Regelmige Audits zu Umwelt, Gesundheit und 
Sicherheit 
 Untersttzung der Responsible-Care-Initiative 
 Globales Monitoringsystem fr Arbeits- und 
Sozialstandards 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Die BASF-Gruppe 
Mrkte, Strukturen und Organisation 

Mrkte, Strukturen und Organisation 

Das fhrende Chemieunternehmen der Welt  The Chemical Company 

In der BASF-Gruppe arbeiten rund 109.000 Mitarbeiter 
daran, Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast 
allen Lndern der Welt erfolgreicher zu machen. Unser 
Portfolio reicht von l und Gas, ber Chemikalien und 
Kunststoffe bis hin zu Spezialitten wie Pflanzenschutzmittel. 


Mrkte und Standorte 

Die BASF ist in mehr als achtzig Lndern mit Gesellschaften 
vertreten und liefert Produkte an eine Vielzahl von Geschftspartnern 
nahezu berall auf der Welt. 2010 erzielten wir 52% 
unseres Umsatzes mit Kunden in Europa, davon 30 Prozentpunkte 
im Segment Oil & Gas. Auf die Region Nordamerika entfielen 
20%, auf Asien, Pazifischer Raum 20% und auf Sdamerika, 
Afrika, Naher Osten 8%. Wir betreiben weltweit sechs 
Verbundstandorte und rund 390 weitere Produktionsstandorte. 
Unser Verbund in Ludwigshafen ist der grte integrierte Chemiestandort 
der Welt. Hier wurde das Verbundprinzip entwickelt, 
kontinuierlich optimiert und spter an weiteren Standorten 
realisiert. Im Energieverbund werden beispielsweise Produktionen 
und Energiebedarfe intelligent vernetzt, so dass Prozesswrme 
anderen Betrieben als Energie zur Verfgung steht  das 
spart Primrressourcen und Kosten. Neben dem Energieverbund 
ist der Wissensverbund ein wesentlicher Bestandteil 
der Verbundidee. Experten wissen bndeln wir in unseren Technologieplattformen 
und Kompetenzzentren. 


Mehr zum Verbundprinzip unter basf.com/verbund_d 
Organisation der BASF-Gruppe 

Zusammengefasst in sechs Geschftssegmente, tragen derzeit 
15 Unternehmensbereiche die operative Verantwortung und 
steuern unsere 73 globalen und regionalen Geschftseinheiten. 
Die Unternehmensbereiche entwickeln Strategien fr unsere 
86 Produktbereiche und sind branchen- oder produktorientiert 
ausgerichtet. 

Der Unternehmensbereich Care Chemicals im Segment 
Performance Products wurde im August 2010 geteilt, um die 
Integration der Cognis-Geschfte vorzubereiten. Der neue Bereich 
Nutrition & Health umfasst Produkte und Systemlsungen 
fr den Ernhrungs- und Gesundheitsmarkt sowie fr die Duft- 
und Geschmackstoffindustrie. Care Chemicals bndelt Produkte 
und Systemlsungen fr Reinigung, Pflege, Kosmetik und 
Hygiene. 


Mehr zur Cognis-Akquisition ab Seite 57 und ab Seite 153 
Unsere Regionalbereiche tragen dazu bei, das Geschft lokal 
weiterzuentwickeln und Marktpotenziale auszuschpfen. Sie 
sind dafr verantwortlich, die Infrastruktur fr unser Geschft 
zu optimieren. Fr die Finanzkommunikation werden die Regionalbereiche 
zu den vier Regionen Europa; Nordamerika; Asien, 
Pazifischer Raum sowie Sdamerika, Afrika, Naher Osten zusammengefasst. 


Drei Zentralbereiche, fnf Zentralabteilungen und neun Kompetenzzentren 
erbringen gruppenweit Leistungen, etwa in den 
Gebieten Finanzen, Investor Relations, Kommunikation, Personal, 
Forschung, Ingenieurtechnik oder Standortmanagement. 

Struktur der BASF 
Geschftssegmente 
Chemicals Plastics Performance 
Products 
Functional 
Solutions 
Agricultural 
Solutions 
Oil & Gas 
Unternehmensbereiche 
 Inorganics 
 Petrochemicals 
 Intermediates 
 Performance 
Polymers 
 Polyurethanes 
 Dispersions & 
Pigments 
 Care Chemicals 
 Nutrition & Health 
 Paper Chemicals 
 Performance 
Chemicals 
 Catalysts 
 Construction 
Chemicals 
 Coatings 
 Crop Protection  Oil & Gas 
(Exploration 
& Production, 
Natural Gas Trading) 

Die BASF-Gruppe 

 Sechs Verbundstandorte und rund 390 weitere 
Produktionsstandorte weltweit; etwa 109.000 Mitarbeiter 
 Ludwigshafen ist grter BASF-Verbundstandort und 
zugleich Ausgangspunkt des Verbundkonzepts 
 Verbund: Intelligente Vernetzung von Anlagen zur 
ressourcen- und energiesparenden Produktion; 
Wissens- und Forschungsverbund 
Organisation der BASF-Gruppe 

 15 Unternehmensbereiche, die zu Segmenten 
zusammengefasst sind, steuern globale und regionale 
Geschftseinheiten 
 Regionalbereiche optimieren die Infrastruktur und 
untersttzen das Geschft 
 Zentralbereiche, -abteilungen und Kompetenzzentren 
erbringen gruppenweit Leistungen 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Die BASF-Gruppe 

 Nachhaltigkeitsmanagement 


Nachhaltigkeitsmanagement 

Neue Geschftschancen erschlieen und Risiken minimieren 

Mit unserem Nachhaltigkeitsmanagement setzen wir 
die BASF-Leitlinie Wir wirtschaften nachhaltig fr eine 
lebenswerte Zukunft um. Es verankert Nachhaltigkeit 
strategisch und organisatorisch im Unternehmen und 
regelt die Umsetzung im Unternehmensalltag. So hilft 
uns nachhaltiges Wirtschaften, bestehendes Geschft 
zu frdern, neue Geschftschancen zu erschlieen und 
Risiken zu minimieren. 

Strategie 

Nachhaltigkeit ist eine Querschnittsaufgabe fr das gesamte 
Unternehmen. Dazu gehrt, dass wir einen offenen Dialog 
mit unseren Stakeholdern pflegen, wichtige Themen rechtzeitig 
erkennen sowie unsere Selbstverpflichtungen weltweit umsetzen 
und berprfen. Geschftschancen nutzen wir mit 
Produkten und Services, die konomische und kologische 
Vorteile fr unsere Kunden haben. Um diese zu identifizieren, 
haben wir 2010 begonnen, Nachhaltigkeitsaspekte noch systematischer 
in der Entwicklung von Produktbereichsstrategien zu 
bercksichtigen. 

Erworbene Unternehmen integrieren wir so schnell wie 
mglich in unsere Managementsysteme und unsere Organisation 
fr Nachhaltigkeit. Wir sorgen dafr, dass neue Mitarbeiter 
mit unseren globalen Anforderungen an Umweltschutz, Gesundheitsschutz 
und Sicherheit sowie Arbeits- und Sozialstandards 
vertraut werden und diese bernehmen. Bei Akquisitionen 
berufen wir Expertenteams, um die Integration in Bezug auf 
Nachhaltigkeit zu betreuen. 


Informationen zur Umsetzung von Anforderungen zu Umwelt, 
Gesundheit und Sicherheit ab Seite 91 
Organisation fr Nachhaltigkeit 

Unser globaler Nachhaltigkeitsrat ist das zentrale Entscheidungsgremium 
fr alle relevanten Nachhaltigkeitsthemen. Er bert 
den Vorstand in Entscheidungen zu Nachhaltigkeit. Mit weltweit 
gltigen Richtlinien steuert er die Ausrichtung der 
BASF-Gruppe am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. Der 
Rat setzt sich zusammen aus neun Leitern funktionaler, opera


tiver und regionaler Bereiche. Vorsitzender des Gremiums ist 
Vorstandsmitglied Dr. Harald Schwager. Regionale Lenkungskreise 
untersttzen den Nachhaltigkeitsrat. Sie identifizieren 
regionale Schwerpunkte, initiieren entsprechende Projekte und 
setzen globale Entscheidungen in den Regionen um. Unser Sustainability 
Center koordiniert die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie 
im Kerngeschft zwischen Nachhaltigkeitsrat, regionalen 
Netzwerken und Facheinheiten. 


Mehr dazu unter basf.com/nachhaltigkeit 
Wichtige Themen erkennen 

Wir wollen frhzeitig Themen erkennen, die heute oder in Zukunft 
Chancen oder Risiken fr unser Geschft sein knnen. 
Daher analysieren wir regelmig die Bedeutung von Nachhaltigkeitsthemen 
fr BASF und die Gesellschaft. Im Jahr 2010 haben 
wir eine neue Materialittsanalyse durchgefhrt. Gemeinsam 
mit externen Partnern haben wir mehrere hundert externe 
Experten und Stakeholder sowie Manager der BASF zu zentralen 
Themen der Nachhaltigkeit befragt. Im Anschluss bewerteten 
Fachleute der BASF aus verschiedenen Funktionen die strategische 
Bedeutung der Themen fr BASF. Die Ergebnisse 
nutzen wir, um Strategien zum Umgang mit diesen Themen zu 
entwickeln. Dabei betrachten wir besonders Themen, die strker 
als bisher in den Fokus gerckt sind  zum Beispiel Wasser, 
Biodiversitt und nachwachsende Rohstoffe. Im Jahr 2010 hat 
der Nachhaltigkeitsrat entschieden, dass die Nachhaltigkeitsstrategie 
in Bezug auf diese Themen weiterentwickelt werden 
soll. Dafr werden wir strategische Positionierungen erarbeiten 
und Ziele definieren. Die ersten Ergebnisse werden dem Nachhaltigkeitsrat 
2011 vorgelegt. 


Mehr zum Prozess, mit dem wir Nachhaltigkeitsthemen identifizieren, 
sowie die neuen Ergebnisse unter basf.com/materialitaet 
Mehr zur Materialittsanalyse auf Seite 2 
Strategie Organisation 
 Querschnittsaufgabe fr das gesamte Unternehmen  Globaler Nachhaltigkeitsrat als zentrales 
 Umsetzen der strategischen Leitlinie Wir wirtschaften Entscheidungsgremium 
nachhaltig fr eine lebenswerte Zukunft  Regionale Lenkungskreise fr Nachhaltigkeit 
 Ziel: Geschftschancen erschlieen, Risiken minimieren  Sustainability Center koordiniert Umsetzung im 
 Nachhaltigkeit wichtiger Aspekt bei Integration von Kerngeschft 
Akquisitionen 


Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Die BASF-Gruppe 
Nachhaltigkeitsmanagement 

Managementstrukturen fr Nachhaltigkeit 

Nachhaltigkeitsrat 

Vorsitz: Dr. Harald Schwager (Mitglied des Vorstands) 
Mitglieder: Leiter funktionaler, operativer und regionaler Bereiche 

Strategic 

Regionen 

Region Asien,

Environment, 

Human 

Performance 

Crop 

Dispersions & 

Region

Planning & 

Nord- und 

Pazifischer

Health & Safety 

Resources 

Polymers 

Protection 

Pigments 

Europa 

Controlling 

Sdamerika 

Raum 

Klimaschutz-
beauftragter 
Sustainability Center 

Regionale Lenkungskreise 

Europa 

Sdamerika 

Nordamerika 

Asien, Pazifischer Raum 

Risiken minimieren besucht. Wenn wir bei diesen Audits Verbesserungsbedarf fest-
Wir haben uns globale Standards fr unsere Standorte ge-stellen, vereinbaren wir Korrekturmanahmen und bieten Hilfe-
setzt. Mit verschiedenen Systemen prfen wir, ob die BASF-stellung an. Nach einigen Monaten fhren wir dann ein erneu-
Standorte diese Standards fr Umwelt und Sicherheit einhalten tes Audit durch. Stellen wir keine Verbesserung fest, erfolgt der 
und Verpflichtungen zu Arbeits- und Sozialstandards sowie Einkaufsstopp von unserer Seite. 2010 haben wir uns in fnf Fl-
Compliance erfllen. Durch interne Audits kontrollieren wir An-len fr eine Verlagerung des Geschfts auf andere Lieferanten 
lagen- und Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Umwelt-entschieden. Etwa 690 Lieferanten haben im Jahr 2010 Prschutz. 
Arbeits- und Sozialstandards berprfen wir mit einem fungsprozesse fr Arbeits- und Sozialstandards durchlaufen. 
dreiteiligen Monitoringsystem. Es besteht aus einer anonymen Die Lieferanten erkennen dabei unseren Verhaltenskodex fr 
Compliance-Hotline, einer weltweiten Abfrage in unseren Grup-Lieferanten an und beantworten einen Fragebogen zu Arbeits- 
pengesellschaften sowie dem intensiven Dialog mit Arbeitneh-und Sozialstandards. Zu den wichtigsten Manahmen, um Rimervertretungen 
und internationalen Organisationen. siken in der Lieferkette zu minimieren, gehren unsere Supplier 

Bei der Auswahl von Lieferanten stehen fr uns nicht nur Days. Dabei erlutern wir Lieferanten die Bedeutung von interwirtschaftliche 
Kriterien im Vordergrund. In unseren Einkaufs-national anerkannten Arbeits- und Sozialstandards fr BASF 
bedingungen sind auch Umweltschutz-, Arbeitssicherheits- und und zeigen, wie das Erfllen der Standards fr sie zum Wettbe-
Sozialstandards verankert. Sie sind Teil der Bewertung neuer werbsvorteil werden kann. In Indien nahmen 2010 beispielsund 
bestehender Lieferbeziehungen. Weltweit berprfen wir weise ber 150 Lieferanten an Supplier Days zu Arbeits- und 
Lieferanten abhngig von ihrem potenziellen Risiko vor Ort. Sozialstandards teil  darunter viele wichtige Lieferanten fr Roh-
Dabei helfen uns Risikomatrices, mit denen wir nach Lnder-, stoffe und technische Ausrstung. 2010 hat BASF insgesamt 
Produkt- oder Branchenrisiken Lieferanten mit hohem Risiko-etwa 500.000 verschiedene Rohstoffe, technische Gter sowie 
potenzial identifizieren. Auf Grundlage einer Lnder- und Pro-Dienstleistungen fr Bau und Instandhaltung von Anlagen und 
duktrisikoanalyse haben wir 2010 rund 230 Rohstofflieferanten fr Logistik eingekauft. Von ber 6.000 Lieferanten haben wir 
zu Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekten vor Ort Rohstoffe bezogen. 

Risiken minimieren 

 Monitoringsysteme helfen, die Einhaltung globaler Standards zu berprfen 
 Audits zu Anlagen- und Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz; dreiteiliges Monitoringsystem 
fr Arbeits-und Sozialstandards 
 2010: 690 Lieferanten durchliefen Prfungsprozesse zu Arbeits- und Sozialstandards, 230 Audits zu Umwelt, 
Gesundheit und Sicherheit bei Rohstofflieferanten 
 ber 150 Lieferanten nahmen in Indien an Supplier Days zu Arbeits- und Sozialstandards teil 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Die BASF-Gruppe 

 Nachhaltigkeitsmanagement 


Das Einkaufsvolumen der BASF-Gruppe betrug 2010 insgesamt 
30,1 Milliarden  ohne Handelswaren. 


Informationen zu Compliance ab Seite 120, mehr zum Monitoringsystem 
fr Arbeits- und Sozialstandards unter 
basf.com/monitoring_d 
Mehr zum Lieferkettenmanagement unter basf.com/lieferkette 
Meilensteine 2010 

Nachhaltigkeitsmanagement 

 Materialittsanalyse berarbeitet 
 450. koeffizienz-Analyse seit 1996 durchgefhrt 
 Supplier Days zu Arbeits- und Sozialstandards 
Geschftschancen nutzen mit Nachhaltigkeit 

Im Wettbewerb wollen wir uns durch Nachhaltigkeit differenzieren. 
Mit der Initiative Success  Mehrwert durch Nachhaltigkeit 
bringen wir unsere Expertise in Kundenbeziehungen ein. 
Unsere Geschftseinheiten prfen dabei, wie sie durch Nachhaltigkeit 
Geschftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten 
ausbauen oder festigen knnen. Ein Beispiel ist unsere S.E.T.Initiative 
(Sustainability, Ecoefficiency, Traceability). Sie hilft Herstellern 
von Lebens- und Futtermitteln, nachhaltige Produkte zu 
entwickeln. 

Als strategisches Instrument zur Bewertung von Produkten 
und Verfahren hat BASF die koeffizienz-Analyse entwickelt. 
Sie setzt die Wirtschaftlichkeit eines Produkts ins Verhltnis zu 
dessen Auswirkungen auf die Umwelt. Dafr betrachten wir den 
gesamten Lebensweg  von der Rohstoffgewinnung, ber die 
Verwendung bis zu Recycling oder Entsorgung. Zu den untersuchten 
Kategorien gehren beispielsweise Ressourcen- und 
Energieverbrauch sowie Emissionen. Die koeffizienz-Analyse 
hilft unseren Kunden und uns, seit 1996 entscheidende Stellschrauben 
fr Verbesserungen bei kologie und konomie von 
Produkten oder Verfahren zu finden. Wir haben 2010 die 

450. koeffizienz-Analyse durchgefhrt. In der Sozio-koeffizienz-
Analyse SEEBALANCE haben wir die koeffizienz-Ana-
Geschftschancen mit Nachhaltigkeit 

lyse um soziale Auswirkungen erweitert. Sie umfasst zustzlich 
gesellschaftsrelevante Kriterien wie die Zahl der Arbeitspltze 
oder auch Investitionen in Forschung und Entwicklung. Im Jahr 
2010 haben wir ein neues Projekt gestartet, bei dem zuknftig 
wichtige Elemente speziell fr die Landwirtschaft abgebildet 
werden. Dazu gehren beispielsweise Biodiversitt und Aspekte 
des Bodenschutzes, wie die Vermeidung von Erosion. Ein Fokus 
kann dabei auch auf Mrkte in Schwellenlndern gelegt 
werden. Wir stehen weltweit im Dialog mit verschiedenen 
Stakeholdern, wie Umweltverbnden und Vertretern der Landwirtschaft, 
um eine umfassende Bewertung der wesentlichen 
Kriterien fr nachhaltige Landwirtschaft zu entwickeln. 

Gemeinsam mit der Gesellschaft fr Technische Zusammenarbeit 
und lokalen Partnern bringt BASF in Brasilien seit fnf 
Jahren in der Stiftung Espao ECO ihre Nachhaltigkeitsexpertise 
ein. Espao ECO frdert eine nachhaltige Entwicklung durch 
Wissens- und Technologietransfer. Im Fokus stehen neben der 
koeffizienz-Analyse Bildungsprojekte im Umweltbereich sowie 
Wiederaufforstungsprojekte. Die Stiftung hilft Organisationen in 
Sdamerika dabei, sich mit Nachhaltigkeit im globalen Wettbewerb 
zu behaupten. ber 94.000 Menschen wurden seit 2005 
ber die Initiative erreicht. 


Mehr zur S.E.T.-Initiative unter www.set-initiative.com 
Mehr zu Espao ECO unter www.espacoeco.org 
Mehr zur koeffizienz-Analyse und SEEBALANCE unter 
basf.com/oekoeffizienz und auf Seite 96 
Mehr zu Responsible Care auf Seite 91 
Mehr zu Produktverantwortung ab Seite 101 
Mehr zu Chancen mit Klimaschutzprodukten auf Seite 96 
Stakeholder einbeziehen 

Zu unseren wichtigsten Stakeholdern gehren Kunden, Mitarbeiter, 
Aktionre, Nachbarn, Arbeitnehmervertreter, Politik, 
Medien, Nichtregierungsorganisationen und Geschftspartner. 
Der Austausch mit ihnen hilft uns, wichtige Themen und daraus 
folgende Chancen und Risiken fr BASF zu erkennen. Die Ergebnisse 
des Dialogs mit Interessengruppen sind eine Grundlage 
unseres Themenmanagements fr Nachhaltigkeit. 

 Differenzierung durch Nachhaltigkeit mit Initiative Success  Mehrwert durch Nachhaltigkeit 
 koeffizienz-Analyse und SEEBALANCE als strategische Instrumente zur Bewertung der Nachhaltigkeit 
von Produkten und Verfahren 
 Nachhaltigkeit als Bestandteil innovativer Geschftsstrategien 
Mehr zu Success unter basf.com/success_d 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Die BASF-Gruppe 
Nachhaltigkeitsmanagement 

Wir haben eine besondere Verantwortung gegenber unseren 
Nachbarn. In 73 Nachbarschaftsforen (Community Advisory Panels, 
CAPs) diskutieren wir mit ihnen ber aktuelle Themen. Das 
CAP am spanischen Standort Tarragona wurde beispielsweise 
vor 15 Jahren gegrndet. Hier standen im Jahr 2010 unter anderem 
Produktsicherheit, die Umsetzung des europischen 
Chemikaliengesetzes und Pflanzenbiotechnologie auf dem 
Programm. 

Die BASF nutzt unter anderem soziale Medien, um den 
direkten Dialog mit ihren Stakeholdern weiter zu intensivieren. 
Ein Beispiel dafr ist die Dialogplattform amflora.de. Wir stellen 
uns auch dort kritischen Fragen zum Thema Pflanzenbiotechnologie. 


Skepsis in der ffentlichen Diskussion wollen wir mit Transparenz 
ber unsere Aktivitten begegnen. Fr die erfolgreiche 
Einfhrung von Produkten auf Basis neuer Technologien ist das 
Vertrauen von Verbrauchern, Nichtregierungsorganisationen, 
Politik und der allgemeinen ffentlichkeit besonders wichtig. 
Schon in einem frhen Stadium der Technologieentwicklung 
treten wir in die politische und ffentliche Diskussion ein, beispielsweise 
im Bereich Nanotechnologie. Seit 2004 engagieren 
wir uns in nationalen und internationalen Dialogen fr Nanotechnologie. 
Im Dialogforum Nano haben wir 2010 mit Vertretern von 
Umwelt- und Verbraucherverbnden sowie Kirchen die Frage 
diskutiert, wie eine transparente Kommunikation entlang des 
Lebenswegs von Produkten gestaltet werden sollte. 

Wir untersttzen unter anderem die Umsetzung der Globalen 
Produktstrategie (GPS) des internationalen Verbandes der 
chemischen Industrie (ICCA). GPS soll globale Standards und 
Verfahren etablieren, um die Sicherheit im Umgang mit chemischen 
Stoffen insbesondere in Entwicklungslndern zu verbessern. 
GPS trgt zur Umsetzung der Responsible Care Global 
Charter bei. Ein Angebot fr kleinere und mittlere Unternehmen 
im Rahmen der Umsetzung von GPS sind spezielle Workshops 
und Trainingsprogramme, die zurzeit sowohl in Europa in 
Kooperation mit der EU-Kommission als auch in Entwicklungslndern 
Asiens und Nordafrikas angeboten werden. BASF 
Experten sind dabei als Trainer vor Ort im Einsatz. 

Einbeziehen von Stakeholdern 

Eine wichtige Voraussetzung fr unseren langfristigen 
Geschftserfolg sind gute Beziehungen zu unseren Kunden und 
deren Zufriedenheit mit unserer Leistung. Mit unserem NonConformance-
Management (NCM) messen wir Kundenzufriedenheit: 
In dem zentralen System fr alle Einheiten erfassen wir 
Probleme, die bei den Kunden mit unseren Produkten und Prozessen 
auftreten, und gehen ihnen nach. So knnen wir aus 
Fehlern lernen, Kosten senken und unsere Leistung kontinuierlich 
verbessern. Im Jahr 2010 haben wir unser NCM-System 
strker mit Lieferketten- und Finanzprozessen verknpft. 

Bei unserer Initiative perspectives analysieren Kunden 
und BASF-Mitarbeiter bestehende Geschftsbeziehungen und 
neue Geschftschancen. Ziel ist es, die Kundenbindung weiter 
zu strken. 2010 haben wir beispielsweise in einem bereichsbergreifenden 
Workshop mit Trelleborg Offshore, einem Hersteller 
von Isoliermaterial fr Tiefwasser-lleitungen, neue Mglichkeiten 
der Zusammenarbeit entwickelt. Im Fokus standen 
verbesserte Produktionstechniken und der Einsatz innovativer 
Technologien, um die Effizienz von Prozessen zu steigern und 
neuen Umsatz und Ertrag zu generieren. Im Jahr 2010 haben 

2.800 Mitarbeiter an speziellen Trainings und Workshops zu 
Themen aus Marketing und Vertrieb teilgenommen. 
Unsere Leistung haben unsere Kunden auch 2010 honoriert: 
So erhielt BASF beispielsweise in Indien Auszeichnungen 
von Tata Motors, Mahindra & Mahindra sowie Honda Motorcycle 
and Scooter India (HMSI). 


Mehr zum Dialog zu Pflanzenbiotechnologie unter 
basf.com/dialog_pflanzenbiotechnologie und www.amflora.de 
Mehr zum Dialog zu Nanotechnologie unter 
basf.com/dialog-nanotechnologie 
 Wichtige Stakeholder der BASF sind Kunden, Mitarbeiter, Aktionre, Nachbarn, Arbeitnehmervertreter, Politik, 
Medien, Nichtregierungsorganisationen und Geschftspartner 
 Dialog mit Interessengruppen hilft uns, wichtige Themen und daraus folgende Chancen und Risiken zu erkennen 
 73 Nachbarschaftsforen weltweit 
 Dialog zu neuen Technologien informiert und schafft Vertrauen 
Mehr zum Stakeholder-Dialog unter basf.com/dialog 

1 Wertschpfung 16.658 (11.158) 
2 Abschreibungen 3.370 (3.746) 
3 Fremdlieferungen, 11.459 (10.867) 
Energiekosten, 
4 
Unternehmens
brige Kosten und leistung 
Aufwendungen 65.496 (52.184) 
4 Kosten fr 34.009 (26.413) 
Rohstoffe und 
Handelswaren 

1 
3 
BASF Bericht 2010 

Wertschpfung 

Die Wertschpfungsrechnung erlutert den erwirtschafteten 
Beitrag der BASF-Gruppe zum privaten und ffentlichen 
Einkommen. Sie verdeutlicht, wie unser wirtschaftliches 
Handeln Wert fr die Gesellschaft schafft. 

Die Wertschpfung ergibt sich aus der Unternehmensleistung 
nach Abzug der Vorleistungen wie Materialaufwand oder 
Abschreibungen. Im Gegensatz zur Gewinn- und Verlustrechnung, 
der die Perspektive des Eigentmers zu Grunde liegt, ist 
die Verteilungsrechnung auf die Beteiligten an diesem Wertschpfungsprozess 
 wie Mitarbeiter, Aktionre oder dem 
Staat  ausgerichtet. 

Im Jahr 2010 betrug die Wertschpfung der BASF-Gruppe 

16.658 Millionen . Sie erhhte sich damit um 49,3% im Vergleich 
zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist hauptschlich auf die gestiegene 
Unternehmensleistung zurckzufhren. 
Wertschpfung der BASF-Gruppe 2010 

Entstehung der Wertschpfung 

(Millionen , Vorjahreszahlen in Klammern) 

Wertschpfung 

 Finanzieller Beitrag der BASF-Gruppe zum privaten 
und ffentlichen Einkommen 
 Anstieg um 49,3% auf 16,7 Milliarden  gegenber 2009 
 Grter Anteil entfllt auf Mitarbeiter 
Konzernlagebericht 

Die BASF-Gruppe 

 Wertschpfung 


Den grten Anteil der Wertschpfung erhielten mit 8.228 Millionen 
 unsere Mitarbeiter: Dieser Anteil setzt sich aus Lhnen, 
Gehltern und Sozialleistungen zusammen. Ein weiterer bedeutender 
Teil der Wertschpfung ging in Form von Steuern an den 
Staat. Er betrug 2.583 Millionen  im Vergleich zu 1.662 Millionen 
 im Vorjahr. 

Fr Spenden und Sponsoring sowie BASF-eigene Projekte 
haben wir im Jahr 2010 insgesamt 50 Millionen  aufgewendet 
(2009: 48 Millionen ). Dieser Betrag ist in den brigen Aufwendungen 
enthalten. 

Die verbleibende Wertschpfung in Hhe von 4.557 Millionen 
 steht zur Ausschttung als Dividende an die Aktionre 
der BASF SE sowie zur Thesaurierung zur Verfgung. 


Mehr zu Lhnen und Gehltern auf Seite 84 und ab Seite 165, zu 
Steuern ab Seite 163 und zu Spenden und Sponsoring auf Seite 90 
Verwendung der Wertschpfung 

(Vorjahreszahlen in Klammern) 

Mitarbeiter

49,4 % 

(63,7 %) 

Staat

15,5 % 

(14,9 %) 

Andere Gesellschafter

3,1 % 

(2,2 %) 

Darlehensgeber

4,6 % 

(6,5 %) 

Verbleibende Wertschpfung

27,4 % 

(Ausschttung und Thesaurierung) 
(12,7 %) 

Verwendung der Wertschpfung 

 8.228 Millionen  fr Mitarbeiter 
 2.583 Millionen  fr Steuern 
 50 Millionen  fr gesellschaftliches Engagement 
 4.557 Millionen  verbleibende Wertschpfung fr 
Ausschttung an die Aktionre der BASF SE und 
Thesaurierung 
2 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Chemicals 

Chemicals 

Exzellenz im Verbund, Technologie- und Kostenfhrerschaft 

Das Segment Chemicals besteht aus den Unternehmensbereichen 
Inorganics, Petrochemicals und Intermediates. 
In integrierten Produktionsanlagen  unserem Verbund 
 stellen wir in Europa, Asien und Nordamerika eine 
breite Palette an Basischemikalien und hherveredelten 
Produkten fr interne und externe Kunden her. 

Strategie des Segments 

Wir schaffen Wert, indem wir mit einem attraktiven Portfolio, 
Investitionen in Zukunftsmrkten sowie Verfahrens- und Produktinnovationen 
wachsen und unsere Produktion wettbewerbsfhig 
und flexibel in die Verbundstrukturen der BASF integrieren. 
Wir versorgen die Segmente der BASF mit Basischemikalien 
fr die Herstellung hherveredelter Produkte. Als zuverlssiger 
Lieferant vermarkten wir unsere Chemikalien an Kunden aus 
weiterverarbeitenden Industrien, insbesondere aus den Branchen 
Chemie, Elektronik, Bau, Textil, Automobil, Pharma und 
Agro. Mit Innovationen, Investitionen und durch Akquisitionen in 
Zukunftsmrkten entwickeln wir unsere Wertschpfungsketten 
kontinuierlich weiter. Technologie- und Kostenfhrerschaft zhlen 
zu unseren wichtigsten Erfolgsfaktoren. Diese erreichen wir, 
indem wir Verfahren verbessern, marktgerechte Geschftsmodelle 
implementieren sowie die Synergiepotenziale unseres 
Verbunds effizient nutzen. Wir optimieren stndig unser Port-
folio und unsere Produktionsstrukturen und richten sie an regionalen 
Marktanforderungen aus. 

Unsere Produkte 

Der Erfolg von Inorganics 
basiert auf einer Produktpalette aus 

Grundstoffen und Spezialitten fr den Einsatz in unserem Verbund 
und fr unser Geschft mit Dritten. Unsere wichtigsten 
Grundprodukte sind Ammoniak, Methanol, Natronlauge, Chlor 
sowie Schwefel- und Salpetersure. Unsere Spezialitten sind 
insbesondere auf die Branchen Elektronik und Pharma ausgerichtet. 
Hierbei profitieren wir von der Kenntnis der technologischen 
Bedrfnisse und Anforderungen unserer Kunden: Fr 
die Solarindustrie entwickeln wir beispielsweise spezielle Prozesschemikalien, 
die bei der Herstellung von Solarzellen einge


setzt werden. Mit Seluris Clean haben wir unser Portfolio 2010 
um eine neue, umweltfreundliche Reinigungslsung ergnzt. In 
den entscheidenden Prozessschritten der Herstellung reinigt 
die Lsung die Solarzellen-Wafer und verhindert so elektrische 
Strungen beim spteren Betreiben. 

Der Bereich Petrochemicals 
bildet mit einer breiten Palette 
an Basischemikalien das Fundament der Wertschpfungsketten 
der BASF. Ausgehend von Naphtha oder Erdgas, werden 
im Steamcracker Produkte wie Ethylen, Propylen, Butadien 
und Benzol fr die Eigenversorgung hergestellt. Daraus produzieren 
wir Alkohole und Lsemittel sowie Weichmacher fr die 
Chemie- und Kunststoffindustrie. Alkylenoxide und Glykole sind 
Ausgangsprodukte fr die Waschmittel-, Automobil-, Verpackungs- 
und Textilindustrie. Unsere Acrylmonomere werden unter 
anderem bei der Herstellung von Farben, Lacken und Kosmetik 
sowie bei lfeld-, Bau- und Papierchemikalien genutzt. 
Bei speziellen Kundenanforderungen knnen wir auf eine Vielzahl 
von Spezialmonomeren zurckgreifen, die sich ideal in die 
Wertschpfungskette der Acrylate und Methacrylate einfgen. 

Bei Intermediates 
entwickeln, produzieren und vermarkten 
wir mit mehr als 600 Produkten das umfassendste Sortiment 
an Zwischenprodukten weltweit. Zu unseren Produktlinien 
zhlen Amine, Diole, Polyalkohole sowie Suren und Spezialitten. 
Sie dienen unter anderem als Ausgangsstoffe fr Lacke, 
Kunststoffe, Pharmazeutika, Textilfasern, Pflanzenschutz- 
sowie Wasch- und Reinigungsmittel. Unsere Produktlinien tragen 
dazu bei, die Eigenschaften der mit ihnen hergestellten 
Erzeugnisse und die Effizienz der Produktionsprozesse zu 
verbessern. Weltweit zhlt die BASF bei allen wesentlichen 
Zwischenprodukten zu den drei grten Anbietern. 

Forschung und Entwicklung 

Im Fokus unserer Forschungsaktivitten steht die Entwicklung 
innovativer Produktionsverfahren, mit denen wir unsere Wettbewerbsfhigkeit 
weiter ausbauen. Bestehende Produkte und 
Anwendungen verbessern wir kontinuierlich. Bei der Entwicklung 
neuer Produkte orientieren wir uns an den Bedrfnissen 
interner und externer Kunden und nutzen die Chancen, welche 

Strategie 

 Versorgung der Wertschpfungsketten im BASF-Verbund 
sowie Vermarktung unserer Produkte an externe Kunden 
 Wichtigste Erfolgsfaktoren sind Technologie- und 
Kostenfhrerschaft 
 Produktportfolio und regionale Produktionsstrukturen 
werden kontinuierlich optimiert 
Produkte 

 Inorganics: Grundstoffe fr unseren Verbund und 
Spezialitten unter anderem fr die Elektronikbranche 
 Petrochemicals: Breite Palette an Basischemikalien 
fr die Eigenversorgung sowie fr externe Kunden 
 Intermediates: Mit mehr als 600 Produkten das 
umfassendste Sortiment an Zwischenprodukten 
weltweit; Marktfhrer bei vielen Zwischenprodukten 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Chemicals 


Laser-Transferdruckverfahren (LTP) 

Effizientere Metallisierung von Solarzellen durch 

kontaktfreies Druckverfahren 

Wert fr die BASF Wert fr die Kunden 

in den nchsten sechs bis zu 

Jahren bis zu 

20 % 80 % 

Marktanteil im wachsen-weniger Ausschuss von 

den Bereich der Solar-Solarzellen im Metallisie


zellen-Metallisierung rungsprozess 

Wert fr die BASF Gemeinsam mit der Firma 

aurentum Innovations technologien und dem Maschinen


hersteller Schmid haben wir das neue kontaktfreie LTP-

Verfahren entwickelt. Mit dieser innovativen Technologie 

und unseren darauf abgestimmten Tinten mit dem Namen 

CypoSol festigen wir unsere Position als Material- und 

Technologielieferant fr die Photovoltaikindustrie. 

Wert fr die Kunden Der wachsende Kostendruck 

bei der Herstellung von Solarzellen erfordert optimierte 

Prozesse: Tests im Entwicklungszentrum von Schmid 

belegen, dass der Ausschuss mit Hilfe des kontaktfreien 

LTP-Verfahrens um bis zu 80% gegenber dem heute 

blichen Metallisierungsprozess verringert wird. 

die Wertschpfungsketten des Verbunds und der Mrkte erffnen. 
So haben wir beispielsweise die neue Produktreihe Cypo-
Sol zur Metallisierung von Solarzellen-Wafern im Markt lanciert. 
Solarzellen werden metallisiert, um den entstehenden Strom ableiten 
zu knnen. Die neuen Silber-und Aluminiumtinten wurden 
nicht nur fr das heute bliche Siebdruckverfahren entwickelt, 
sondern speziell auch fr das innovative Laser-Transferdruckverfahren 
(LTP), welches zurzeit in den Markt eingefhrt wird. 

Forschung und Entwicklung 

 Fokus liegt auf innovativen Produktionsverfahren zum 
Ausbau unserer Wettbewerbsfhigkeit 
 Neue Produktreihe CypoSol im Markt lanciert 
 Forschung an Speichermedien fr Energie aus 
solarthermischen Kraftwerken 
 Neues Verfahren zur effizienten Aufbereitung von Biogas 
Zur Energieversorgung der Zukunft knnen solarthermische 
Kraftwerke einen groen Beitrag leisten. Durch sie soll beispielsweise 
in Wstengebieten Sonnenenergie genutzt werden, 
um elektrischen Strom zu erzeugen. Wrmespeichermedien, 
hauptschlich Salzmischungen, ermglichen es, die Sonnenenergie 
jederzeit  auch nachts  nutzbar zu machen. Fr diese 
Speichermedien liefern wir bereits die wichtige Komponente 
Natriumnitrat. Darber hinaus forschen wir an neuen Speichermedien, 
damit solarthermische Kraftwerke zuknftig noch effizienter 
werden. 

Auch Gas spielt als Energietrger eine wichtige Rolle. Gemeinsam 
mit der Bilfinger Berger Industrial Service E.M.S. GmbH 
haben wir ein neues Verfahren zur effizienten Aufbereitung von 
Biogas entwickelt. Biogas besteht lediglich zu 50 bis 70% aus 
nutzbarem Methan. Daneben enthlt es Kohlendioxid (CO2) und 
Schwefelwasserstoff (H2S), die Korrosionen in den Anlagen verursachen 
knnen. Das neue Verfahren entfernt CO2 und H2S 
ohne messbaren Methanverlust aus dem Biogas. Es vereinfacht 
auerdem den Anlagenbau und trgt so zur Kostensenkung bei. 
Mit Erfolg: Zwei der europaweit grten Reststoffvergrungsanlagen 
bei Bitterfeld arbeiten bereits mit dem Verfahren. 


Marketing und Kundenbeziehungen 

Bei Standardprodukten ist es unser vorrangiges Ziel, unsere 
Kunden zuverlssig und kosteneffizient zu beliefern. Intern versorgen 
wir nahezu alle Unternehmensbereiche mit unseren Produkten. 
Die Vermarktung an externe Kunden erfolgt vorwiegend 
ber E-Commerce. Organische und anorganische Spezialitten 
bieten wir mit dem dazugehrigen technischen Anwendungswissen 
an. Hier arbeiten unsere Entwicklungslabore besonders 
eng mit Kunden und Partnern zusammen. 

Sehr erfolgreich ist zum Beispiel die Zusammenarbeit mit 
unserem sterreichischen Kunden Getzner Werkstoffe GmbH: 
Getzner rstet die Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen 
Peking und Schanghai derzeit mit elastischen Schienen-
lagern zur Schwingungsdmpfung aus. Dazu nutzt unser Kunde 
spezielle Dmpfungselemente, die auf unserem Zwischenprodukt 
PolyTHF basieren, welches Getzner aus unserem Werk 
in Caojing/China bezieht. 

Marketing und Kundenbeziehungen 

 Zuverlssige und kosteneffiziente Vermarktung von 
Standardprodukten, vor allem ber E-Commerce 
 Vermarktung organischer und anorganischer 
Spezialitten mit dazugehrigem technischen 
Anwendungswissen 
 Enge Zusammenarbeit unserer Entwicklungslabore 
mit Kunden und Partnern 

Mio.  
Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Chemicals 

Investitionen in Sachanlagen 

Zustzliche Jahreskapazitt Jahreskapazitt 
Standort Projekt durch Erweiterung (Tonnen) insgesamt (Tonnen) Inbetriebnahme 
Antwerpen/Belgien Neubau Oleum-Anlage 420.000 2011 
Geismar/Louisiana Neubau Methylamin-Anlage k.A. 2011 
Guaratinguet/Brasilien Neubau Natriummethylat-Anlage 60.000 2011 
Ludwigshafen/Deutschland Neubau Ethylenpipeline1 k.A. 2011 
Nanjing/China 2 Ausbau Steamcracker 140.000 740.000 2011 
Neubau 2-Propylheptanol 80.000 2011 
Ausbau Ethylenoxid 80.000 330.000 2011 
Neubau Butadien 130.000 2011 
Neubau Isobuten 60.000 2011 
Neubau Aminkomplex 130.000 2011/2012 

1 Beteiligung im Rahmen der EPS Ethylen-Pipeline-Sd GmbH & Co. KG 
2 Betrieben durch ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem die BASF mit 50 % beteiligt ist und das quotal in den Gruppenabschluss einbezogen wird 

Produktionskapazitten wichtiger Produkte1 

Standorte 

Asien, Sdamerika, Afrika, Jahreskapazitt 
Produkt Europa Nordamerika Pazifischer Raum Naher Osten (Tonnen) 
Acrylsure X X X 1.175.000 
Alkylamine X X X 220.000 
Ameisensure 
Propionsure 
X X 
255.000 
150.000 
Ammoniak X 1.525.000 
Benzol X X X 820.000 
Butadien X X 515.000 
Butandiol-quivalente X X X 535.000 
Chlor X 385.000 
Ethanolamine und Derivate X 285.000 
Ethylen X X X 3.235.000 
Ethylenoxid X X X 1.315.000 
Formaldehydkondensat X 750.000 
Neopentylglykol X X X 165.000 
Oxo-C4-Alkohole (gemessen als Butyraldehyd) X X X 1.415.000 
PolyTHF X X X 185.000 
Propylen X X X 2.480.000 
Weichmacher X X X 660.000 
1 Alle Kapazitten sind hier zu 100 % bercksichtigt, auch Anlagen in Gemeinschaftsunternehmen. 

Umsatz Chemicals Anteile am Umsatz 

(Millionen ) 

1 
3 


11.377 
11.377 
7.515 
11.171 



1 Inorganics 11 % 

2010 


2009 

2 Petrochemicals 67 % 


3 Intermediates 22 % 

2008 



BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Chemicals 


Segmentdaten Chemicals (Millionen ) 
2010 2009 Vernderung % 
Umsatz mit Dritten 11.377 7.515 51,4 

davon Inorganics 1.255 983 27,7 
Petrochemicals 7.593 4.664 62,8 
Intermediates 2.529 1.868 35,4 
Transfers zwischen den Segmenten 5.476 3.564 53,6 
Umsatz inklusive Transfers 16.853 11.079 52,1 
Ergebnis der Betriebsttigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) 3.000 1.571 91,0 
EBITDA-Marge (%) 26,4 20,9  
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) vor Sondereinflssen 2.302 1.021 125,5 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) 2.310 735 214,3 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) nach Kapitalkosten 1.722 185 . 
Vermgen 6.526 5.688 14,7 
Forschungskosten 130 129 0,8 
Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermgen 535 482 11,0 

Im Segment Chemicals wuchs der Umsatz mit Dritten 
um 3.862 Millionen  auf 11.377 Millionen . Sowohl die 
konjunkturell bedingt grere Nachfrage als auch 
gestiegene Preise haben zu diesem hohen Wachstum 
gefhrt (Mengen 18%, Preise 28%, Whrungen 5%). 
Das Ergebnis der Betriebsttigkeit nahm um 1.575 Millionen 
 zu und lag bei 2.310 Millionen   ein starker 
Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Unsere Kostensenkungs-
und Effizienzsteigerungsprogramme haben 
wesentlich zu dieser Ergebnisentwicklung beigetragen. 

Wir rechnen damit, dass sich der Umsatz 2011 leicht 
ber dem Niveau des Vorjahres bewegt. Zustzliche 
Kapazitten werden den Margendruck insbesondere 
bei Crackerprodukten erhhen. Das Ergebnis wird 
voraussichtlich leicht unter dem Wert des Jahres 2010 
liegen. 

Inorganics 

Unser Umsatz mit Dritten ist 2010 um 272 Millionen  auf 

1.255 Millionen  gestiegen (Mengen 17%, Preise 7%, Whrungen 
4%). Alle Arbeitsgebiete und Regionen haben hierzu 
dank der greren Nachfrage aus unseren Abnehmerbranchen 
beigetragen. Besonders stark nahm der Umsatz in Asien 
zu, was im Wesentlichen auf die positive Entwicklung bei 
Elektronikchemikalien und bei Metallsystemen zurckzufhren 
ist. Ab dem zweiten Quartal beschleunigte sich die Erholung 
unseres Geschfts; Ende 2010 lag der Umsatz wieder auf 
Vorkrisenniveau. 
Das Ergebnis der Betriebsttigkeit bertraf den Wert 
des Jahres 2009 stark. Steigende Mengen  auch getrieben 
durch die grere interne Nachfrage nach Grundprodukten  
trugen hierzu ebenso bei wie hhere Margen bei Grundprodukten, 
vor allem bei Ammoniak. 

Umsatzeinflsse Chemicals Ergebnis der Betriebsttigkeit Chemicals 

(Millionen ) 

Mengen 

Preise 

Portfoliomanahmen 

Whrungen 

Umsatz 

5 % 

51 % 

18 % 
28 % 
0 % 

2010 

2009 
2008 

2.310 
735 
1.369 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Chemicals 

Nach Einstellung der betrieblichen Ttigkeiten bei der BASF Fuel 
Cell GmbH in Frankfurt wurde der Standort zum 30. September 
2010 geschlossen. Unsere Kompetenz zur Herstellung von 
Hochtemperatur-Membran-Elektroden-Einheiten (MEAs) bndeln 
wir nun am Standort Somerset/New Jersey. 

Im Jahr 2011 werden wir eine Natriummethylat-Anlage mit 
einer Jahreskapazitt von 60.000 Tonnen in Guaratinguet/Brasilien 
in Betrieb nehmen. Natriummethylat ist eine Schlsselchemikalie 
fr die effiziente Produktion von Biodiesel. 

Wir rechnen damit, dass das Geschftsumfeld 2011 
positiv bleibt. Der Umsatz wird vor diesem Hintergrund leicht 
wachsen. Bei gestiegenen Mengen und etwas niedrigeren 
Margen wird das Ergebnis der Betriebsttigkeit voraussichtlich 
auf Vorjahresniveau liegen. 

Inorganics  Umsatz nach Regionen (nach Sitz der Kunden) 

4 


1 Europa 60 % 

2 Nordamerika 7 % 3 


3 Asien, Pazifischer Raum 27 % 

Sdamerika, Afrika, 
4 Naher Osten 6 % 
1.255Mio.  
1 


2 


Petrochemicals 

Der Umsatz mit Dritten wuchs 2010 um 2.929 Millionen  
auf 7.593 Millionen  und bertraf den Wert des Vorjahres 
somit weit (Mengen 16%, Preise 41%, Whrungen 6%). Alle 
Arbeitsgebiete des Bereichs profitierten von der weltweit 
starken Nachfrage. Bei eingeschrnktem Angebot am Markt 
konnten gestiegene Rohstoffkosten an die Kunden weitergegeben 
werden. In allen Produktlinien war es mglich, die Preise 
gegenber dem Vorjahr zu erhhen. 

Unsere Anlagen waren sehr gut ausgelastet. Bei einigen 
Produkten, insbesondere bei Acrylaten und Lsemitteln, kam 
es infolge der groen Nachfrage zeitweise zu Lieferengpssen. 
Durch die Verzgerungen der Inbetriebnahme neuer Anlagen in 

Inorganics 

 Umsatz in allen Arbeitsgebieten und Regionen krftig 
gewachsen; Ende 2010 Vorkrisenniveau wieder erreicht 
 Ergebnis auf Grund gestiegener Mengen und hherer 
Margen fr Grundprodukte stark verbessert 
 BASF-Fuel-Cell-Standort in Frankfurt geschlossen 
 Prognose 2011: Leichtes Umsatzwachstum; 
Ergebnis auf Vorjahresniveau 
Asien und im Nahen Osten sowie durch zahlreiche ungeplante 
Anlagenausflle bei unseren Wettbewerbern verschrfte sich 
die Produktknappheit zustzlich. Unsere Margen entwickelten 
sich daher erfreulich. Anfang des zweiten Halbjahres verbesserte 
sich die Produktverfgbarkeit am Markt wieder. Trotz 
anhaltend guter Nachfrage gingen die Margen fr Crackerprodukte 
in Asien und Nordamerika daraufhin zurck. Das 
Ergebnis der Betriebsttigkeit lag im Jahr 2010 weit ber dem 
Vorjahreswert. 

Im zweiten Quartal 2010 haben wir den gesamten Verbundstandort 
Nanjing nach fnfjhrigem Betrieb erstmals zur Wartung 
abgestellt. Die Revisionsarbeiten verliefen erfolgreich; alle 
Anlagen konnten planmig wieder in Betrieb genommen werden. 
Im Jahr 2011 werden am Standort Nanjing auerdem zahlreiche 
neue und erweiterte Anlagen den Betrieb aufnehmen. 

Wir erwarten, dass sich die positive Geschftsentwicklung 
2011 fortsetzt. Unser Umsatz wird voraussichtlich auf Vorjahresniveau 
liegen. Durch zustzliche Kapazitten im Nahen 
Osten und in Asien wird die Produktverfgbarkeit weiter zunehmen. 
Bei anhaltend hohen Rohstoffkosten verstrkt sich der 
Margendruck; wir rechnen mit einem Ergebnis leicht unter dem 
Niveau des auergewhnlich guten Vorjahres. 

Petrochemicals  Umsatz nach Regionen (nach Sitz der Kunden) 

4 


3 
1 Europa 39 % 
2 Nordamerika 42 % 
3 Asien, Pazifischer Raum 17 % 

Sdamerika, Afrika, 
4 Naher Osten 2 % 

2 


7.593 
Mio.  
Petrochemicals 

 Umsatz stark verbessert; weltweit hohe Nachfrage 
beeinflusst alle Arbeitsgebiete positiv 
 Zeitweise Lieferengpsse bei einigen Produkten, 
insbesondere bei Acrylaten und Lsemitteln 
 Ergebnis weit ber Vorjahreswert 
 Prognose 2011: Relativ stabiler Umsatz; Ergebnis vor 
allem wegen wachsenden Margendrucks leicht unter 
Vorjahresniveau 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Chemicals 


Intermediates 

Bei Intermediates erzielten wir im Jahr 2010 einen Umsatz 
mit Dritten in Hhe von 2.529 Millionen . Gegenber dem 
schwierigen Jahr 2009 stieg der Umsatz um 35% (Mengen 
24%, Preise 7%, Whrungen 4%). Damit konnten wir an das 
Vorkrisenniveau anknpfen. 

Hauptgrund fr die positive Entwicklung des Bereichs war 
die weltweit krftige Belebung wichtiger Abnehmerbranchen 
wie der Kunststoff-, Lack- und Textilindustrie. Das verfgbare 
Angebot konnte den Bedarf unserer Kunden 2010 nicht voll 
decken. Dies betraf hauptschlich unseren Produktbereich 
Butandiol und Folgeprodukte, aber auch zahlreiche Amine und 
Polyalkohole. Bei insgesamt stabilen Rohstoffpreisen konnten 
wir unsere Verkaufspreise erhhen. 

Das Ergebnis der Betriebsttigkeit lag auf Grund des 
strkeren Absatzes, verbesserter Margen in mehreren Produktlinien 
und der guten Auslastung unserer Anlagen weit ber dem 
Vorjahreswert. 

Mit der Inbetriebnahme einer Anlage zur Herstellung von 
Methylaminen an unserem Verbundstandort in Geismar/Louisiana 
im Jahr 2011 bauen wir unsere fhrende Position als 
globaler Hersteller von Standard- und Spezialaminen aus. 

Intermediates 

 Umsatz 2010 stark gestiegen und wieder auf 
Vorkrisenniveau 
 Verfgbares Angebot konnte Kundenbedarf nicht voll 
decken, insbesondere bei Butandiol und Folgeprodukten 
sowie bei zahlreichen Aminen und Polyalkoholen 
 Ergebnis auf Grund gestiegener Mengen, verbesserter 
Margen und guter Anlagenauslastung weit ber 
Vorjahreswert 
Fr 2011 erwarten wir, dass die Nachfrage an das hohe 
Niveau des Vorjahres anknpfen wird. Wir streben an, den 
Umsatz gegenber 2010 leicht zu steigern. Trotz zustzlicher 
Belastungen, die durch die Modernisierung und Erweiterung 
unserer Produktionsanlagen entstehen, wollen wir das sehr 
gute Ergebnisniveau des Vorjahres halten. 

Intermediates  Umsatz nach Regionen (nach Sitz der Kunden) 

4 
1 
2 
Europa 
Nordamerika 
46 % 
16 % 
3 
3 Asien, Pazifischer Raum 34 % 1 
4 
Sdamerika, Afrika, 
Naher Osten 4 % 

22.529 
Mio.  
 Prognose 2011: Leichter Umsatzanstieg bei anhaltend 
starker Nachfrage; Ergebnis trotz zustzlicher 
Belastungen durch Erweiterung und Modernisierung 
von Produktionsanlagen auf Vorjahresniveau 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Plastics 

Plastics 

Energieeffiziente Produkte und Systemlsungen fr unsere Kunden 

Die BASF ist einer der weltweit fhrenden Hersteller von 
hochwertigen Kunststoffen. In den Unternehmensbereichen 
Performance Polymers und Polyurethanes bieten 
wir energieeffiziente Produkte und kundenorientierte 
Systemlsungen an. 

Strategie 

Wir konzentrieren uns auf Aktivitten, die uns im Markt eine Differenzierung 
gegenber unseren Wettbewerbern ermglichen 
und profitable Wachstumschancen bieten. Unsere Kunden kommen 
vor allem aus der Bau-, Automobil-, Elektro- und Elektronik-, 
Textil-, Verpackungs- und Mbelindustrie. Die Vielseitigkeit 
unserer Produkte ermglicht uns, fr diverse Einsatzfelder nachhaltige 
Lsungen als Alternative zu herkmmlichen Materialien 
anzubieten und damit unser Portfolio auf viele Abnehmerindustrien 
auszuweiten. Darber hinaus positionieren wir uns so, dass 
wir schneller wachsen als der Markt und noch unabhngiger 
gegenber Konjunkturzyklen bestimmter Branchen werden. Wir 
arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen  immer mit dem 
Ziel, die beste Lsung im Hinblick auf kostengnstige Rohstoffe, 
Energieeffizienz und Funktionalitt anzubieten. 


Unsere Produkte 

Der Unternehmensbereich Performance Polymers 
ist einer der 
weltweit fhrenden Anbieter von technischen Kunststoffen, 
Polyamid und Polyamidvorprodukten sowie Schaumstoffen und 
Spezialkunststoffen. 

Wir bieten unseren Kunden ein breites Portfolio technischer 
Kunststoffe, die auf Polyamid 6 und Polyamid 6.6 (Ultramid) 
basieren. Ergnzt wird es durch unsere Produkte Ultradur, 
Ultraform und Ultrason. Unsere technischen Kunststoffe finden 
auf Grund ihrer besonderen mechanischen Eigenschaften, 
ihres geringen Gewichts und ihrer hohen Temperatur- und Chemikalienbestndigkeit 
breite Anwendung im Automobilbau, in 
der Elektronik- und in der Elektroindustrie. Sie werden auerdem 
fr die Herstellung von Haushalts- und Freizeitartikeln sowie 
zunehmend auch fr designorientierte Verbraucherprodukte 
genutzt. 

Fr die Verpackungs-, Textil- und Lebensmittelindustrie bieten 
wir Polyamidpolymere als wichtige Basisprodukte zur Herstellung 
von Fasern und Folien an. Mit Ecoflex und Ecovio 
umfasst unser Produktsortiment zudem biologisch abbaubare 
Spezialkunststoffe fr Verpackungen. 

Styropor und seine Weiterentwicklung Neopor  beides 
styrolbasierte Schaumstoffvorprodukte  werden als Dmmstoffe 
fr Bau und Verpackungen eingesetzt. Unsere Schaumstoffe 
leisten dabei nicht nur einen Beitrag als energieeffiziente 
Werkstoffe: Der melaminbasierte Schaumstoff Basotect zeichnet 
sich zustzlich durch seine exzellente Schallabsorption in 
Gebuden, Fahrzeugen und Flugzeugen aus. 

Der Unternehmensbereich Polyurethanes 
ist fhrender 
Anbieter von Grundprodukten, Systemen und Spezialitten. Mit 
unserem breiten Produkt- und Dienstleistungsportfolio sind wir 
bevorzugter Partner unserer Kunden in vielen Branchen. 

Unsere Polyurethan-Lsungen helfen dabei, Energie zu 
sparen, und werden sehr hufig in Dmmmaterialien eingesetzt. 
In vielen Khlsystemen fr Lebensmittel oder auch Medikamente 
werden bevorzugt Polyurethan-Hartschaumprodukte genutzt. 
Polyurethan dmmt auerdem nahezu alle Khl- und Gefriergerte, 
die weltweit produziert werden. Mit einer Polyurethan-
Dmmung in allen Stufen einer Khlkette  das heit von der 
Produktion, ber den Transport bis hin zu Lagerung und Verkauf 
 kann bis zu 16-mal mehr Energie gespart werden, als zur 
Herstellung des Polyurethans notwendig ist. Unsere Produkte 
Elastopor, Elastopir und Elastocool verbinden ein auerordentlich 
hohes Dmmvermgen mit einer innovativen Technologie, 
um eine optimale Khlung zu gewhrleisten. Darber 
hinaus werden Polyurethan-Lsungen wirksam gegen Wrmeverlust 
eingesetzt, zum Beispiel zum Dmmen von Warmwasserspeichern 
und Fernwrme-Rohrsystemen. 


Mehr zum Thema Energieeffizienz auf Seite 97 
Strategie 

 Erschlieung neuer Marktsegmente durch 
vielseitiges und innovatives Portfolio 
 Enge Zusammenarbeit mit Kunden bei der 
Entwicklung neuer Produkte und Systemlsungen 
 Unser Ziel: Beste Lsung im Hinblick auf kostengnstige 
Rohstoffe, Energieeffizienz und Funktionalitt anbieten 
Produkte 

 Performance Polymers: Technische Kunststoffe, Polyamid 
und Polyamidvorprodukte sowie Schaumstoffe und 
Spezialkunststoffe fr vielfltige Anwendungen 
 Polyurethanes: Grundprodukte, kundenspezifische 
Systeme und Spezialitten fr Bau, Automobil, 
Haushalts- und Sportgerte 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Plastics 


Im Automobilbau tragen Polyurethane dazu bei, dass Fahrzeuge 
attraktiver gestaltet, gewichtssparender konstruiert und  zum 
Beispiel durch unser Dmpferlager Cellasto  funktional verbessert 
werden knnen. Auch Hersteller von Schuhsohlen, 
Matratzen sowie Haushalts- und Sportgerten nutzen die vielfltigen 
Mglichkeiten und Vorteile dieser Kunststoffspezialitt 
und profitieren von dem Wissen und der Erfahrung unserer 
Polyurethan-Experten weltweit. 


Forschung und Entwicklung 

Im Jahr 2010 haben wir zahlreiche innovative Produkte und 
Anwendungen fr unsere Kunden in der Automobil-, Elektro-, 
Elektronik- und Verpackungsindustrie entwickelt. 

So erfllen wir beispielsweise mit Ultramid Structure den 
Wunsch der Automobilindustrie nach immer leistungsfhigeren 
Materialien. Das langglasfaserverstrkte Polyamid kann Metall 
selbst in anspruchsvollsten Anwendungen ersetzen. Ebenfalls 
neu entwickelt haben wir die Ultramid Endure-Typen. Sie haben 
eine Stabilisierung, die ihnen ber einen langen Zeitraum 
hohe Temperaturbestndigkeit verleiht. Mit unserem Ultrasim 
Simulationsverfahren haben wir die Einsatzfhigkeit unserer 
Ultramid Kunststoffe weiterverbessert: Sie lassen sich nun 
auch in mechanisch hochbelastbaren Automobilbauteilen wie 
Pendelsttzen und Getriebequertrgern nutzen. 

Unser neuer Kunststoff Ecovio FS Paper fr die Innenbeschichtung 
von Papierbechern zeigt, wie das Wissen ber 
biologisch abbaubare Kunststoffe genutzt werden kann, um 
Lsungen zu entwickeln, die fr die Umwelt von Vorteil sind: 
Ecovio FS Paper ist biologisch noch schneller abbaubar als 
seine Vorgnger. 


Darber hinaus haben wir  ergnzend zu unserem Verpackungsklassiker 
Styropor  das neue, sehr elastische und 
rissbestndige Verpackungsmaterial E-por entwickelt, das 
sich gut fr den Transport hochwertiger elektronischer Gerte 
eignet. 

Forschung und Entwicklung 

 Ultramid Structure: Langglasfaserverstrktes Polyamid 
ersetzt Metall selbst in anspruchsvollsten Anwendungen 
 Ecovio FS Paper fr die Innenbeschichtung von Papier-
bechern ist biologisch schnell abbaubar 
 Innovationspreis fr porsen Bodenbelag FilterPave 
 Pursorb: Schwamm, der l von Wasser abtrennt 
und aufsaugt 
Geschftsmodell Cellasto Top Mount 

Automobilanwendung fr Polyurethan-Dmpferlager 

Wert fr die BASF Wert fr die Kunden 

Zweimal 

20 % 1 5 % 

jhrliches Absatzwachs-15 % Platzersparnis in der 

tum bei Cellasto von 2005 Autokarosserie und 

bis 2010 15 % Gewichtsreduktion 

pro Bauteil 

Wert fr die BASF Die Automobilindustrie konnte 

weltweit in den vergangenen fnf Jahren im Schnitt nur 

um 2,3% wachsen. Im gleichen Zeitraum hat die BASF 

den Absatz von Top-Mount-Anwendungen aus Cellasto 

um 20 % pro Jahr gesteigert. Nahezu alle Automobil


hersteller verwenden BASF-Automobilzusatzfedern aus 

dem mikrozelligen Spezial-Polyurethan. 

Wert fr die Kunden Cellasto-Dmpferlager haben 

bessere Dmpfungseigenschaften und sind leichter als 

konkurrierende Materialien, zum Beispiel Gummi: Sie 

bentigen rund 15 % weniger Platz in der Karosserie und 

sind im Schnitt 15 % leichter als hnliche Gummibauteile. 

2010 wurde die BASF vom Center for the Polyurethanes Industry 
mit dem Innovationspreis fr das umweltfreundliche und 
wirtschaftliche Produkt FilterPave ausgezeichnet. FilterPave ist 
ein besonders porser Bodenbelag, den wir gemeinsam mit 
Presto Geosystems, einem Unternehmen fr nachhaltige Baulsungen, 
entwickelt haben. Der Bodenbelag kombiniert speziell 
behandeltes Recyclingglas mit einem Polyurethan-Bindemittel. 
So entsteht eine porse, aber dennoch feste Oberflche, 
die auch bei starken Regenfllen den Boden nicht versiegelt, 
sondern das Wasser filtert und rasch versickern lsst. 

Marketing und Kundenbeziehungen 

 Qualitt und Effizienz bei der Vermarktung von 
Standardprodukten 
 Individuell zugeschnittenes technisches Marketing 
bei Spezialitten und kundenspezifischen Produkten 
 Intensive Zusammenarbeit mit Kunden fr optimale 
Lsungen und dauerhaften Erfolg 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Plastics 

Investitionen in Sachanlagen 

Zustzliche Jahreskapazitt Jahreskapazitt 
Standort Projekt durch Erweiterung (Tonnen) insgesamt (Tonnen) Inbetriebnahme 

Ansan/Sdkorea Erweiterung Konfektionierung technische Kunststoffe 13.000 30.000 2011 
Ludwigshafen/Deutschland Ausbau Ecoflex 60.000 74.000 2010 

Produktionskapazitten wichtiger Produkte 

Standorte 

Asien, Sdamerika, Afrika, Jahreskapazitt 
Produkt Europa Nordamerika Pazifischer Raum Naher Osten (Tonnen) 
Isocyanat X X X 1.840.000 
Polyamid X X 720.000 
Polyamidvorprodukte X X 1.070.000 
Propylenoxid X X 925.000 1 

1 Davon 800.000 Tonnen fr Polyurethan-Anwendungen. Enthlt die vollstndige Kapazitt von drei Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Propylenoxid 
in Belgien, den Niederlanden und in Singapur, an denen die BASF jeweils 50% hlt und die quotal in den Gruppenabschluss einbezogen werden. 

Ein weiteres innovatives Polyurethan-Produkt, das dazu beitrgt, 
die Umwelt zu schtzen, ist Pursorb. Aus zwei Polyurethan-
Komponenten entsteht ein hydrophob-lipophiler Schwamm, der 
l von Wasser abtrennt und aufsaugt. Pursorb kann berall dort 
eingesetzt werden, wo l Gewsser gefhrdet. 


Marketing und Kundenbeziehungen 

Im Segment Plastics entwickeln, produzieren und vermarkten 
wir Standardprodukte, Spezialitten sowie Systemlsungen und 
konfektionierte Polymere. Bei Standardprodukten, die wir in groen 
Mengen vermarkten, stehen Qualitt und Effizienz im Vordergrund. 
Bei Spezialitten und kundenspezifischen Produkten 
setzen wir auf ein individuell zugeschnittenes technisches Marketing, 
das uns eine wertorientierte Preisfindung ermglicht. 

Entwicklungslabore in den Regionen ermglichen eine rasche 
Anpassung unserer Produkte an lokale Bedrfnisse. Im uerst 
serviceorientierten Geschft mit Polyurethan-Systemen und 
Spezialitten sind Erfahrung und Kompetenz sowie vertrauensvolle 
Zusammenarbeit mit dem Kunden gefragt. Mit unserem 
Netzwerk von weltweit 38 Systemhusern bieten wir eine 
schnelle lokale Betreuung bei der Entwicklung individueller 
Lsungen bis hin zu technischem Service, Vertrieb und 
Marketing. 

Wir arbeiten bereits in einem frhen Entwicklungsstadium 
intensiv mit unseren Kunden zusammen, um gemeinsam mit 
ihnen optimale Lsungen zu finden und dauerhaft zu ihrem 
Erfolg beizutragen. 

Umsatz Plastics Anteile am Umsatz 

(Millionen ) 

1 
2 
1

2010 9.830 

Performance Polymers 45 % 
2009 7.128 
Polyurethanes 55 % 2 
2008 9.116 

9.830 
Mio.  

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Plastics 


Segmentdaten Plastics (Millionen ) 
2010 2009 Vernderung % 
Umsatz mit Dritten 9.830 7.128 37,9 
davon Performance Polymers 4.389 3.005 46,1 
Polyurethanes 5.441 4.123 32,0 
Transfers zwischen den Segmenten 546 363 50,4 
Umsatz inklusive Transfers 10.376 7.491 38,5 
Ergebnis der Betriebsttigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) 1.721 994 73,1 
EBITDA-Marge (%) 17,5 13,9  
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) vor Sondereinflssen 1.284 576 122,9 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) 1.273 554 129,8 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) nach Kapitalkosten 816 139 487,1 
Vermgen 5.114 4.530 12,9 
Forschungskosten 141 126 11,9 
Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermgen 250 249 0,4 

Im Segment Plastics steigerten wir den Umsatz mit 
Dritten im Vorjahresvergleich stark  er stieg um 

2.702 Millionen  auf 9.830 Millionen  (Mengen 22%, 
Preise 10%, Whrungen 6%). Das Ergebnis der Betriebsttigkeit 
lag mit 1.273 Millionen  ebenfalls weit ber dem 
Vorjahresniveau. Grnde fr diese positive Entwicklung 
waren die unerwartet hohe Nachfrage aus nahezu 
allen Abnehmerbranchen sowie die Angebotsknappheit 
bei einigen Produkten, insbesondere bei Polyamid-
Vorprodukten. Auch unsere Effizienzsteigerungsmanahmen 
trugen zum Anstieg des Ergebnisses bei. 
Wir erwarten, dass Umsatz und Ergebnis 2011 das 
Vorjahresniveau leicht bertreffen. Wir rechnen damit, 
dass die Nachfrage nach unseren Produkten volatil bleibt 
und eine zunehmende Produktverfgbarkeit die Margen 
belastet. 

Performance Polymers 

Der Umsatz mit Dritten lag mit 4.389 Millionen  weit ber dem 
Wert des Vorjahres (Mengen 20%, Preise 21%, Whrungen 

Umsatzeinflsse Plastics 

Mengen 

Preise 

Portfoliomanahmen 

Whrungen 

Umsatz 

22 % 

10 % 
0% 
6 % 

38 % 

5%). Die weltwirtschaftliche Erholung beschleunigte sich im Jahr 
2010; die Nachfrage aus unseren Hauptabnehmerbranchen  
Automobil, Bau, Elektro sowie in Asien Textil  belebte sich krftig. 
Unsere Produktionsanlagen waren sehr gut ausgelastet. 

Whrend der Bereich in Asien bereits 2009 steigende Mengen 
verzeichnete, nahmen sie in Europa und in Nordamerika 
erst im Jahr 2010 wieder deutlich zu. Das von der Krise am 
strksten betroffene Arbeitsgebiet Technische Kunststoffe profitierte 
unter anderem von staatlichen Konjunkturmanahmen 
zur Sttzung der Automobil- und Haushaltsgerteindustrie und 
verzeichnete ein Absatzplus von 40% gegenber dem Vorjahr. 
Ein wachsendes Interesse an der Wrmedmmung von Gebuden 
frderte den Absatz von Schumen  trotz der schwierigen 
konjunkturellen Situation in der Bauindustrie. 

Neben den zunehmenden Mengen trugen hhere Preise 
zum Umsatzwachstum bei. Vor allem bei Standardprodukten 
wie Polyamiden und Schumen stiegen die Verkaufspreise infolge 
stark erhhter Rohstoffkosten. Dank der guten Nachfrage 
und der knappen Produktverfgbarkeit konnten wir bei technischen 
Kunststoffen Preissteigerungen durchsetzen. 

Ergebnis der Betriebsttigkeit Plastics 

(Millionen ) 

2010 1.273 

2009 554 
2008 539 



Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Plastics 

Getragen von der vor allem im Automobilsektor unerwartet 
krftigen wirtschaftlichen Belebung, von teilweise bestehenden 
Angebotsengpssen und von deutlichen Preiserhhungen, 
stieg das Ergebnis der Betriebsttigkeit stark an. 

Projekte zur Effizienzsteigerung haben wir weltweit fortgefhrt. 
Hierzu gehrten vor allem die Restrukturierung der 
Polyamid-6-Aktivitten in Deutschland sowie die Schlieung 
unwirtschaftlicher Produktionsanlagen in Pakistan und Brasilien. 
Darber hinaus wurden Manahmen zur Erhhung der 
Transparenz und Effizienz komplexer Geschftsprozesse eingeleitet 
und Vertriebsstrukturen optimiert. 

Fr 2011 streben wir an, vor allem bei technischen Kunststoffen 
und Spezialitten strker als unsere wichtigsten Mrkte 
zu wachsen. Trotz der besseren Produktverfgbarkeit am 
Markt wollen wir den Umsatz leicht steigern. Das Ergebnis 
wird voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. 

Performance Polymers  Umsatz nach Regionen 

(nach Sitz der Kunden) 
4 
1 
2 
Europa 
Nordamerika 
49 % 
20 % 
3 
3 Asien, Pazifischer Raum 26 % 1 
4 
Sdamerika, Afrika, 
Naher Osten 5 % 

24.389 
Mio.  
Polyurethanes 

Mit 5.441 Millionen  bertraf der Umsatz mit Dritten das Vorjahresniveau 
um 1.318 Millionen  (Mengen 24%, Preise 1%, 
Whrungen 7%). In allen Regionen und allen Produktlinien 
steigerten wir den Umsatz im Jahr 2010 stark. Grnde 
hierfr waren neben greren Verkaufsmengen auch positive 
Whrungseffekte. 

Die Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen wie der 
Automobil- und der Bauindustrie erholte sich schneller als 
erwartet, besonders in Asien und Europa. Dank des krftigen 

Performance Polymers 

 Umsatz mengenbedingt stark gewachsen 
 Ergebnis unter anderem auf Grund teilweise 
bestehender Angebotsengpsse und deutlicher 
Preiserhhungen weit ber Vorjahreswert 
 Projekte zur Effizienzsteigerung weltweit erfolgreich 
fortgefhrt 
 Prognose 2011: Leichter Umsatzanstieg; Ergebnis 
auf Vorjahresniveau 
Aufschwungs in China nahm die Nachfrage nach Polyurethanen 
vor allem in Asien gegenber dem Vorjahr deutlich zu. 

Unsere Verkaufspreise erhhten wir 2010 dagegen 
nur geringfgig. Erst gegen Mitte des Jahres konnten wir auf 
Grund von Angebotsengpssen die Preise von MDI sukzessiv 
steigern. 

Infolge der zu Beginn des Jahres stark erhhten Rohstoff-
preise konnten unsere Margen  insbesondere bei MDI und TDI 

 das Vorjahresniveau nicht erreichen. Trotzdem lag das 
Ergebnis der Betriebsttigkeit mengenbedingt weit ber dem 
Wert von 2009. Vor allem in unserem Geschft mit Spezialitten 
entwickelte sich das Ergebnis positiv, was auf die hohe Nachfrage 
aus der Automobilbranche zurckzufhren ist. 
Als fhrender Anbieter von Polyurethan-Lsungen bauen 
wir unser weltweites Netzwerk von Systemhusern kontinuierlich 
aus. In unseren nun 38 Systemhusern bieten wir eine 
schnelle lokale Betreuung bei der Entwicklung individueller 
Lsungen bis hin zu technischem Service fr unsere Kunden in 
zahlreichen bedeutenden Industrien an. Unsere Niederlassung 
im polnischen S rem hat im Oktober 2010 den Betrieb aufgenommen. 
Ein weiteres Systemhaus wird 2011 in Dubai erffnet. 
Zudem planen wir den Bau zweier Polyurethan-Systemhuser 
in Chongqing/Westchina und Tianjin/Nordchina. 

Fr 2011 erwarten wir ein unverndertes Marktumfeld. 
Wir gehen davon aus, bei Umsatz und Ergebnis die Werte des 
Vorjahres leicht bertreffen zu knnen. 

Polyurethanes  Umsatz nach Regionen (nach Sitz der Kunden) 

4 


1 Europa 36 % 
2 Nordamerika 20 % 

3 Asien, Pazifischer Raum 37 % 3 


Sdamerika, Afrika, 
4 Naher Osten 7 % 

5.441 
Mio.  
Polyurethanes 

 Umsatz in allen Regionen und Produktlinien durch 
gestiegene Verkaufsmengen und positive Whrungseffekte 
stark erhht 
 Ergebnis weit ber Vorjahresniveau 
 Kontinuierlicher Ausbau unseres Netzwerkes von 
Systemhusern 
 Prognose 2011: Leichter Umsatz- und 
Ergebnisanstieg 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Performance Products 


Performance Products 

Innovativ, wachstumsstark und konjunkturrobust 

Das Segment Performance Products besteht aus den 
Bereichen Dispersions & Pigments, Care Chemicals, 
Nutrition & Health, Paper Chemicals und Performance 
Chemicals. Unsere Kunden nutzen unsere Produkte und 
Leistungen zum einen, um ihre Produktionsprozesse 
effizienter zu gestalten, und zum anderen, um ihren Produkten 
ein verbessertes Anwendungsprofil und besondere 
Eigenschaften zur Gestaltung, zum Schutz und zur 
Pflege von Oberflchen zu verleihen. Care Chemicals 
und Nutrition & Health bieten leistungsstarke Produkte 
fr Reinigung und Pflege, fr Kosmetik sowie fr eine 
bessere Ernhrung. 

Strategie des Segments 

Bei einem Groteil der Produkte unseres Sortiments handelt 
es sich um Spezialitten. Entscheidende Erfolgsfaktoren sind 
Innovationen, enge Beziehungen zu fhrenden Unternehmen 
unserer Abnehmerbranchen sowie spezielle Anwendungs- und 
Entwicklungskompetenzen. Unsere Produkte schaffen einen zustzlichen 
Nutzen fr unsere Kunden, der ihnen eine Differenzierung 
im Wettbewerb erlaubt. Daher entwickeln wir neue 
Lsungen bevorzugt gemeinsam mit Kunden und streben 
langfristige Partnerschaften an, die fr beide Seiten profitable 
Wachstumschancen erffnen. 

Ein anderes Geschftsmodell verfolgen wir bei Standardprodukten, 
wie zum Beispiel bei Dispersionen zur Beschichtung 
von Papier oder bei Vitaminen. Hier stehen effiziente Produktionsstrukturen 
innerhalb des BASF-Verbunds, Kapazittsmanagement 
sowie Technologie- und Kostenfhrerschaft im 
Vordergrund. Wir untersttzen unsere Kunden als zuverlssiger 
Lieferant mit schlanken Prozessen, konstanter Produktqualitt 
und einem guten Preis-Leistungs-Verhltnis. 

Ein zentrales Element der Wertschpfungsstrategie ist das 
aktive Management unseres Geschfts- und Produktportfolios. 
Durch Akquisitionen und Devestitionen erweitern wir den Anteil 
innovativer, konjunkturrobuster und wachstumsstarker Geschfte. 
Im April 2010 haben wir die strukturelle Integration der 
bernommenen Ciba-Geschfte wie geplant abgeschlossen. 

Bis zum Jahresende 2010 stiegen die Synergien aus den 
kombinierten Geschften bereits auf mehr als 350 Millionen . 
Bis Ende 2012 werden sie auf ber 450 Millionen  jhrlich 
ansteigen. Mit dem Erwerb von Cognis am 9. Dezember 2010 
haben wir das Segment Performance Products weiter gestrkt 
und Produkte hinzugewonnen, die auf nachwachsenden Rohstoffen 
basieren. Unsere Position in einigen Mrkten ist deutlich 
gestrkt, insbesondere bei Personal Care, also Inhaltsstoffen 
fr Krperpflegeprodukte. Hier sind wir jetzt Marktfhrer. 

Im Segment Performance Products streben wir nachhaltiges, 
profitables Wachstum an. Whrend wir einige Geschftsfelder 
aktiv ausbauen, steht in anderen Geschftsfeldern die 
Umsetzung von Restrukturierungs- und Repositionierungsaufgaben 
im Vordergrund. Hierzu definieren und implementieren 
wir neue Strategien und adquate Geschftsmodelle. 

Akquisition von Cognis 

Am 9. Dezember 2010 hat die BASF das Spezialchemieunter-
nehmen Cognis erworben. Der Kaufpreis fr das Eigenkapital 
betrug 704 Millionen . Zum Erwerbszeitpunkt wurden Nettofinanzschulden 
in Hhe von 1.806 Millionen  und Pensionsverpflichtungen 
von 551 Millionen  bernommen. 

Die Cognis-Geschfte sind fast vollstndig in das Segment 
Performance Products einbezogen worden. Um die Integration 
organisatorisch vorzubereiten, wurde die Bereichsstruktur des 
Segments bereits zum 1. August 2010 weiterentwickelt: Der bisherige 
Unternehmensbereich Care Chemicals wurde geteilt. Der 
neue Bereich Nutrition & Health umfasst Produkte und Systemlsungen 
fr den Ernhrungs- und Gesundheitsmarkt sowie 
fr die Duft- und Geschmackstoffindustrie. Er vereinigt die 
Geschfte mit Human und Animal Nutrition, Pharma Ingredients 
& Services und Aroma Chemicals der BASF mit dem ehemaligen 
Cognis-Segment Nutrition & Health. Care Chemicals bndelt 
nun Produkte und Systemlsungen fr Reinigung, Pflege, 
Kosmetik und Hygiene. Hier sind die BASF-Geschfte Personal 
Care, Hygiene, Home Care sowie Formulation Technologies und 
das ehemalige Cognis-Segment Care Chemicals mit den 
Geschften Personal Care und Home Care verschmolzen. 

Strategie 

 Spezialitten: Innovation, enge Beziehungen zu fhrenden 
Kundenunternehmen, Anwendungs- und Entwicklungskompetenzen 
 Standardprodukte: Effiziente Produktionsstrukturen 
im Verbund, Technologie- und Kostenfhrerschaft 
 Deutlich gestrkte Marktposition durch Cognis- 
Akquisition; jetzt auch Marktfhrer bei Personal Care 
Akquisition von Cognis 

 9. Dezember 2010: Erwerb des Spezialchemieunternehmens 
Cognis 
 Kaufpreis fr Eigenkapital: 704 Millionen ; 
Nettofinanzschulden: 1.806 Millionen ; Pensionsverpflichtungen: 
551 Millionen  
 Nahezu vollstndige Einbeziehung der Cognis-Geschfte 
in das Segment Performance Products 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Performance Products 

Den Kunden der Bereiche Performance Chemicals und Dispersions 
& Pigments knnen wir ebenfalls durch die Integration 
von Cognis ein noch attraktiveres Produktportfolio bieten: 
Formulierungsadditive und Harze von Cognis ergnzen die 
Produktpalette des Bereichs Dispersions & Pigments. Bergbauchemikalien 
und synthetische Schmierstoffe von Cognis 
erweitern das Produktportfolio von Performance Chemicals. 

Detaillierte Integrationsplne werden bis Ende Mrz 2011 
entwickelt. Die strukturelle Integration soll Ende 2011 abgeschlossen 
sein. 

Unsere Produkte 

Im Bereich Dispersions & 
Pigments 
bndeln wir vor allem unsere 
Produkte fr die Lack- und Anstrichmittelindustrie. Unser 
Portfolio umfasst Pigmente, Harze, Dispersionen und Zusatzstoffe 
wie Photoinitiatoren, Lichtschutzmittel und Formulierungsadditive. 
Weitere Abnehmerbranchen sind die Klebstoff- sowie 
die Druck- und Verpackungsindustrie. Hier reicht unsere Produktpalette 
von Dispersionen fr Etiketten, Schutzfolien und 
Klebebnder, ber Bunt- und Effektpigmente bis hin zu Harzen 
fr wasserbasierte Drucksysteme. Unsere Dispersionen und 
Additive werden auerdem zur Herstellung von Vliesstoffen, 
Faserbauteilen und Bauchemikalien eingesetzt. 

Das Portfolio von Care Chemicals 
umfasst Produkte fr 
die Bereiche Kosmetik, Wasch- und Reinigungsmittel sowie 
Hygiene. Durch die Akquisition von Cognis sind wir fhrender 
Anbieter von Inhaltsstoffen fr die Kosmetikindustrie geworden. 
Mit unserer breiten Produktauswahl sind wir in allen Anwendungen 
aus dem Bereich Personal Care vertreten, also Sonnenschutz, 
Haut- und Krperpflege, Mundhygiene, Haarpflege und 
dekorative Kosmetik. Unser umfassendes Angebot fr die 
Wasch- und Reinigungsmittelindustrie bildet die Basis fr Formulierungen 
unserer Kunden und wurde ebenfalls durch die 
Cognis-Akquisition gestrkt. Zu unserem Produktportfolio gehren 
vor allem Tenside, Polymere, Emollients, Komplexbildner, 
UV-Filter sowie weitere Spezialitten, die auch in technischen 
Anwendungen zum Einsatz kommen. Abgerundet wird unser 
Angebot durch Superabsorber. Hier bieten wir unseren Kunden 

mageschneiderte Produktentwicklungen an, passend zu den 
spezifischen Anforderungen des jeweiligen Anwendungsgebiets 
im Bereich Hygiene. 

Human- und Tierernhrung, Pharma sowie Aromachemikalien 
sind die Kernarbeitsgebiete von Nutrition & 
Health. 
Zu den wichtigsten Tierernhrungsprodukten gehren Vitamine, 
Carotinoide und Enzyme. In der Humanernhrung spielen 
neben Vitaminen, Carotinoiden und Omega-3-Fettsuren verstrkt 
Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe eine Rolle, 
wie zum Beispiel Sterine und konjungierte Linolsuren. Auch 
Lebensmittelzusatzstoffe wie Emulgatoren und Enzyme gewinnen 
zunehmend an Bedeutung. Durch die Akquisition von Cognis 
haben wir unsere Marktposition in diesen Gebieten deutlich 
gestrkt. Fr die Pharmaindustrie stellen wir Wirkstoffe wie 
Koffein und Ibuprofen, aber auch Hilfsstoffe und kundenspezifische 
Syntheseprodukte her. Darber hinaus produzieren wir 
Aromachemikalien fr die Aroma- und Duftstoffindustrie. 

Paper Chemicals 
liefert Produkte fr die Papierindustrie. 
Unser Portfolio besteht aus Bindern, funktionalen Chemikalien, 
Prozesschemikalien sowie Kaolinmineralien. Durch den Einsatz 
unserer Produkte wird die Effizienz im Prozess der Papierherstellung 
gesteigert  so knnen unsere Kunden Kosten senken. 
Darber hinaus verleihen unsere Produkte dem Papier bestimmte 
individuelle Eigenschaften und verbessern die sthetik 
und Leistungscharakteristik bei Druckpapier und Karton. 

Performance Chemicals 
ist innovativer Partner fr verschiedene 
industrielle Abnehmerbranchen und bietet spezifische 
Systemlsungen. Das Arbeitsgebiet Kunststoffadditive 
umfasst ein Produktportfolio aus Antioxidantien, Pigmenten und 
Lichtschutzmitteln. In den Arbeitsgebieten Bergbau- und lfeldchemikalien 
sowie Chemikalien zur Wasserbehandlung wollen 
wir durch Innovationen und gezielte Marktentwicklung weiterwachsen. 
Fr die Automobil- und Raffinerieindustrie entwickeln, 
produzieren und vermarkten wir Bremsflssigkeiten, Khlerschutzmittel, 
Kraft- und Schmierstoffadditive sowie Prozess- 
und Raffineriechemikalien. Ein weiteres Arbeitsgebiet sind 
Chemikalien zur Herstellung und Veredlung von Leder und 
Textilien. 

Teilung des Bereichs Care Chemicals Produkte 
 Aufteilung des bisherigen Unternehmensbereichs  Dispersions & Pigments: Produkte fr Lack- und Anstrichmittel 
Care Chemicals in zwei Unternehmensbereiche:  Care Chemicals: Inhaltsstoffe fr Kosmetik, Krperpflege, 
Care Chemicals und Nutrition & Health Wasch- und Reinigungsmittel sowie Hygiene 
 Nutrition & Health umfasst Produkte und Systemlsungen  Nutrition & Health: Produkte fr Human- und Tierernhrung, 
fr Ernhrungs- und Gesundheitsmarkt sowie fr Pharma sowie Aromachemikalien 
Duft- und Geschmackstoffindustrie  Paper Chemicals: Produkte fr die Papierindustrie 
 Care Chemicals bndelt Produkte und Systemlsungen  Performance Chemicals: Systemlsungen fr industrielle 
fr Reinigung, Pflege, Kosmetik und Hygiene Anwendungen 


BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Performance Products 


Forschung und Entwicklung 

Produktinnovationen sind entscheidend fr den Erfolg von 
Performance Products. Dabei orientieren wir uns an den 
Bedrfnissen unserer Kunden und an Markttrends. So besteht 
eine der jngsten Ergnzungen unseres Portfolios, Cetiol C5, 
zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen. Das von der 
Cognis entwickelte Emollient bietet ein angenehmes Hautgefhl 
und ist ideal fr Gesichts-, Krper-, Sonnen- und Haarpflegeprodukte 
sowie fr die dekorative Kosmetik. 

Wie unsere Innovationen das tgliche Leben erleichtern, 
zeigt auch ein neu entwickeltes Kunststoffadditiv zur Hitzeeindmmung. 
Heie Innenrume machen im Sommer nicht nur 
den Autofahrern zu schaffen, sie bringen auch die Klimaanlagen 
auf volle Touren  und sorgen so fr einen gesteigerten Energieverbrauch. 
Mit Lumogen IR kann dieser knftig eingedmmt 
werden: Lumogen ist eine Technologie fr transparente Kunststoffanwendungen, 
die Infraroteinstrahlung absorbiert und 
dadurch die Hitzeentwicklung im Auto vermindert. 

Soluplus 
hilft unseren Kunden aus der Pharmaindustrie 
bei der Entwicklung und Herstellung innovativer Arzneimittel, 
deren Wirkstoffe bisher nicht zu formulieren waren. Als Polymermatrix 
bildet Soluplus zusammen mit schlecht lslichen Wirkstoffen 
eine sogenannte feste Lsung, die zum Beispiel zu 
Tabletten verarbeitet werden kann. Auf diese Weise knnen 
Wirkstoffe im Krper besser verfgbar gemacht werden. 

Marketing und Kundenbeziehungen 

Unser Kundenportfolio besteht sowohl aus groen als auch mittelstndischen 
globalen und regionalen Kunden aus fast allen 
Bereichen der Konsum- und Investitionsgterindustrie. Diese 
betreuen wir direkt und individuell  zu vielen unterhalten wir 
langjhrige Geschftsbeziehungen. Neben innovativen Produkten 
ist Anwendungsservice hufig Teil unseres Leistungspakets. 
Entwicklungslabore in den Regionen ermglichen eine rasche 
Anpassung unserer Produkte an lokale Bedrfnisse. Wir verfolgen 
eine wertbasierte Preisstrategie, die sich am Gesamtnutzen 
unserer Lsungen fr den Kunden orientiert. 

Superabsorber fr Windeln 

der neuen Generation mit geringem Zellstoffanteil 

Wert fr die BASF Wert fr die Umwelt 

etwa bis zu 

30% 14% 


Mengenwachstum im reduzierter Energiever-

Jahr 2010 bei Superabsor-brauch ber den gesamten 

bern fr Premiumwindeln Lebensweg der Windeln 

der neuen Generation hinweg 

Wert fr die BASF Weltweit besteht seit einigen 

Jahren ein klarer Trend zu immer dnner werdenden 

Premiumwindeln fr Babys. Wir haben diesen Trend 

mitgestaltet, indem wir in enger Abstimmung mit unseren 

Kunden mageschneiderte Superabsorber zur Herstel


lung dieser Windeln entwickelt haben. Dadurch ist es 

uns gelungen, den Absatz unserer Superabsorber fr 

Premiumwindeln im Jahr 2010 um etwa 30 % zu steigern. 

Wert fr die Umwelt Der Energieverbrauch ber 

den gesamten Lebensweg einer neuen Premiumwindel 

hinweg verringert sich je nach Gre um bis zu 14% 

gegenber dem Vorgngermodell. Das liegt vor allem da


ran, dass energieintensive Einsatzkomponenten reduziert 

werden. Auerdem tragen unsere Produkte dazu bei, die 

Windelherstellungsprozesse zu vereinfachen  und somit 

noch mehr Energie zu sparen. 

Fr die Betreuung kleinerer Kunden und fr bestimmte Produkte 
und Anwendungen arbeiten wir mit spezialisierten Vertriebspartnern 
zusammen. Wir beliefern auch interne Abnehmer, wie zum 
Beispiel die Unternehmensbereiche Coatings und Construction 
Chemicals, die wichtige Einsatzstoffe von den Bereichen des 
Segments Performance Products beziehen. 

Forschung und Entwicklung 

 Produktinnovationen: Orientierung an Kundenbedrfnissen 
und Markttrends 
 Cetiol C5: Neues Emollient, das zu 100% aus 
nachwachsenden Rohstoffen besteht 
 Lumogen IR: Technologie fr transparente Kunststoffanwendungen, 
die Infraroteinstrahlung absorbiert 
 Soluplus: Hilft bei der Entwicklung und Herstellung 
innovativer Arzneimittel 
Marketing und Kundenbeziehungen 

 Breites Kundenportfolio: Groe sowie mittelstndische 
globale und regionale Kunden aus fast allen Bereichen 
der Konsum- und Investitionsgterindustrie 
 Kundennahe Entwicklungslabore in allen Regionen 
fr rasche Problemlsungen 
 Spezialisierte Vertriebspartner fr die Betreuung kleinerer 
Kunden sowie fr bestimmte Produkte und Anwendungen 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Performance Products 

Investitionen in Sachanlagen 

Zustzliche Jahres- 
Jahreskapazitt kapazitt 
durch Erweiterung insgesamt 
Standort Projekt (Tonnen) (Tonnen) Inbetrieb nahme 
Antwerpen/Belgien Ausbau Superabsorber 25.000 2011/2012 
Bahrain Neubau Kunststoffadditive k.A. 2012 
Freeport/USA Ausbau Superabsorber 35.000 2011/2012 
Huizhou/China Neubau Dispersionen (XSB und Acrylat) 100.000 2012 
Ludwigshafen/Deutschland Neubau Komplexbildner k.A. 2010 
Ausbau Methansulfonsure 20.000 30.000 2012 
Ausbau Polyisobuten 25.000 40.000 2010 
Neubau L-Menthol k.A. k.A. 2012 
Nanjing/China Neubau kationische Polyacrylamide 20.000 2012 
Neubau quaternisierte kationische Monomere (DMA3/DMA3Q) 40.000 2012 
Neubau nichtionische Tenside 60.000 2011 
Neubau Superabsorber noch offen noch offen 
Investitionen der ehemaligen Cognis 
Jinshan/China Alkylpolyglucosid-Tenside (APG-Tenside) k.A. k.A. 2010 
Kuala Lumpur/Malaysia Anwendungslabor fr Lebensmittelzustze 2010 

Produktionskapazitten wichtiger Produkte 

Standorte 

Asien, Sdamerika, Jahreskapazitt 
Produkt Europa Nordamerika Pazifischer Raum Afrika, Naher Osten (Tonnen) 

Anionische Tenside X X X X 550.000 
Citral X 40.000 
HDI (Hexamethylendiisocyanat) X 10.000 
Komplexbildner X X X 120.000 
Methansulfonsure X 10.000 
Nichtionische Tenside X X X 570.000 
Organische Pigmente X X X X k.A. 
Polyisobuten X X 165.000 
Superabsorber X X X 410.000 

Umsatz Performance Products Anteile am Umsatz 

(Millionen ) 


312.288Mio.  
1

5

1 Dispersions & Pigments 26 % 


2010 

12.288 
9.356 
8.125 

2 Care Chemicals 22 % 

2009 

3 Nutrition & Health 12 % 

2008 

4 Paper Chemicals 14 % 

4 


5 Performance Chemicals 26 % 

2 




BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Performance Products 


Segmentdaten Performance Products (Millionen ) 
2010 2009 Vernderung % 
Umsatz mit Dritten 12.288 9.356 31,3 
davon Dispersions & Pigments 3.197 2.445 30,8 
Care Chemicals 2.755 2.067 33,3 
Nutrition & Health 1.482 1.338 10,8 
Paper Chemicals 1.713 1.326 29,2 
Performance Chemicals 3.141 2.180 44,1 
Transfers zwischen den Segmenten 438 319 37,3 
Umsatz inklusive Transfers 12.726 9.675 31,5 
Ergebnis der Betriebsttigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) 2.162 926 133,5 
EBITDA-Marge (%) 17,6 9,9  
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) vor Sondereinflssen 1.554 698 122,6 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) 1.345 150 . 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) nach Kapitalkosten 441 930 . 
Vermgen 13.409 9.242 45,1 
Forschungskosten 289 285 1,4 
Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermgen 3.000 3.753 20,1 

Der Umsatz mit Dritten stieg um 2.932 Millionen  auf 

12.288 Millionen  (Mengen 12%, Preise 4%, Portfoliomanahmen 
11%, Whrungen 4%). Zu dieser positiven 
Geschftsentwicklung haben neben der starken Nachfrage 
auch die ganzjhrige Einbeziehung der eingegliederten 
Ciba-Geschfte sowie die am 9. Dezember 
2010 erfolgte bernahme von Cognis beigetragen. Das 
Ergebnis der Betriebsttigkeit erhhte sich um 1.495 Millionen 
 auf 1.345 Millionen   trotz einmaliger Kostenbelastungen 
zum Jahresende. Grnde hierfr waren 
sowohl unsere erfolgreichen Manahmen zur Integration 
von Ciba sowie zur Restrukturierung der kombinierten 
Geschfte als auch der deutliche Mengenanstieg. 
Fr 2011 erwarten wir eine stabile Nachfrage und  
gesttzt durch die Cognis-Akquisition  ein krftiges 
Umsatzwachstum. Wir streben an, das Ergebnis stark 
zu steigern. 

Umsatzeinflsse Performance Products 

Mengen 12 % 
Preise 4 % 
Portfoliomanahmen 11 % 
Whrungen 4 % 

Umsatz 31 % 

Dispersions & Pigments 

2010 erzielten wir mit 3.197 Millionen  einen im Vergleich zum 
Vorjahr um 752 Millionen  hheren Umsatz mit Dritten 
(Mengen 13%, Preise 4%, Portfoliomanahmen 8%, Whrungen 
6%). Grnde fr den stark gestiegenen Umsatz waren der 
allgemeine konjunkturelle Aufschwung sowie das Wiederauffllen 
der Lger in der gesamten Wertschpfungskette. Auch 
die ganzjhrige Einbeziehung der eingegliederten Ciba-
Geschfte sttzte das Umsatzwachstum. 

Infolge der weltweiten Wirtschaftserholung stieg die Nachfrage 
in allen Arbeitsgebieten erheblich an. Durch eine teilweise 
eingeschrnkte Rohstoffverfgbarkeit und die hohe Auslastung 
unserer Anlagen konnten wir die zustzliche Nachfrage nicht 
immer voll befriedigen. In unserem Geschft mit Dispersionen 
nahmen die Mengen in allen Regionen deutlich zu. Auch bei 
Pigmenten konnten wir Absatz und Umsatz krftig erhhen. 
Der Umsatz mit Harzen bertraf den Vorjahreswert; nur das 

Ergebnis der Betriebsttigkeit Performance Products 

(Millionen ) 

2010 1.345 
2009 150 
2008 768 



Geschft mit Produkten fr die Druckindustrie stagnierte. Bei und in den neu gegrndeten Unternehmensbereich Nutrition & 
Additiven resultierte der gestiegene Umsatz unter anderem aus Health eingebracht. Der Bereich Care Chemicals umfasst nun 
dem erfolgreichen Geschft mit Spezialitten fr die Herstellung die Geschfte mit Personal Care, Hygiene, Home Care und 
von LCD-Displays, welche in Asien stark nachgefragt wurden. Formulation Technologies. Die Teilung des Bereichs erfolgte zur 
Bei Dispersionen, Pigmenten und Harzen konnten die Mar-Vorbereitung der Integration der Cognis-Aktivitten. 
gen trotz zunehmender Rohstoffkosten gehalten und vereinzelt Mit 2.755 Millionen  erreichte Care Chemicals einen 
sogar verbessert werden. Im Additiv-Geschft gingen die Mar-Umsatz mit Dritten auf sehr hohem Niveau; er lag um 688 Milgen 
leicht zurck. Die Fixkosten lagen insbesondere durch lionen  ber dem Wert des Vorjahres (Mengen 14 %, Preise 
strukturelle Effekte aus der Ciba-Integration ber dem Niveau 5 %, Portfoliomanahmen 11 %, Whrungen 3 %). Auf Grund der 
von 2009. Das Ergebnis der Betriebsttigkeit bertraf den Vorstark 
gestiegenen Nachfrage konnten wir das Absatzvolumen 
jahreswert dank der starken Geschftsentwicklung weit. betrchtlich erhhen. In einigen Produktlinien berstieg die 
Fr 2011 erwarten wir insgesamt eine geringfgig steigende Nachfrage unsere Liefermglichkeiten, da wichtige Rohstoffe 
Nachfrage. Unsere Hauptabnehmerindustrien Automobil, Bau nicht in ausreichender Menge zur Verfgung standen bezieund 
Verpackung werden auch im kommenden Jahr wachsen. hungsweise unsere Kapazitten bereits ausgeschpft waren. 
Wir rechnen deshalb damit, dass sich unser Umsatz im Vor-Durch die positive Mengenentwicklung konnten wir den Umsatz 
jahresvergleich leicht erhht. Mit zunehmender Rohstoffverfgin 
allen Arbeitsgebieten und in allen Regionen stark verbessern. 
barkeit wird sich allerdings der Margendruck verstrken. Durch Das deutlichste Umsatzwachstum verzeichneten die Arbeitsunsere 
fortgefhrte Kostendisziplin und die Realisierung weitegebiete 
Home Care und Formulation Technologies. 
rer Synergien aus der Integration von Ciba wird das Ergebnis Wegen der groen Nachfrage und der gestiegenen Rohvoraussichtlich 
krftig steigen. In den nchsten Jahren werden stoffkosten konnten wir unsere Verkaufspreise anheben. Der 
wir die Restrukturierung unseres Pigmentgeschfts fortsetzen strkere US-Dollar und die ganzjhrige Einbeziehung der ein-
und unsere Produktionskapazitten in Asien ausbauen. gegliederten Ciba-Geschfte sttzten die Umsatzentwicklung. 
In diesem gnstigen Marktumfeld haben wir das Ergebnis 
Dispersions & Pigments  Umsatz nach Regionen der Betriebsttigkeit stark gesteigert und ein hohes Niveau 
(nach Sitz der Kunden) 
4 
erreicht. Hauptgrnde waren die positive Umsatzentwicklung, 
die verbesserte Anlagenauslastung und die schnelle und erfolg1 
Europa 43 % reiche Integration der Ciba-Aktivitten. Die Sonderbelastungen 
2 Nordamerika 25 % 1 
3 
gingen insgesamt zurck; sie ergaben sich aus der Ciba- 
3 Asien, Pazifischer Raum 25 % 
Sdamerika, Afrika, 
Integration sowie durch den Verbrauch der bei der Cognis- 
bernahme zu Marktwerten angesetzten Vorrte. 
4 Naher Osten 7 % Diese erfolgreiche Entwicklung wollen wir 2011 fortsetzen. 
2 
In Nanjing/China werden wir unsere erste Tensid-Fabrik in Asien 
in Betrieb nehmen. Wir rechnen mit einem leichten Absatz-
Care Chemicals 
anstieg und mit einem durch die Cognis-Akquisition gesttzten 
starken Umsatzwachstum. Obwohl sich Sonderbelastungen aus 
Anfang August 2010 wurden die Arbeitsgebiete Nutrition Ingreder 
Cognis-Integration ergeben, erwarten wir, dass sich das 
dients, Pharma Ingredients & Services sowie Aroma Chemicals Ergebnis bei stabilen Margen signifikant erhht. 
aus dem Unternehmensbereich Care Chemicals herausgelst 
Dispersions & Pigments Care Chemicals 
 Umsatz vor allem infolge des konjunkturellen  Umsatz absatzbedingt in allen Arbeitsgebieten und 
Aufschwungs und des Lageraufbaus stark erhht Regionen stark gewachsen 
 Margen bei Dispersionen, Pigmenten und Harzen  Ergebnis in gnstigem Marktumfeld weit ber 
trotz zunehmender Rohstoffkosten gehalten, Vorjahresniveau 
vereinzelt sogar verbessert  Sonderbelastungen insgesamt zurckgegangen 
 Ergebnis weit ber Vorjahresniveau  Prognose 2011: Durch die Cognis-Akquisition 
 Prognose 2011: Leichtes Umsatzwachstum; krftiger gesttzter starker Umsatzanstieg; signifikante 
Ergebnisanstieg trotz zunehmenden Margendrucks Ergebnisverbesserung 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Performance Products 

3.197 
Mio.  

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Performance Products 


Care Chemicals  Umsatz nach Regionen (nach Sitz der Kunden) 

4 
1 Europa 47 % 

2 Nordamerika 27 % 3 


3 Asien, Pazifischer Raum 13 % 

Sdamerika, Afrika, 
4 Naher Osten 13 % 

2 


2.755 
Mio.  
Nutrition & Health 

Der Unternehmensbereich Nutrition & Health wurde Anfang August 
2010 gegrndet, um die Integration der Cognis-Aktivitten 
vorzubereiten. Er umfasst die vormals dem Bereich Care Chemicals 
zugeordneten Geschfte mit Human und Animal Nutrition, 
Pharma Ingredients & Services sowie Aroma Chemicals. 

Mit 1.482 Millionen  erzielte Nutrition & Health einen um 
144 Millionen  hheren Umsatz mit Dritten als im Vorjahr 
(Mengen 8%, Preise 2%, Portfoliomanahmen 1%, Whrungen 
4%). Auf Grund der allgemeinen Belebung der Nachfrage 
konnten wir den Absatz krftig steigern. Die positive Mengenentwicklung 
hat dazu gefhrt, dass sich der Umsatz in allen 
Arbeitsgebieten und in allen Regionen signifikant verbesserte. 
Das deutlichste Wachstum verzeichnete das Arbeitsgebiet 
Aroma Chemicals. Der strkere US-Dollar hat die Umsatzentwicklung 
untersttzt und das niedrigere Preisniveau mehr 
als ausgeglichen. 

In einem gegenber dem Vorjahr verbesserten Marktumfeld 
konnten wir das Ergebnis der Betriebsttigkeit krftig 
erhhen. Hauptgrnde hierfr waren die robuste Nachfrage, die 
gestiegene Anlagenauslastung und  trotz des intensiven Wettbewerbs 
bei Vitaminen  solide Margen. Alle Arbeitsgebiete 
haben zum Ergebniswachstum beigetragen. Sonderbelastungen 
ergaben sich durch den Verbrauch der bei der Cognis-
bernahme zu Marktwerten angesetzten Vorrte. 

Wir rechnen damit, dass sich die positive Geschftsentwicklung 
2011 fortsetzt. Den Absatz beabsichtigen wir 
zu steigern. Wir erwarten ein durch die Cognis-Akquisition 

Nutrition & Health 

 Umsatz in allen Arbeitsgebieten und Regionen infolge 
der starken Nachfrage signifikant verbessert 
 Ergebnis gegenber Vorjahr krftig gestiegen 
 Solide Margen trotz des intensiven Wettbewerbs 
bei Vitaminen 
 Prognose 2011: Durch die Cognis-Akquisition gesttzter 
krftiger Umsatzanstieg; Ergebnis auf dem hohen Niveau 
des Jahres 2010 
gesttztes krftiges Umsatzwachstum. Der Ausbau des Arbeitsgebiets 
Ernhrung und die Integration von Cognis werden im 
Jahr 2011 zustzliche Belastungen mit sich bringen. Dennoch 
streben wir an, das Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau 
zu halten. 

1 


Nutrition & Health  Umsatz nach Regionen (nach Sitz der Kunden) 

4 


1 Europa 49 % 

2 Nordamerika 20 % 3 


3 Asien, Pazifischer Raum 21 % 

Sdamerika, Afrika, 
4 Naher Osten 10 % 


21.482 
Mio.  
Paper Chemicals 

2010 erzielten wir einen Umsatz mit Dritten in Hhe von 1.713 Millionen 
  eine Steigerung von 387 Millionen  im Vergleich zum 
Vorjahr (Mengen 5%, Preise 8%, Portfoliomanahmen 11%, 
Whrungen 5%). Die Nachfrage nahm in allen regionalen 
Geschftseinheiten sprbar zu. 

In Europa und Nordamerika profitierten wir von dem allgemeinen 
wirtschaftlichen Aufschwung. Der Umsatz verbesserte 
sich mengen- und preisbedingt. In Asien konnten wir den 
Absatz unserer Produkte insbesondere in den Wachstumsmrkten 
China, Indien und Indonesien deutlich steigern. Auch 
in Sdamerika nahm die Nachfrage nach unseren Produkten 
zu. Zustzlich trugen hier positive Whrungseffekte zum 
Umsatzwachstum bei. 

Bei Kaolinmineralien fhrte die gute Marktsituation vor 
allem bei den industriellen Anwendungen zu einem Anstieg von 
Absatz und Umsatz. 

Durch Restrukturierungsmanahmen, etwa die Anpassung 
der europischen Produktionsstrukturen fr Papierdispersionen 
an die Marktbedingungen oder den Ausstieg aus dem Strke-
Geschft, konnten wir unsere Fixkosten deutlich senken. 
Unser striktes Kostenmanagement frderte diese Entwicklung 

Paper Chemicals 

 Umsatz krftig gewachsen; Nachfrage in allen 
regionalen Geschftseinheiten gestiegen 
 Fixkosten durch Restrukturierungsmanahmen 
und striktes Kostenmanagement deutlich gesenkt 
 Ergebnis weit ber Vorjahreswert und positiv 
 Prognose 2011: Umsatz des fortgefhrten Geschfts 
ber Vorjahresniveau; starke Steigerung des 
Ergebnisses 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Performance Products 

zustzlich. Das Ergebnis der Betriebsttigkeit bertraf den 
Vorjahreswert weit und war positiv. Gegenber 2009 war die 
Ergebnisbelastung durch Sondereinflsse geringer. 

Trotz der gnstigen Geschftsentwicklung im Jahr 2010 
befindet sich die Papierindustrie vor allem in den Regionen 
Europa und Nordamerika weiterhin in einem schwierigen wirtschaftlichen 
Umfeld. Neben den bereits lange bestehenden 
berkapazitten belasten genderte Konsumgewohnheiten der 
Endkunden das Papiergeschft. Die strukturellen Probleme 
entlang der gesamten Wertschpfungskette werden dadurch 
grer. Wir gehen davon aus, dass die Papierproduktion in den 
Regionen Europa und Nordamerika nicht wieder an das Vorkrisenniveau 
anknpfen wird. Wachstumsaussichten bestehen 
dagegen vor allem im asiatischen Markt. Deshalb planen wir 
den Bau von zwei Anlagen in China, die im Jahr 2012 in Betrieb 
genommen werden sollen. Wir erwarten, dass sich der Umsatz 
unseres fortgefhrten Geschfts 2011 erhht. Wegen der 
Realisierung von Synergien aus der Ciba-Integration und 
wegen der laufenden Restrukturierungsmanahmen rechnen 
wir damit, im Jahr 2011 das Ergebnis stark zu steigern. 

Paper Chemicals  Umsatz nach Regionen (nach Sitz der Kunden) 

1.713Mio.  
4 


1 Europa 46 % 

2 Nordamerika 21 % 3 


1 


3 Asien, Pazifischer Raum 26 % 

Sdamerika, Afrika, 
4 Naher Osten 7 % 

2 


Performance Chemicals 

Der Umsatz mit Dritten stieg 2010 um 961 Millionen  auf 

3.141 Millionen  und bertraf damit den Wert des Vorjahres 
weit (Mengen 16%, Preise 2%, Portfoliomanahmen 21%, 
Whrungen 5%). Nach dem schwierigen Jahr 2009 hat sich die 
Nachfrage nach unseren Produkten in allen unseren Kundenbranchen 
erfreulich entwickelt. Infolge der Rohstoffknappheit 
Performance Chemicals 

 Umsatz 2010 auf Grund gestiegener Nachfrage stark 
verbessert; ganzjhrige Einbeziehung der Ciba- 
Geschfte sttzt Umsatzwachstum zustzlich 
 Ergebnis trotz einmaliger Aufwendungen fr Wertberichtigungen 
auf Forderungen im Rahmen langfristiger 
Liefervertrge weit ber Vorjahresniveau 
und gut ausgelasteter Anlagen konnten wir die hohe Nachfrage 
nicht immer voll befriedigen. Im Geschft mit Automobil- 
und Raffineriechemikalien lag der Umsatz absatz- und preisbedingt 
weit ber dem Niveau des Vorjahres. Die ganzjhrige 
Einbeziehung der eingegliederten Ciba-Geschfte strkte den 
Umsatz zustzlich: In unseren Geschften mit Kunststoff-
additiven, Schmierstoffadditiven, Wasserbehandlungschemikalien 
sowie lfeldchemikalien haben wir den Absatz krftig 
gesteigert. Dank unseres konsequenten Preismanagements 
konnten hhere Rohstoffkosten in vielen Arbeitsgebieten an den 
Markt weitergegeben werden. 

Das Ergebnis der Betriebsttigkeit lag mengenbedingt 
weit ber dem Vorjahreswert. Whrend die durch die Ciba- 
Akquisition hinzugekommenen Geschftsfelder die Ergebnisentwicklung 
positiv beeinflussten, schwchten einmalige Aufwendungen 
fr Wertberichtigungen auf Forderungen im Rahmen 
langfristiger Liefervertrge das Ergebnis ab. 

Wir rechnen im Jahr 2011 mit einem leichten Umsatzwachstum. 
Unser striktes Preis- und Kostenmanagement 
werden wir gezielt fortfhren. Durch Innovationen und Investitionen 
wachsen wir weiterhin profitabel  wie beispielsweise 
durch unsere neue Produktionsanlage fr Polyisobuten in 
Ludwigshafen. Vor dem Hintergrund der Realisierung weiterer 
Synergien aus der Ciba-Integration und bereits eingeleiteter 
Manahmen zur Effizienzsteigerung erwarten wir eine starke 
Ergebnisverbesserung. 

Performance Chemicals  Umsatz nach Regionen 

(nach Sitz der Kunden) 

4 


1 Europa 41 % 

2 Nordamerika 21 % 

3 Asien, Pazifischer Raum 27 % 3 


Sdamerika, Afrika, 
4 Naher Osten 11 % 

3.141 
Mio.  
2 


 Prognose 2011: Leichtes Umsatzwachstum; starke 
Ergebnisverbesserung durch Realisierung weiterer 
Synergien aus der Ciba-Integration sowie durch bereits 
eingeleitete Manahmen zur Effizienzsteigerung 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Functional Solutions 


Functional Solutions 

Kundenspezifische Produkte und Systemlsungen 

Im Segment Functional Solutions bndeln wir die Unternehmensbereiche 
Catalysts, Construction Chemicals 
und Coatings. Sie entwickeln innovative kundenspezifische 
Produkte und Systemlsungen, insbesondere fr 
die Automobil-, Chemie- und Bauindustrie. 

Strategie des Segments 

Unser Portfolio besteht aus innovativen Produkten und Technologien, 
die unseren Kunden eine Differenzierung gegenber ihren 
Wettbewerbern erlauben. Der Erfolg des Segments basiert 
vor allem auf Spezialitten und Systemlsungen, die wir in Zusammenarbeit 
mit unseren Kunden entwickeln. Einen Schwerpunkt 
der Strategie bildet die kontinuierliche Optimierung 
unseres Produktportfolios und unserer Strukturen vor dem 
Hintergrund regional unterschiedlicher Marktanforderungen und 
Trends in den Abnehmerbranchen. Wir streben an, unsere fhrende 
Marktposition in Europa zu strken, die Stellung im nordamerikanischen 
Markt profitabel auszubauen sowie unsere 
Aktivitten in den Wachstumsregionen Asien, Sdamerika, Osteuropa 
und Naher Osten gezielt zu erweitern. 

Unsere Produkte 

Der Bereich Catalysts 
ist der weltweit fhrende Hersteller von 
Fahrzeug- und Prozesskatalysatoren zum Schutz der Luft, zur 
verbesserten Produktion von Kraftstoffen und zur effizienten 
Herstellung einer Vielzahl von Chemikalien und Kunststoffen. 
Wir produzieren beispielsweise Katalysatoren, die Schadstoffe 
im Abgasstrang von Nutzfahrzeugen und Pkws in unschdliche 
Verbindungen umwandeln. Mit Hilfe dieser Systeme konnten 
seit 1974 mehr als eine Milliarde Tonnen Emissionen vermieden 
werden. Auerdem stellen wir Prozesskatalysatoren her, die die 
Rohstoff- und Energieeffizienz in Chemieanlagen und Raffinerien 
erhhen. Darber hinaus bieten wir Dienstleistungen auf 
dem Gebiet der Edel- und Nichtedelmetalle an. 

Construction Chemicals 
ist global fhrend in der Entwicklung 
von Betonzusatzmitteln wie Verflssigern, Verzgerern oder 
auch Hrtern. Mit diesen lsst sich Beton einfach und effizient 
verarbeiten. Darber hinaus erhhen sie die Stabilitt und 
Lebensdauer von Betonstrukturen. Wir produzieren und ver-

Lacke fr Windrotoren 

Verbesserte Erosionsbestndigkeit 

Wert fr die BASF Wert fr den Kunden 

jhrlich bis zu 

20% 5 


weltweiter Absatz anstieg besserer Schutz vor extre


bei Decklacken in den men Umweltbedingungen 

nchsten drei Jahren verglichen mit herkmm


erwartet lichen Lack systemen 

Wert fr die BASF Mit Speziallacken fr Windrotoren 

sind wir in allen wichtigen Mrkten vertreten  in Sd


amerika sind wir Marktfhrer. Wir streben weltweit in den 

nchsten drei Jahren einen Absatzanstieg von je 20 % an. 

Wert fr den Kunden Der neu entwickelte High


Solid-Lack ist hoch bestndig gegen Regenerosion: Er 

schtzt im Vergleich zu herkmmlichen Systemen bis zu 

fnf Mal besser gegen extreme Umweltbedingungen. 

treiben zudem Ausbauprodukte fr Wohnungen sowie ffentliche 
oder gewerbliche Bauten. Unter dem Markennamen 
Ucrete bieten wir zum Beispiel uerst belastbare Industriebden 
an. Unser Portfolio an Ausbauprodukten umfasst auerdem 
Sportbden, Fliesenkleber, Abdicht- und Dmmsysteme 
sowie Lsungen fr die Instandsetzung von Beton. Wichtige 
Bauchemie-Marken sind Masterbuilders und PCI. 

Der Bereich Coatings 
ist einer der weltweit grten Anbieter 
von innovativen und umweltfreundlichen Lackierlsungen fr 
Automobile und industrielle Anwendungen. Mit unseren Marken 
Glasurit und R-M fr das Autoreparaturgeschft sind wir weltweit 
im Premiumsegment erfolgreich. In Brasilien sind wir der 
fhrende Hersteller von Bautenanstrichmitteln  mit einer herausragenden 
Stellung unserer Marke Suvinil. Mit Norbin haben 
wir eine neue Bautenanstrichmittel-Marke erfolgreich in China 
eingefhrt. 


Strategie 

 Fokus auf innovative Produkte und Technologien mit 
Differenzierungspotenzial fr unsere Kunden 
 Entwicklung von Spezialitten und Systemlsungen in 
enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden 
 Kontinuierliche Optimierung des Produktportfolios vor 
dem Hintergrund regionaler Marktanforderungen und 
Trends in den Abnehmerbranchen 
Produkte 

 Catalysts: Fahrzeug- und Prozesskatalysatoren 
 Construction Chemicals: Betonzusatzmittel und 
Ausbauprodukte fr den Baubereich 
 Coatings: Lackierlsungen fr Automobile und 
industrielle Anwendungen sowie Bautenanstrichmittel 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Functional Solutions 

Investitionen in Sachanlagen 

Standort Projekt Inbetriebnahme 
Diverse Standorte/Asien Ausbau Bauchemikalien 2010 
Gebze/Trkei Neubau Bauchemikalien 2010 
Mangalore/Indien Neubau regionaler Laboraktivitten, Ausbau Bauchemikalien 2011 
Nienburg/Deutschland Ausbau Nutzfahrzeugkatalysatoren 2010 
Schanghai/China Ausbau Nutzfahrzeugkatalysatoren 2010 
Sinzheim/Deutschland Neubau Bauchemikalien 2010 
Tultitln/Mexiko Neubau regionaler Laboraktivitten 2012 
Windsor/Kanada Ausbau/Konzentration Automobillackproduktion 2010 

Forschung und Entwicklung 

Bei Catalysts verfgen wir ber eine branchenweit einzigartige 
Forschungs- und Entwicklungsplattform. Durch Prozess- und 
Produktinnovationen bauen wir unsere technologische Fhrungsposition 
kontinuierlich aus. Unser Fokus liegt darauf, die 
Leistung unserer Katalysatoren stetig zu erhhen, um Ressourcen 
zu schonen und strenger werdende Abgasnormen zu 
erfllen. Zu unseren Innovationen zhlt unter anderem die 
hochmoderne Zeolith-SCR(Selective Catalytic Reduction)- 
Technologie, mit der ber 90% der schdlichen Stickoxidemissionen 
aus dem Abgasstrom von Dieselmotoren entfernt 
werden knnen. 

Construction Chemicals richtet seine Forschungsaktivitten 
an lokalen Kundenbedrfnissen und Trends in der Bauindustrie 
aus. Nachhaltigkeit, Kosten- und Ressourceneffizienz stehen im 
Fokus der Bereichsforschung. Ein Beispiel hierfr ist unser 
erfolgreich in den Markt eingefhrter Hrtungsbeschleuniger 
X-Seed, der die Energieeffizienz der Betonverarbeitung verbessert 
und zugleich die Verarbeitungskosten senkt. Weitere 
Schwerpunktthemen sind organische Bindemittel fr Anwendungen 
in den Bereichen Fubden und Abdichtungen, neue 
Formulierungen fr Trockenmrtel-Systemlsungen sowie 
Mineralogie und Nanotechnologie. 

Bei Coatings entwickeln wir in enger Partnerschaft mit unseren 
Kunden aus der Automobilindustrie neue Lsungen fr 
integrierte Prozesse, koeffiziente Beschichtungen, kratzfeste 

Umsatz Functional Solutions 

(Millionen ) 

2010 9.703 

2009 7.115 
2008 9.388 


Klarlacke sowie wirksamere Korrosionsschutztechnologien. Ein 
weiteres Forschungsgebiet umfasst verbesserte Beschichtungsprodukte, 
die in zunehmend wichtigen Anwendungsfeldern, 
zum Beispiel bei Windkraftanlagen, eingesetzt werden. 
Zu unseren Innovationen gehren auch Lacke fr die Beschichtung 
von Stahl- oder Aluminiumbndern, die unter anderem im 
Baubereich verwendet werden. Durch den Einsatz von Pigmenten 
mit wrmereflektierender Wirkung sorgen diese Lacke zum 
Beispiel fr khlere Dcher. 


Marketing und Kundenbeziehungen 

Unser Kundenportfolio reicht von Grokunden, ber mittelstndische 
regionale Kunden bis hin zu Handwerksbetrieben und 
Autowerksttten. Unsere Geschftsmodelle und Vertriebswege 
sind auf die jeweiligen Kundengruppen und Marktsegmente 
ausgerichtet. Grokunden betreuen wir individuell und bieten 
ihnen spezifische Entwicklungsarbeiten und technische Services. 
Entwicklungslabore in den Regionen ermglichen eine 
rasche Anpassung unserer Produkte an lokale Bedrfnisse. 

Die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden zeigt sich 
unter anderem beim Bau des neuen Gotthard-Basistunnels in 
der Schweiz: Als Partner fr Bauchemie-Lsungen trgt die 
BASF mit Betonzusatzmitteln, Brandschutzmrtel sowie durch 
technische Untersttzung vor Ort zum Bau des lngsten Eisenbahntunnels 
der Welt bei. 

Anteile am Umsatz 

1 Catalysts 52 % 
2 Construction Chemicals 22 % 

23
9.703 
Mio.  
1 



3 Coatings 26 % 



BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Functional Solutions 


Segmentdaten Functional Solutions (Millionen ) 
2010 2009 Vernderung % 
Umsatz mit Dritten 9.703 7.115 36,4 
davon Catalysts 5.005 2.961 69,0 
Construction Chemicals 2.121 1.991 6,5 
Coatings 2.577 2.163 19,1 
Transfers zwischen den Segmenten 159 147 8,2 
Umsatz inklusive Transfers 9.862 7.262 35,8 
Ergebnis der Betriebsttigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) 861 511 68,5 
EBITDA-Marge (%) 8,9 7,2  
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) vor Sondereinflssen 467 209 123,4 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) 457 107 327,1 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) nach Kapitalkosten 356 644 44,7 
Vermgen 9.364 8.265 13,3 
Forschungskosten 179 163 9,8 
Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermgen 208 174 19,5 

Der Umsatz mit Dritten erhhte sich um 2.588 Millionen  
auf 9.703 Millionen  und bertraf den Wert des Vorjahres 
stark (Mengen 17%, Preise 10%, Portfoliomanahmen 
1%, Whrungen 8%). Trotz einmaliger Kosten 
am Jahresende lag das Ergebnis der Betriebsttigkeit 
mit 457 Millionen  weit ber dem schwachen Vorjahresniveau. 
Hauptgrnde fr diese Entwicklung waren die 
krftige Erholung der globalen Automobilproduktion 
sowie unsere Manahmen zur Effizienzsteigerung. 

Fr 2011 rechnen wir mit einer steigenden Nachfrage 
aus unseren Hauptabnehmerbranchen, der Bau- und 
Automobilindustrie. Wir streben an, den Umsatz signifikant 
zu erhhen und das Ergebnis krftig zu verbessern. 


Catalysts 

Unser Geschft profitierte 2010 von der schnellen und deutlichen 
Erholung der Automobilindustrie. Der Umsatz mit Dritten 
erhhte sich um 2.044 Millionen  auf 5.005 Millionen  

Umsatzeinflsse Functional Solutions 

Mengen 

Preise 

Portfoliomanahmen 

Whrungen 

Umsatz 

17 % 
10 % 
1 % 
8 % 
36 % 
(Mengen 31%, Preise 27%, Portfoliomanahmen 2%, Whrungen 
9%). Grund fr diesen starken Anstieg waren zum einen die 
im Jahresdurchschnitt hheren Edelmetallpreise. Zum anderen 
trug das Geschft mit Fahrzeugkatalysatoren mengenbedingt 
erheblich zum Umsatzwachstum bei. Bei Prozesskatalysatoren 
bertrafen wir das Umsatzniveau des Vorjahres. 

Whrend die positive Entwicklung bei Fahrzeugkatalysatoren 
in Nordamerika auf die insgesamt gestiegene Nachfrage 
nach Pkws zurckzufhren ist, resultierte sie in Europa vor 
allem aus der krftigen Belebung des Marktes fr Premiumfahrzeuge. 
In beiden Regionen nahm auerdem die Nachfrage 
nach Dieselmotoren fr Nutzfahrzeuge deutlich zu. 

Der Aufschwung der Automobilindustrie wirkte sich auch 
auf die Geschftsentwicklung unserer Einheit Precious and 
Base Metal Services positiv aus: Infolge hherer Edelmetall-
preise und gestiegener Mengen verdoppelte sich der Umsatz 
und lag bei 2.482 Millionen  (2009: 1.229 Millionen ). 

In diesem verbesserten Marktumfeld konnten wir das 
Ergebnis der Betriebsttigkeit stark steigern. 

Ergebnis der Betriebsttigkeit Functional Solutions 

(Millionen ) 

2010 457 

2009 107 
2008 151 



Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Functional Solutions 

Wir erwarten, dass der Umsatz im Jahr 2011 signifikant wchst. 
Urschlich hierfr werden neben hheren Edelmetallpreisen 
auch steigende Mengen sein, vor allem bei Fahrzeug- und Chemiekatalysatoren. 
Wir rechnen damit, dass sich der Absatz bei 
Fahrzeugkatalysatoren infolge der zunehmenden Nachfrage 
sowie neu in Kraft tretender Emissionsverordnungen erhht. 
Das Ergebnis wird 2011 auf Grund des strkeren Umsatzes und 
unserer fortgesetzten Manahmen zur Kostensenkung voraussichtlich 
weit ber dem Niveau des Vorjahres liegen. 

Catalysts  Umsatz nach Regionen (nach Sitz der Kunden) 

4 
1 
2 
Europa 
Nordamerika 
39 % 
32 % 3 
1 
3 Asien, Pazifischer Raum 18 % 
4 
Sdamerika, Afrika, 
Naher Osten 11 % 

5.005 
Mio.  
2


Construction Chemicals 

Bei gesunkenen Rohstoffkosten stieg der Umsatz mit Dritten 
mengen- und whrungsbedingt um 130 Millionen  auf 2.121 Millionen 
 (Mengen 3%, Preise 2%, Whrungen 6%). Dank starker 
Nachfrage konnten wir unseren Umsatz in China und Indien 
sowie in Russland, gypten und Saudi-Arabien krftig steigern. 
Nach dem deutlichen Umsatzrckgang im Jahr 2009 stabilisierte 
sich unser Geschft in Nordamerika und Nordeuropa 
wieder. In den wichtigen europischen Mrkten Deutschland 
und Frankreich zeigte sich unser Geschft robust, dagegen sank 
der Umsatz in Spanien weiter. 

Das Ergebnis der Betriebsttigkeit lag weit ber dem 
Niveau des Vorjahres. Vor allem unsere fortgesetzten Manahmen 
zur Strkung der Wettbewerbsfhigkeit wirkten sich 
positiv auf die Ergebnisentwicklung aus: Wir haben in allen 

Catalysts 

 Umsatz dank hherer Edelmetallpreise und steigender 
Mengen weit ber Vorjahreswert 
 Ergebnis in gnstigem Marktumfeld stark verbessert 
 Prognose 2011: Signifikantes Umsatzwachstum infolge 
hherer Edelmetallpreise und zunehmender Mengen; 
Ergebnis weit ber dem Niveau des Vorjahres 
Regionen unsere Geschftsmodelle und Organisationen der 
Marktentwicklung angepasst, die Komplexitt unseres Leistungsangebots 
reduziert und die Effizienz unserer Prozesse 
in der gesamten Lieferkette erhht. Aus diesen Manahmen 
ergaben sich Sondereinflsse, die unser Ergebnis jedoch in 
geringerem Umfang belasteten als im Vorjahr. 

Fr 2011 erwarten wir folgende Entwicklungen in den fr 
uns wichtigen Mrkten: In Nordamerika, Europa und Japan 
wird die Baubranche leicht wachsen. Dagegen nimmt die 
Bauttigkeit in China weiterhin stark zu. Diesen Trend werden 
wir mit Investitionen begleiten. Insgesamt rechnen wir auch im 
Nahen Osten, in Indien und in Sdamerika mit einem krftigen 
Wachstum. Fr 2011 streben wir bei Construction Chemicals 
eine leichte Steigerung des Umsatzes und eine starke Ergebnisverbesserung 
an. 

Construction Chemicals  Umsatz nach Regionen 

(nach Sitz der Kunden) 

4 
1 Europa 45 % 

2 Nordamerika 23 % 

3 


3 Asien, Pazifischer Raum 20 % 

Sdamerika, Afrika, 
4 Naher Osten 12 % 

2.121 
Mio.  
2 


Construction Chemicals 

 Umsatz mengen- und whrungsbedingt leicht gestiegen 
 Ergebnis weit ber Vorjahresniveau 
 Manahmen zur Strkung der Wettbewerbsfhigkeit 
erfolgreich umgesetzt 
 Prognose 2011: Leichter Umsatzanstieg und 
starke Ergebnisverbesserung 

4
BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Functional Solutions 


Coatings 

2010 lag der Umsatz mit Dritten mit 2.577 Millionen  um 
414 Millionen  ber dem Vorjahresniveau(Mengen 12%, Preise 
0%, Whrungen 7%). Von der gesamtwirtschaftlichenErholung 
der Nachfrage profitierten alle Produktbereiche weltweit. Das 
verbesserte Marktumfeld der globalen Automobilindustrie und 
der gesteigerte Konsum in Sdamerika trugen mageblich zum 
signifikanten Wachstum des Umsatzes bei. Vor diesem Hintergrund 
konnte der leichte Umsatzrckgang, der aus Devestitionen 
bei Industrielacken in Japan und Nordamerika resultierte, 
mehr als kompensiert werden. 

Unser Geschft mit Fahrzeuglacken verlief dank der schnellen 
Erholung der Automobilindustrie in Asien, speziell in China, 
sehr erfolgreich. Auch bei Autoreparaturlacken nahm der Umsatz 
zu; das Geschftsumfeld blieb allerdings wettbewerbsintensiv. 
Die Nachfrage nach Lacken fr Transport-und Landmaschinen 
erholte sich erst im zweiten Halbjahr 2010 langsam. 
In Europa profitierten wir von einer starken Nachfrage nach Coil 
Coatings aus der osteuropischen Stahlindustrie. Der Absatz 
von Beschichtungen fr Windenergieanlagen stabilisierte sich 
auf hohem Niveau. Im Produktbereich Bautenanstrichmittel lag 
der Umsatz insbesondere in Sdamerika ber dem Vorjahres-
wert. Hier stieg nicht nur die allgemeine Konsumentennachfrage 
an, sondern wir gewannen durch Produktinnovationen zustzlich 
Marktanteile hinzu. 

Das Ergebnis der Betriebsttigkeit bertraf den Wert des 
Jahres 2009 weit. Obwohl wir unsere Geschftsttigkeit ausgeweitet 
haben, konnten wir den Fixkostenanstieg durch 
Restrukturierungsprojekte begrenzen und die stark gestiegenen 
Rohstoffkosten kompensieren. 

Nach Sonderbelastungen im Jahr 2009 verzeichneten wir 
2010 leicht positive Sonderertrge. Sie ergaben sich aus dem 
Verkauf unserer Produktionssttte in Burago/Italien. Diese 
Devestition diente der Bereinigung des Produktportfolios. 
Darber hinaus haben wir interne Prozesse optimiert. 

Coatings 

 Umsatz 2010 vor allem durch gnstiges Marktumfeld der 
globalen Automobilindustrie sowie durch gesteigerten 
Konsum in Sdamerika signifikant verbessert 
 Ergebnis weit ber dem Niveau des Vorjahres 
 Verkauf unserer Produktionssttte in Burago/Italien 
Fr 2011 rechnen wir mit einer weiter steigenden Nachfrage 
aus der globalen Automobilindustrie und einer Zunahme des 
Privatkonsums. Die Schwellenlnder werden hierbei die 
treibende Kraft sein. Wir erwarten deshalb, dass der Umsatz 
leicht ber dem Wert des Jahres 2010 liegen wird. Auch das 
Ergebnis der Betriebsttigkeit wollen wir trotz der voraussichtlich 
hheren Rohstoffkosten leicht verbessern. Unsere Prsenz 
in den Wachstumsmrkten Asien und Osteuropa  speziell in 
China, Indien und Russland  werden wir strken und gemeinsam 
mit unseren Kunden weiter ausbauen. 

Coatings  Umsatz nach Regionen (nach Sitz der Kunden) 

1 Europa 41 % 
2 Nordamerika 14 % 
3 Asien, Pazifischer Raum 17 % 

Sdamerika, Afrika, 
4 Naher Osten 28 % 

3 


2.577 
Mio.  
2 


 Prognose 2011: Leichter Umsatzanstieg; 
leichte Ergebnisverbesserung trotz hherer 
Rohstoffkosten 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Agricultural Solutions 

Agricultural Solutions 

Innovationen fr die Gesundheit von Nutzpflanzen 

Das Segment Agricultural Solutions besteht aus dem 
Unternehmensbereich Crop Protection, der innovative 
Wirkstoffe und Formulierungen zur Verbesserung der Gesundheit 
und des Ertrags von Kulturpflanzen entwickelt, 
herstellt und weltweit vermarktet. BASF Plant Science 
forscht auf dem Gebiet der Pflanzenbiotechnologie. 

Crop Protection  Strategie 

Wir wachsen durch Innovation. Im Fokus steht die kontinuierliche 
Entwicklung neuer Produkte und Systemlsungen, um 
vorausschauend die Bedrfnisse unserer Kunden bedienen 
zu knnen. Wir konzentrieren uns auf Mrkte fr hochwertige 
Anwendungen und optimieren stetig unser Portfolio, wobei die 
Gesundheit von Nutzpflanzen im Mittelpunkt steht. 

Innovationen sind entscheidend fr unseren Erfolg. Deshalb 
investieren wir kontinuierlich in unsere Wirkstoffpipeline und 
entwickeln verbesserte Formulierungen. Zu erfolgreichem 
Wachstum gehrt auch, das Potenzial neuer Geschftsmodelle 
zu nutzen sowie neue Marktsegmente zu erschlieen, gegebenenfalls 
durch Einlizenzierungen oder Akquisitionen. 

Pflanzenschutz-Pipeline 

Produkt Marktsegmente 
F 500 (F), Boscalid (F) 
Feldfrchte, Sonder-
Metrafenone (F), Dimoxystrobin (F) kulturen, Schdlings-
Tritosulfuron (H), Chlorfenapyr (I) 
bekmpfung 
Orysastrobin (F), F 500 Saatgutbeize (F) 
Topramezone (H), Saflufenacil (Kixor) (H) 
Feldfrchte, Sonderkulturen, 
Saatgutbeize 
Metaflumizone (I) 
Initium (F) 
Xemium (F) 
HT Projekt Cultivance 1 Feldfrchte, Sonderkulturen, 
Saatgutbeize 
HT Projekt Dicamba 

Phase 1 (Entwicklung 
2011  2016) 

Unsere Produkte 

Mit unseren Produkten und Dienstleistungen sind wir ein 
verlsslicher Partner fr Landwirte. Unsere Produkte tragen 
zur Verbesserung der Gesundheit und des Ertrags von Kulturpflanzen 
bei. Auch fr nichtlandwirtschaftliche Anwendungen 
bieten wir Lsungen an: Zum Beispiel unser Produkt Termidor 
zum Schutz von Gebuden vor Termitenbefall oder unsere 
Interceptor Moskitonetze zur Bekmpfung von Malaria. Mit 
einem Portfolio aus Fungiziden, Insektiziden, Herbiziden und 
Saatgutbeizen gehren wir zu den fhrenden Anbietern in 
der Branche. 

Wir erschlieen neue Mrkte: Ein Ziel unseres Marktsegments 
Plant Health ist es, die Pflanzengesundheit zu verbessern 
und so die Ertrge zu steigern. Dank unserer Produkte 
der Dachmarke AgCelence sind Pflanzen unter anderem 
weniger anfllig fr Belastungen wie Hitze oder Trockenheit. 
Landwirte erzielen durch die grere Ertragssicherheit und 
Ernteverbesserungen hhere Gewinne. 

Besonders vielversprechend ist unser neues Herbizid 
Kixor, das gegen breitblttrige und schwer zu kontrollierende 

Phase 2 (In der Markt - Phase 3 (Im Markt 
einfhrung 2006  2010) eingefhrt 2002 2005) 

1 Insektizid 

Spitzenumsatzpotenzial 700 Millionen  1.700 Millionen  

Abkrzungen: F = Fungizid, H = Herbizid, I = Insektizid, HT = Herbizid-Toleranz 
1 Herbizid-Toleranz-Projekt Cultivance wird auch in der BASF-Biotech-Pipeline berichtet. 

Umsatz Agricultural Solutions 

(Millionen ) 

2010 4.033 

2009 3.646 
2008 3.409 


Strategie und Produkte 

 Spitzenplatz durch innovatives Portfolio fr die 
Gesundheit von Nutzpflanzen 
 Unsere Produkte: Fungizide, Insektizide, Herbizide, 
Saatgutbeizen, Pflanzengesundheitsprodukte und 
Anwendungen in nichtlandwirtschaftlichen Bereichen 
 Erfolgreiche Einfhrung unseres neuen Herbizids Kixor 
in Nordamerika und einigen Lndern Lateinamerikas 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Agricultural Solutions 


Unkruter eingesetzt wird. Vor allem gegen viele der immer 
hufiger auftretenden Unkruter, die eine Resistenz gegenber 
dem Herbizid Glyphosat aufweisen, ist es wirksam. Kixor ist 
2010 erfolgreich in Nordamerika und einigen Lndern Lateinamerikas 
in den Markt eingefhrt worden. Mit Kixor wurden im 
Jahr der Markteinfhrung ber 4 Millionen Hektar Flche behandelt 
 mehr als bei allen anderen US-Neueinfhrungen von 
Herbiziden in den vergangenen zehn Jahren. Die Einfhrung der 
Kixor-Produktfamilie werden wir 2011 weiter vorantreiben. Wir 
erwarten, dass Kixor ein Spitzenumsatzpotenzial von mehr als 
200 Millionen  erreicht. 

Auch bei unserem SeedSolutions-Geschft stehen neben 
der Bekmpfung von Krankheiten und Schadinsekten Ertrags- 
und Qualittsvorteile im Fokus. Die Behandlung von Saatgut ist 
ein Geschftsfeld mit Wachstumspotenzial: Weltweit spielen 
gentechnisch vernderte Kulturpflanzen eine zunehmend wichtige 
Rolle. Dadurch steigt der Wert des Saatguts und somit das 
Bedrfnis des Landwirts, es wirksam vor Krankheiten und 
Schdlingen zu schtzen. Im Geschftsfeld SeedSolutions 
bertragen wir die Strken unserer Pflanzengesundheitsprodukte 
auf unsere Saatgutbeizen. Mit Erfolg  unser 2010 in 
den brasilianischen Markt eingefhrtes Produkt Standak Top 
wurde stark nachgefragt. Standak Top verbindet den Schutz 
von Sojasaatgut vor Insekten und Krankheiten mit verbesserter 
Pflanzengesundheit. 

Forschung und Entwicklung 

2010 haben wir unsere Ausgaben fr Forschung und Entwicklung 
auf 393 Millionen  erhht; gemessen am Umsatz sind dies 
etwa 10%. Wir investieren gezielt, um neuartige Wirkstoffe frhzeitig 
zu identifizieren und Ergebnisse aus Forschungs- und 
Entwicklungsprojekten beschleunigt zur Marktreife zu bringen. 
Unsere Pipeline weist derzeit ein Spitzenumsatzpotenzial von 

2.400 Millionen  auf. Davon entfallen 700 Millionen  auf 
Produkte, die sich in der Entwicklungsphase befinden, und 
1.700 Millionen  auf die seit 2002 in den Markt eingefhrten 
Wirkstoffe. Mit diesen haben wir 2010 etwa 70% ihres erwarteten 
Umsatzpotenzials erreicht. 
Ergebnis der Betriebsttigkeit Agricultural Solutions 

(Millionen ) 

2010 749 
2009 769 
2008 705 

Blockbuster Herbizid Kixor 

Wichtiger Baustein im Herbizidportfolio der BASF 

Wert fr die BASF Wert fr die Kunden 
>200Mio.  35 
Spitzenumsatzpotenzial, schnellere Wirkung gegen 
also maximal erwarteter Unkruter als herkmm-
Jahresumsatz liche Herbizide 

Wert fr die BASF Wir haben Kixor 2010 sehr erfolg


reich in den Markt eingefhrt: Die Nachfrage nach unserem 

Herbizid ist gro. Wir streben an, ein Spitzenumsatzpoten


zial von ber 200 Millionen  mit Kixor zu erzielen. 

Wert fr die Kunden Kixor wirkt gegen mehr als 

achtzig verschiedene breitblttrige Unkruter; auch gegen 

solche, die resistent gegen das Herbizid Glyphosat sind. 

Im Vergleich zu herkmmlichen Herbiziden wirkt es bis zu 

fnf Mal schneller  unsere Kunden knnen so Unkruter 

effizient kontrollieren und erzielen bessere Ertrge. 

In der Entwicklung arbeiten wir an drei neuen Wirkstoffen und 
zwei Herbizid-Toleranz-Projekten. Initium, ein neues Fungizid 
aus unserer innovativen Produktpipeline, ergnzt unser Portfolio 
fr das dynamisch wachsende Geschft mit Sonderkulturen 
ideal. In Feldversuchen ist es bereits erfolgreich getestet worden. 
Die Markteinfhrung ist fr 2011 geplant. Xemium ist ein 
besonders leistungsfhiges und breit einsetzbares Fungizid fr 
Feld- und Sonderkulturen. Durch seine spezielle Moleklstruktur 
ist Xemium sehr wirksam und ermglicht hhere Ertrge bei 
gleichzeitig verbesserter Qualitt. Die globale Markteinfhrung 
soll 2012 erfolgen. 

Marketing und Kundenbeziehungen 

Wesentliche Erfolgsfaktoren fr die gute Zusammenarbeit mit 
unseren Kunden sind innovative, hochwertige Produkte und 
Dienstleistungen sowie eine starke Kompetenz vor Ort. In Asien, 

Forschung und Entwicklung 

 2010: Aufwendungen in Hhe von 393 Millionen  fr 
Forschung und Entwicklung; 10% gemessen am Umsatz 
 Pipeline mit Spitzenumsatzpotenzial von 2.400 Millionen  
 Neues Fungizid Initium fr Sonderkulturen erfolgreich 
getestet; Markteinfhrung fr 2011 geplant 
 Globale Markteinfhrung des breit einsetzbaren 
Fungizids Xemium fr 2012 geplant 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Agricultural Solutions 

insbesondere in China und Indien, sehen wir groes Wachstums-
potenzial: Mit unserem breiten Know-how in Bezug auf landwirtschaftliche 
Praktiken und technologische Lsungen wollen wir 
auch hier Landwirte untersttzen. 

Investitionen 

Im Jahr 2010 haben wir 145 Millionen  investiert. Ein Groteil 
dieser Investitionssumme steht in direktem Zusammenhang mit 
der Kapazittserweiterung fr unser Fungizid F 500. Darber 
hinaus bauen wir neue Produktionskapazitten fr unser 
Fungizid Xemium auf. Um die anhaltend hohe Nachfrage nach 
unseren innovativen Pflanzenschutzmitteln auch in Zukunft 
vollstndig bedienen zu knnen, werden wir weiter in unsere 
Produktionskapazitten investieren. Dafr planen wir in den 
nchsten Jahren ein Investitionsvolumen von durchschnittlich 
100 bis 150 Millionen  im Jahr ein. 

BASF Plant Science 
Pflanzenbiotechnologie bei BASF 

An acht Standorten in Europa und Nordamerika entwickeln die 
etwa 700 Mitarbeiter der BASF Plant Science Pflanzen mit 
klaren Vorteilen fr Landwirte, Verbraucher und Umwelt. Die 
Pflanzenbiotechnologie erlaubt uns, Nutzpflanzen durch gezielte 
bertragung von Genen gewnschte Eigenschaften zu verleihen. 
Im Vergleich zu konventionellen Zchtungsmethoden steht 
dafr ein viel greres Repertoire an genetischen Eigenschaften 
aus unterschiedlichen Organismen zur Verfgung. Die Forschungsaufwendungen 
fr die BASF Plant Science belaufen 
sich jhrlich auf circa 150 Millionen . 

Im Jahr 2010 haben wir die Zulassung fr das erste Produkt 
aus unserer Pipeline in Europa erhalten: Amflora. Amflora 
ist eine Kartoffel mit einer optimierten Strkezusammensetzung 
fr den Einsatz in verschiedenen industriellen Anwendungen. 
Auf Amflorafeldern in Schweden haben wir 2010 wenige 
Pflanzen einer anderen genvernderten Kartoffelsorte gefunden. 
Neben der zeitnahen Klrung der Ursache wurden 
Manahmen ergriffen, um solche Vermischungen knftig zu 
verhindern. 


Mehr zum Thema Amflora unter www.amflora.de und auf Seite 102 
BASF Plant Science 

 Pflanzenbiotechnologie-Unternehmen der BASF mit 
weltweit etwa 700 Mitarbeitern 
 Entwicklung von Pflanzen mit klaren Vorteilen fr 
Landwirte, Verbraucher und Umwelt 
 Zulassung der Strkekartoffel Amflora 
Strategie 

Als Partner fhrender Saatgutunternehmen erforschen und entwickeln 
wir Traits, also Eigenschaften wie beispielsweise hherer 
Ertrag, Trockentoleranz oder Krankheitsresistenz. Je nachdem, 
um welches Merkmal und welche Nutzpflanze es sich handelt, 
bieten wir den Saatgutunternehmen die Entwicklung bis zum 
Endprodukt an. Das Saatgut bringen wir gemeinsam mit unseren 
Partnern auf den Markt. Neben Nutzpflanzen, die Landwirten 
hhere und sicherere Ernten liefern, entwickeln wir 
Pflanzen, die eine gesndere Ernhrung erlauben oder als nachwachsende 
Rohstoffe genutzt werden knnen. 

Die Pflanzenbiotechnologie wird besonders in Europa kontrovers 
diskutiert. Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung 
ernst: In engem Dialog mit Landwirten, Politikern und 
Verbrauchern erklren wir den Nutzen der verwendeten Verfahren 
sowie unserer Produkte und bemhen uns um eine verbesserte 
Akzeptanz der Pflanzenbiotechnologie. 

Forschung und Entwicklung 

Die BASF Plant Science kooperiert weltweit mit einer Vielzahl 
von Forschungsinstituten, Universitten und Biotechnologie-
unternehmen. Zusammen mit Monsanto entwickeln wir seit 
2007 ertragreichere und widerstandsfhigere Mais-, Soja-, 
Raps- und Baumwollpflanzen. 2010 haben wir diese Kooperation 
weiter ausgebaut und arbeiten nun auch gemeinsam an der 
Entwicklung ertragreicherer und stresstoleranter Weizenpflanzen. 
Die Markteinfhrung des weltweit ersten Mais, der Trockenheitsphasen 
ohne Ertragseinbuen bersteht, erwarten wir in 
Nordamerika im Jahr 2012. Ende 2010 haben wir eine Kooperation 
mit dem Unternehmen Bayer CropScience gestartet. Ziel 
dieser langfristigen Zusammenarbeit ist die Entwicklung und 
Vermarktung von Hybrid-Reissaatgut mit einem gegenber herkmmlichem 
Saatgut bis zu 10% gesteigerten Ertrag. Das erste 
Produkt aus dem Projekt soll Ende dieses Jahrzehnts auf den 
Markt kommen. Weitere Kooperationspartner sind die KWS 
Saat AG und das brasilianische Forschungszentrum CTC 
(Centro de Tecnologia Canavieira), mit denen wir gemeinsam 
Zuckerrben beziehungsweise Zuckerrohr mit gesteigertem 
Ertrag und hherer Trockentoleranz entwickeln. 

Forschung und Entwicklung 

 Erweiterung unserer Kooperation mit Monsanto: Entwicklung 
ertragreicherer und stresstoleranter Weizenpflanzen 
 Kooperation mit Bayer CropScience: Entwicklung und 
Vermarktung von Hybrid-Reissaatgut 
 Kooperationen mit KWS Saat AG und CTC: Entwicklung 
von Zuckerrben beziehungsweise Zuckerrohr mit 
gesteigertem Ertrag und hherer Trockentoleranz 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Agricultural Solutions 


Segmentdaten Agricultural Solutions 1 (Millionen ) 

Umsatz mit Dritten 
Transfers zwischen den Segmenten 
Umsatz inklusive Transfers 
Ergebnis der Betriebsttigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) 
EBITDA-Marge (%) 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) vor Sondereinflssen 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) 
Ergebnis der Betriebsttigkeit (EBIT) nach Kapitalkosten 
Vermgen 
Forschungskosten 
Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermgen 

2010 

4.033 

25 

4.058 

938 

23,3 

749 

749 

289 

5.063 

393 

145 

2009 Vernderung % 
3.646 10,6 
33 24,2 
3.679 10,3 
973 3,6 
26,7  
776 3,5 
769 2,6 
329 12,2 
4.681 8,2 
355 10,7 
183 20,8 

1 Forschungskosten, Umsatz, Ergebnis und alle weiteren Daten der BASF Plant Science werden nicht im Segment Agricultural Solutions, sondern unter Sonstige 

ausgewiesen. 

Gegenber dem Vorjahr steigerten wir den Umsatz 
mit Dritten um 387 Millionen  auf 4.033 Millionen . 
Trotz erhhter Investitionen in Forschung und Entwicklung 
sowie in Wachstumsmrkte erreichte das 
Ergebnis der Betriebsttigkeit mit 749 Millionen  nahezu 
den starken Wert des Jahres 2009. 

Unsere erfolgreiche Innovationsstrategie fhren 
wir auch 2011 fort. Wir streben ein leichtes Umsatz- und 
Ergebniswachstum an. 

Crop Protection 

Der Bereich Crop Protection hat im Jahr 2010 den Umsatz 
mit Dritten signifikant steigern knnen. Der Umsatz erreichte 

4.033 Millionen  und lag damit um 387 Millionen  ber dem 
Niveau des Vorjahres (Mengen 9%, Preise 3%, Whrungen 
5%). Grund fr das Umsatzwachstum war im Wesentlichen der 
krftig gestiegene Absatz. Darber hinaus profitierten wir 
von positiven Whrungseinflssen. In der ersten Jahreshlfte 
dmpften niedrigere Agrarrohstoffpreise und der Abbau von 
Lagerbestnden im Handel unsere Verkaufspreise; in der 
zweiten Jahreshlfte fhrte der intensive Wettbewerb zu 
Preisrckgngen. 

Der Umsatz mit Kunden in Europa 
lag mit 1.566 Millionen  
leicht ber dem Vorjahresniveau. Nachdem ungnstige Witterungsbedingungen 
zunchst zu einem verspteten Saisonstart 
und damit zu einer geringeren Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln 
gefhrt hatten, verlief die Herbstsaison sehr erfolgreich. 
Die Nachfrage nach Herbiziden fr wichtige Feldkulturen war 
hoch, vor allem in den Wachstumsmrkten Osteuropas. Positive 
Whrungseinflsse untersttzten das Umsatzwachstum. 

In Nordamerika 
stieg der Umsatz leicht auf 999 Millionen 
. Wachstumstreiber waren vor allem die erfolgreiche Markteinfhrung 
unseres Herbizids Kixor sowie der im Jahresdurchschnitt 
2010 strkere US-Dollar. Unser Programm Headline 
Advantage  ein Bonussystem fr unsere Kunden  hat dazu 
gefhrt, dass die Nachfrage deutlich gesteigert und hohe 
Fungizidlagerbestnde im Handel abgebaut werden konnten. 

Umsatzeinflsse Agricultural Solutions 

Mengen 9 % 
Preise 3 % 
Portfoliomanahmen 0 % 
Whrungen 5 % 

Umsatz 11 % 


Umsatzeinflsse 

 Europa: Leichter Umsatzanstieg dank guter Herbstsaison 
 Nordamerika: Umsatz vor allem auf Grund erfolgreicher 
Markteinfhrung unseres Herbizids Kixor sowie infolge 
positiver Whrungseinflsse leicht gewachsen 
 Asien: Umsatz mengen- und whrungsbedingt 
signifikant verbessert 
 Sdamerika: Umsatz infolge des starken Volumenwachstums 
krftig erhht 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 
Die Segmente der BASF/Agricultural Solutions 

In Asien 
verbesserte sich der Umsatz dank gestiegener Absatz-
mengen und positiver Whrungseinflsse signifikant auf 438 Millionen 
. Zustzlich strkte die hohe Nachfrage nach Sojaherbiziden 
und Fungiziden fr Sonderkulturen in Indien den 
Umsatz. Hier profitierten wir von unserem sehr erfolgreich 
laufenden Geschftsmodell Samruddhi, in dessen Rahmen 
Landwirte in der richtigen Anwendung von Pflanzenschutz- 
und Dngemitteln geschult werden. 

In Sdamerika 
stieg der Umsatz infolge des starken 
Volumenwachstums krftig auf 1.030 Millionen . Die Erholung 
des Zuckerrohrmarktes fhrte zu einer steigenden Nachfrage 
nach Insektiziden. Der hohe Bedarf an Sojafungiziden konnte 
durch die Erweiterung unserer F 500 Kapazitten abgedeckt 
werden. Unsere innovative Saatgutbeize Standak Top fr 
Sojabohnen haben wir erfolgreich in den Markt eingefhrt. 
Standak Top bietet gleichzeitig Schutz vor Insekten- und 
Pilzbefall. In der zweiten Jahreshlfte haben wir auf Grund 
des intensiven Wettbewerbs selektive Preissenkungen vorgenommen. 


Mit 749 Millionen  haben wir beim Ergebnis der Betriebsttigkeit 
nahezu das hohe Vorjahresniveau erreicht  trotz 
planmig um rund 100 Millionen  erhhter Investitionen in 
Forschung und Entwicklung sowie in den Ausbau unserer 
Vertriebsmannschaft in Wachstumsregionen. 

Das Vermgen hat sich um 382 Millionen  auf 5.063 Millionen 
 erhht. Dies ist vor allem auf den Anstieg unseres 
Umlaufvermgens zurckzufhren. Sowohl die Vorrte als auch 
der Forderungsbestand sind im Rahmen des krftigen Umsatzwachstums 
ab der zweiten Jahreshlfte angestiegen. Das von 
uns insbesondere in den Wachstumsmrkten Lateinamerikas 
und Osteuropas verfolgte strikte Kredit- und Risikomanagement 
zeigt weiterhin Erfolg. 

Crop Protection 

 Umsatz 2010 auf Grund des krftig gestiegenen Absatzes 
und positiver Whrungseinflsse signifikant gewachsen 
 Ergebnis trotz erhhter Investitionen in Forschung 
und Entwicklung sowie in den Vertrieb nahezu auf 
starkem Vorjahresniveau 
Fr 2011 erwarten wir ein nach wie vor positives Marktumfeld. 
Wir rechnen damit, dass die Preise fr landwirtschaftliche 
Produkte weiterhin ber den historischen Durchschnittswerten 
notieren, aber eine hohe Volatilitt aufweisen. Neben den 
Agrarrohstoffpreisen wird die Entwicklung wichtiger Whrungen 
eine entscheidende Rolle fr unser Geschft spielen. 2011 wollen 
wir vor dem Hintergrund unserer Kapazittserweiterungen 
sowie jngster Produkteinfhrungen im Volumen strker als 
der Markt wachsen. Wir streben daher eine leichte Umsatz- 
und Ergebnisverbesserung an. 

Crop Protection  Umsatz nach Regionen (nach Sitz der Kunden) 

1 Europa 38 % 
2 Nordamerika 25 % 
3 Asien, Pazifischer Raum 11 % 

3

Sdamerika, Afrika, 
4 Naher Osten 26 % 


44.033 
Mio.  
2


Crop Protection  Umsatz nach Indikationen 


4.033Mio.  
3 


1 Fungizide 43 % 
2 Herbizide 35 % 
3 Insektizide und Sonstige 22 % 

2 


 Prognose 2011: Nach wie vor positives Marktumfeld 
bei tendenziell hheren, aber volatilen Preisen fr 
landwirtschaftliche Produkte; leichte Umsatz- und 
Ergebnisverbesserung 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Das Geschftsjahr der BASF-Gruppe 

 Die Segmente der BASF/Oil & Gas 


Oil & Gas 

Suche und Frderung von Erdl und Erdgas; 
Handel, Transport und Speicherung von Erdgas 

Die l-und-Gas-Aktivitten der BASF sind in der 
Wintershall-Gruppe zusammengefasst. Wintershall und 
ihre Tochtergesellschaften sind in den Arbeitsgebieten 
Exploration & Production sowie Natural Gas Trading 
ttig. 

Strategie des Segments 

Bei der Exploration und Produktion von Erdl und Erdgas konzentrieren 
wir uns auf l- und gasreiche Gebiete in Europa, Nordafrika/
Naher Osten, Sdamerika sowie Russland und im Raum 
am Kaspischen Meer. Neben Investitionen in das Aufsuchen, 
Erschlieen und Produzieren von Kohlenwasserstoffen trgt der 
Ausbau unserer technologischen Kompetenzen mageblich 
dazu bei, unseren nachhaltigen Erfolg sicherzustellen. 

Bedingt durch den langfristig wachsenden Erdgasbedarf 
Westeuropas und die gleichzeitig rcklufige Eigenproduktion, 
muss Erdgas in immer grerem Umfang importiert werden. 
Dadurch ergeben sich Chancen fr unsere Arbeitsgebiete, die 
wir im Rahmen der Strategie Gas fr Europa nutzen: Wir 
suchen und frdern Erdgas in und um Europa und schaffen die 
notwendige Infrastruktur, um das Gas zu den Kunden zu transportieren. 
Durch unser Pipelinenetz und strategisch positionierte 
Erdgasspeicher leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit 
in Deutschland und Europa. 

Wir entwickeln unsere technologischen Kompetenzen kontinuierlich 
weiter. Inhaltliche Schwerpunkte liegen hierbei auf der 
Erhhung der Ausbeute produzierender Lagersttten sowie auf 
der Entwicklung von Technologien fr Lagersttten mit schwierigen 
Frderbedingungen. Dabei nutzen wir Synergien mit der 
in der BASF-Gruppe vorhandenen Forschungskompetenz, um 
uns verstrkt als Partner mit besonderer technologischer Kompetenz 
zu positionieren. 

Wir arbeiten in kologisch sensiblen Gebieten. Deshalb prfen 
wir vor Beginn unserer Aktivitten sorgfltig mgliche Auswirkungen 
auf die Umwelt, etwa auf Gewsser und Biodiversitt. 
Zusammen mit Experten, unseren Kontraktoren und relevanten 
Interessengruppen legen wir Manahmen fest, um Einflsse auf 

Mensch und Umwelt zu minimieren. Wir verpflichten uns dabei 
zur Einhaltung internationaler Konventionen, lokaler Gesetzgebung 
und unserer eigenen Standards. 


Exploration & Production 

Europa: 
Das Erdlfeld Mittelplate im Wattenmeer ist der wichtigste 
Bestandteil unserer Erdlfrderung in Deutschland. An 
diesem grten bekannten lvorkommen des Landes sind wir 
gemeinsam mit RWE-DEA zu jeweils 50% beteiligt. Im Jahr 2010 
wurde die Produktionslizenz bis 2041 verlngert. In der sdlichen 
Nordsee ist Wintershall mit einer Jahresproduktion von 
rund 1,3 Milliarden Kubikmetern einer der grten Produzenten 
von Erdgas: Wir betreiben dort 26 Offshore-Frdereinrichtungen, 
von denen 19 ber eines der modernsten Funkberwachungssysteme 
der Welt zentral gesteuert werden. Diese Automatisierung 
ist eine wesentliche Voraussetzung fr die weitere 
wirtschaftliche Frderung kleinerer und mittlerer Vorkommen. 

In unserem Portfolio nehmen unsere Aktivitten in Norwegen 
eine wichtige Stellung ein. Auf Grund der groen l- und 
Gasvorkommen und der guten Anbindungen an die westeuropischen 
Mrkte ist Norwegen neben Russland der bedeutendste 
Lieferant fr Europa. Durch erfolgreiche Explorationsprojekte 
konnten wir 2010 unsere Ressourcenbasis in Norwegen 
weiter ausbauen. 

Russland/Raum am Kaspischen Meer: 
Das westsibirische 
Erdgasfeld Juschno Russkoje, an dessen wirtschaftlichem 
Erfolg wir mit 35% beteiligt sind, frdert seit Mitte 2009 auf 
Plateauniveau. An der Entwicklung eines Teilgebiets der Achimov-
Formation des Urengoy-Feldes sind wir mit 50% beteiligt. 
Hier sind zurzeit eine Gasaufbereitungsanlage sowie sechs Gas- 
und Kondensatbohrungen in Pilotbetrieb. Im Kaspischen Raum 
verfolgen wir Explorationsprojekte in Turkmenistan und Aserbaidschan. 


Nordafrika/Naher Osten: 
In Libyen betreiben wir onshore 
acht lfelder in den Konzessionen 96 und 97. Das anfallende 
Erdlbegleitgas wird in einer Aufbereitungsanlage fr den lokalen 
Bedarf nutzbar gemacht. 

Segment Oil & Gas Exploration & Production 
 Zwei Arbeitsgebiete, Exploration & Production sowie  Norwegen und Russland mit zentraler Stellung fr 
Natural Gas Trading, gebndelt in der Wintershall-Gruppe unser Portfolio; erfolgreiche Explorationsprojekte 
 Erfolg durch Investitionen in Exploration und Produktion  Ganzjhrige Plateaufrderung im Erdgasfeld 
sowie durch den Ausbau von technologischer Kompetenz Juschno Russkoje 
 Mit Gas fr Europa-Strategie leisten wir einen wichtigen  Erste Bohrung im Explorationsblock 4N in 
Beitrag zur Versorgungssicherheit in Europa Katar abgeteuft 
 Durch eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitten 
strken wir unsere Wettbewerbsposition 


Konzernlagebericht BASF Bericht 2010 


Mitarbeiter und Gesellschaft 
Mitarbeiter 

Mitarbeiter 


Das beste Team der Industrie braucht engagierte und 
leistungsorientierte Mitarbeiter. Wir wollen die besten 
Talente gewinnen und halten. Daher investieren wir in 
unsere Attraktivitt als Arbeitgeber, frdern unsere Mitarbeiter 
mit gezielter Personalentwicklung und bieten 
ihnen Untersttzung bei der Vereinbarkeit von Beruf und 
Familie. Wir legen Wert auf Vielfalt in unseren Teams. 

Mitarbeiter weltweit 

Zum Jahresende 2010 beschftigte die BASF inklusive der akquirierten 
Cognis-Gesellschaften 109.140 Mitarbeiter, davon 

2.442 Auszubildende. In unserem Auftrag fhrten rund 23.000 
Mitarbeiter anderer Firmen an unseren Standorten Services und 
technische Dienstleistungen durch. Der Anteil von Mitarbeitern, 
die in den ersten drei Jahren nach ihrer Einstellung das Unternehmen 
auf eigenen Wunsch verlieen, lag weltweit bei durchschnittlich 
1,1%. In Asien betrug die Fluktuationsrate 3,3 %, in 
Europa 0,4%, in Nordamerika 1,0% und in Sdamerika 4,4%. 
Mitarbeiter nach Regionen (Stichtag: 31.12.) 

2010 
Anteil % 
2010 
Anteil % 
2009 
Europa 69.809 64,0 64,5 
davon Deutschland 50.801 46,5 46,4 
davon BASF SE 32.910 30,2 31,4 
Nordamerika 16.487 15,1 15,2 
Asien, Pazifischer Raum 15.965 14,6 14,2 
Sdamerika, Afrika, Naher Osten 6.879 6,3 6,1 
109.140 100,0 100,0 
Personalaufwand und Sozialleistungen 

Fr Gehlter, Sozialabgaben, Beitrge zur Altersversorgung und 
soziale Untersttzung wandte die BASF-Gruppe 2010 8.228 Millionen 
 auf (2009: 7.107 Millionen ). Der Personalaufwand stieg 
um 15,8 %, insbesondere auf Grund hherer Aufwendungen fr 
erfolgsabhngige Entgeltbestandteile und das Long-TermIncentive-
Programm sowie der Ciba-Akquisition. Unsere Verg-

berblick 2010 

 109.140 Mitarbeiter weltweit 
 8.228 Millionen  Personalaufwand 
 Profil als attraktiver Arbeitgeber verbessert 
tung fr Mitarbeiter besteht aus Entgelt mit fixen und variablen 
Anteilen sowie Sozialleistungen, die ber gesetzliche Verpflichtungen 
hinausgehen. Dazu gehren unter anderem betriebliche 
Altersversorgung, zustzliche Krankenversicherung und Aktienprogramme. 


Personalaufwand BASF-Gruppe 2010 (Millionen ) 

Vernde


2010 2009 rung % 
Lhne und Gehlter 6.731 5.942 13,3 
Soziale Abgaben und Aufwendungen 
fr Altersversorgung und Untersttzung 1.497 1.165 28,5 
davon fr Altersversorgung 408 178 129,2 
Personalaufwand 8.228 7.107 15,8 
Wettbewerb um Talente 

Der Wettbewerb um die besten Fach-und Fhrungskrfte verstrkt 
sich weltweit. Dieser Entwicklung begegnen wir mit einem 
verbesserten Profil als globaler Arbeitgeber: Weltweit stellen wir 
unsere Vorteile als internationaler und sozial verantwortlicher Arbeitgeber 
mit vielfltigen Einsatzbereichen heraus. Bereits zum 
fnften Mal in Folge wurde BASF 2010 im Ranking der Wirtschaftszeitung 
Guia Voc S/A  Exame als einer der beliebtesten 
Arbeitgeber in Brasilien ausgezeichnet. In Europa haben wir 
2010 in Deutschland, Spanien, Frankreich und Grobritannien 
einen einheitlichen Rekrutierungsprozess umgesetzt. Zu den 
Zielen gehrt, Bewerber transparent ber Jobchancen in ganz 
Europa zu informieren und Fhrungskrfte dabei zu untersttzen, 
auf dem gesamten europischen Markt Talente zu finden. 
Wir sensibilisieren unsere Fhrungskrfte und Mitarbeiter fr das 
Thema Talentwettbewerb und binden sie in Rekrutierungsveranstaltungen 
ein. Gute Mitarbeiter wollen wir halten und weiterentwickeln: 
In China und Indien bieten wir beispielsweise dreimonatige 
Einfhrungsprogramme an, die neue Mitarbeiter beim 
Einstieg ins Unternehmen untersttzen. Die Vernetzung innerhalb 
der BASF frdern wir unter anderem mit Seminarreihen. 

Mitarbeiterstruktur BASF-Gruppe 2010 

Vorjahreszahlen in Klammern) 

Frauen Mnner 

Beschftigte insgesamt 22,9% (22,5 %) 77,1% (77,5 %) 

Management und Professionals 24,4 % (24,1 %) 75,6% (75,9 %) 

Obere Fhrungskrfte 7,6 % (6,5%) 92,4 % (93,5 %) 


BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Mitarbeiter und Gesellschaft 

 Mitarbeiter 


Altersstruktur BASF-Mitarbeiter (Anteil Beschftigte) 

bis einschl. 25 Jahre 

6,8 % 
zwischen 26 und 39 Jahren 33,4 % 
zwischen 40 und 54 Jahren 48,3 % 
ab 55 Jahre 11,5 % 

Herausforderung demografischer Wandel 

Auf die Auswirkungen des demografischen Wandels bereiten 
wir uns vor. Dabei fokussieren wir uns vor allem auf Europa und 
die USA. Wir haben die Altersstruktur unserer Belegschaften 
und die demografischen Entwicklungen im Umfeld unserer 
Standorte analysiert und so standortspezifische Risiken ermittelt. 
In Italien nutzen wir beispielsweise die Analyseergebnisse, 
um den Wissenstransfer und die Entwicklungsplanung zu verbessern. 
In den USA analysieren wir Modelle, die lteren Mitarbeitern 
einen gleitenden bergang in den Ruhestand ermglichen 
und gleichzeitig die Nachfolger durch Mentoring besser 
integrieren. Um unsere Wettbewerbs- und Innovationsfhigkeit 
zu erhalten, haben wir 2006 das Programm Generations@ 
Work gestartet. Bei der BASF SE haben wir mit den Mitarbeitern 
einheitsspezifische Manahmen zu den Schwerpunktthemen 
Gesundheitsfrderung, Ergonomie und Qualifizierung entwickelt. 
Weltweit intensivieren wir unsere Anstrengungen beim 
Rekrutieren von Talenten, um unseren Personalbedarf langfristig 
zu decken. 

Die BASF SE und alle tarifgebundenen deutschen Gruppengesellschaften 
stellen seit 2010 entsprechend dem Tarifvertrag 
Lebensarbeitszeit und Demografie einen jhrlichen Demografiebetrag 
von 300  pro Tarifmitarbeiter zurck. Die Mittel 
aus dem Demografiefonds werden in nahezu allen Gruppengesellschaften 
zur Finanzierung sogenannter Wertkonten fr Tarifmitarbeiter 
verwendet; die Konten machen einen vorgezogenen 
bergang in den Ruhestand mglich. Seit Oktober 2010 
haben 98% der berechtigten Tarifmitarbeiter der BASF SE und 
93% in den tarifgebundenen Gruppengesellschaften (Datenbasis 
ohne Cognis) ihr individuelles Wertkonto eingerichtet. 

Demografischer Wandel 

 Fokus auf Europa und den USA 
 Einheitsspezifische Manahmen zu Gesundheitsfrderung, 
Ergonomie und Qualifizierung 
 Engagement mit externen Partnern im Unternehmensnetzwerk 
CSR Europe 
Mehr dazu unter basf.com/demografischer_wandel 
Gemeinsam mit Partnern engagieren wir uns im Unternehmensnetzwerk 
zur Nachhaltigkeit CSR Europe und fhren im Rahmen 
der Initiative Enterprise 2020 Dialogveranstaltungen zu 
Chancen und Risiken des demografischen Wandels in verschiedenen 
europischen Lndern durch. 

Wettbewerbsvorteile durch Vielfalt 

Die Vielfalt bei unseren Mitarbeitern hilft uns, weltweit auf unterschiedliche 
Kundenbedrfnisse einzugehen. Ziel unserer globalen 
Initiative Diversity + Inclusion (Vielfalt + Einbeziehung) ist, 
die Kultur der Zusammenarbeit und der Wertschtzung im Unternehmen 
zu strken und die Geschftsverbesserung durch 
Vielfalt zu nutzen. Dadurch wollen wir die besten Mitarbeiter mit 
ausgeprgter fachlicher und sozialer Kompetenz gewinnen, frdern 
und an uns binden. Die Einheiten der BASF erarbeiten in 
sogenannten D+I-Engagements eigene D+I-Strategien und 
-Ziele auf Basis ihrer jeweiligen Situation. Seit dem Start der 
Initiative sind rund 4.000 Mitarbeiter in mehr als 50 solcher 
Umsetzungsprojekte eingebunden. Fr 2011 planen wir ber 
40 neue D+I-Engagements. Rund 2.000 Mitarbeiter nahmen seit 
2008 an D+I-Trainings teil. Ende 2010 haben wir Einbeziehung 
von Vielfalt als Kompetenz in unser globales Kompetenzprofil 
fr die Beurteilung und Entwicklung von Mitarbeitern und Fhrungskrften 
aufgenommen. Fr 2011 planen wir dazu neue 
Trainingseinheiten fr Fhrungskrfte weltweit. 

Als Arbeitgeber setzen wir uns fr die Chancengleichheit 
aller Mitarbeiter und die Gleichstellung von Frauen und Mnnern 
ein. Bei Gehltern unterscheiden wir nicht zwischen Mnnern 
und Frauen. In der BASF-Gruppe lag der Anteil von Frauen in 
oberen Fhrungspositionen Ende 2010 bei 7,6% (2009: 6,5 %). 
Der Anteil nichtdeutscher Oberer Fhrungskrfte lag 2010 bei 
33,4% (2009: 32,7%), der Anteil Oberer Fhrungskrfte mit internationaler 
Erfahrung bei 77,7% (2009: 76,8%). Der Frauenanteil 
bei Kandidaten fr obere Fhrungspositionen lag 2010 bei 
19%; der Anteil von Kandidatinnen und Kandidaten, die keine 
deutsche Staatsangehrigkeit haben, lag 2010 bei 36%. 


Mehr dazu unter basf.com/vielfalt 
Vielfalt der Mitarbeiter 

 Mehr als 50 Umsetzungsprojekte mit rund 
4.000 Mitarbeitern 
 Rund 2.000 Mitarbeiter bei D+I-Trainings seit 2008 
 Anteil von Frauen in oberen Fhrungspositionen 7,6%, 
bei Kandidaten fr obere Fhrungspositionen 19% 
 Anteil nichtdeutscher Oberer Fhrungskrfte 33,4%, 
bei Kandidatinnen und Kandidaten 36% 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010 


Mitarbeiter und Gesellschaft 
Mitarbeiter 

Ausbildung 

Weltweit bildet BASF in 16 Lndern 2.442 Jugendliche in ber 
60 Berufen aus. 1.115 Auszubildende begannen 2010 bei deutschen 
Gruppengesellschaften sowie im BASF Ausbildungsverbund 
ihre Ausbildung. Seit 2004 schafft BASF mit derzeit rund 
700 Partnerbetrieben im Ausbildungsverbund zustzliche Ausbildungspltze 
in Deutschland und bildet heute gemeinsam 

3.572 Jugendliche aus. 96% der Ausgebildeten der BASF SE 
erhielten 2010 nach bestandener Abschlussprfung ein bernahmeangebot. 
Im BASF Ausbildungsverbund lag diese Quote 
bei 77%. Weltweit haben wir in unsere Auszubildenden 2010 
rund 71,9 Millionen  investiert sowie circa 23,7 Millionen  fr 
den Ausbildungsverbund als Teil unseres gesellschaftlichen 
Engagements. 
In Austauschprogrammen, beispielsweise zwischen 
Deutschland, Frankreich, Norwegen und Spanien, bieten wir 
Auszubildenden die Mglichkeit, ihre interkulturellen Kompetenzen 
zu strken. 2010 haben daran 50 Auszubildende der 
BASF SE und der BASF Schwarzheide teilgenommen. 


Mehr zu Ausbildung bei BASF unter basf.com/ausbildung 
Weiterbildung und Personalentwicklung 

Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist eine Investition in die 
Zukunftsfhigkeit der BASF. In Mitarbeitergesprchen definieren 
wir jhrlich den Entwicklungs- und Weiterbildungsbedarf 
jedes Mitarbeiters. Neben individuellen Seminaren und 
Workshops bieten wir ein umfangreiches Angebot fr eigenverantwortliches 
Lernen an, ber elektronische Medien auch 
weltweit. Fr die systematische bergabe von Erfahrungswissen 
nutzen wir in der BASF SE die Wissensstafette: Dabei treffen 
Vorgnger und Nachfolger mit einem externen Experten zusammen 
und identifizieren und dokumentieren die Erfahrungen des 
Vorgngers. 

In Aus- und Weiterbildung hat die BASF 2010 (Datenbasis 
ohne Cognis) rund 155 Millionen  investiert (2009: 134 Millionen 
). ber 87.000 Mitarbeiter weltweit haben an Schulungsmanahmen 
teilgenommen. Im Durchschnitt nahm jeder von 
ihnen 4,1 Tage an einer Weiterbildung teil (2009: 3,5 Tage). Mit 

Aus- und Weiterbildung 

 Weltweit 2.442 Auszubildende in ber 60 Berufen 
 Rund 155 Millionen  in Aus- und Weiterbildung investiert 
 ber 87.000 Mitarbeiter haben weltweit an Schulungen 
teilgenommen 
 Programme zum Wissenstransfer 
 Neue globale Initiative zur Personalentwicklung gestartet 
unserer Initiative Employee Development BASF Group wollen 
wir die gemeinsame Verantwortlichkeit von Fhrungskrften und 
Mitarbeitern fr Personalentwicklung strken. Ziel ist, Karrierepfade 
transparent zu machen und entsprechende Instrumente 
und Prozesse zu etablieren, die die Mitarbeiter befhigen, 
ihre Laufbahn aktiv zu planen. 

Beruf und Familie vereinbaren 

Weltweit verstrken wir weiter unsere vielfltigen Angebote zur 
besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Damit stellen wir 
uns im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter auf die Lebensphasen 
und die unterschiedlichen Bedrfnisse unserer Mitarbeiter 
ein. Zu unserem Angebot gehren flexible Arbeitszeitmodelle 
wie Telearbeit, Gleitzeit, Teilzeit und Freistellungen. Mit 
regionalen Initiativen gehen wir auf die individuellen Bedrfnisse 
der Mitarbeiter vor Ort ein. In Asien haben wir beispielsweise 
2010 ein neues Programm zu Work-Life-Balance gestartet. Es 
enthlt neben flexiblen Arbeitszeitmodellen auch Gesundheitsprogramme 
und spricht Fhrungskrfte in ihrer Vorbildfunktion 
an. An unserem Standort Ludwigshafen haben wir 2010 unsere 
Kinderkrippe LuKids erweitert und entwickeln gemeinsam mit 
Mitarbeitern bereits vor der Elternzeit Perspektiven zum Wiedereinstieg, 
den wir mit speziellen Seminaren untersttzen. 
Ende 2010 befanden sich 520 Mitarbeiter der BASF SE in 
Elternzeit, davon 45 (8,7%) Vter. Die Teilzeitquote der BASF SE 
liegt bei 10,4%. Fr das Arbeiten in Teilzeit bieten wir auch 
spezielle Qualifizierungsangebote an. 

Mitarbeiter, die ihre Angehrigen pflegen, profitieren von 
Erfahrungsaustausch, Pflegeberatung und einem erweiterten 
Medienangebot. Die BASF-Sozialberatung untersttzt Mitarbeiter 
insbesondere der BASF SE in schwierigen Lebenslagen und 
hilft ihnen dabei, die Beschftigungsfhigkeit zu erhalten. 

In Nordamerika wurde unser Engagement 2009 mit dem 
Alfred P. Sloan Award for Business Excellence in Workplace 
Flexibility ausgezeichnet, der vor allem unser 2008 eingefhrtes 
regionales Programm Designed to Fit zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung 
wrdigt. 


Mehr dazu unter basf.com/beruf_familie 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie 

 Modelle fr flexibles Arbeiten 
 Regionale Initiativen gehen auf Bedrfnisse der 
Mitarbeiter vor Ort ein 
 Angebote fr Mitarbeiter, die Angehrige pflegen 
 BASF-Sozialberatung untersttzt Mitarbeiter in 
schwierigen Lebenslagen 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Mitarbeiter und Gesellschaft 

 Mitarbeiter 


Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmenserfolg 

Wir wollen das Interesse unserer Mitarbeiter am Erfolg des 
Unternehmens und seiner Wertentwicklung frdern. 

Mit variablen Entgeltsystemen beteiligen wir unsere Mitarbeiter 
am Unternehmenserfolg und belohnen persnliche 
Leistung. Dabei gelten fr alle Mitarbeiter die gleichen Grundprinzipien. 
Den variablen Anteil bestimmen der wirtschaftliche 
Erfolg des Unternehmens  gemessen an der Gesamtkapitalrendite 
der BASF-Gruppe  und die individuelle Leistung des 
Mitarbeiters. Trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfelds im 
Jahr 2009 konnte die BASF ihren Mitarbeitern 2010 eine Erfolgsbeteiligung 
zahlen und hat angekndigt, die Leistung in der Krise 
mit einer Sonderzahlung zu honorieren. Die Erfolgsbeteiligung 
fr 2010 wird deutlich hher ausfallen als im Vorjahr. 

Das Aktienprogramm Plus frdert mit Incentive-Aktien die 
langfristige Beteiligung unserer Mitarbeiter: Sie knnen einen 
Teil ihrer Vergtung in BASF-Aktien investieren. 2010 erwarben 

18.932 Mitarbeiter im Rahmen dieses Programms 632.560 Aktien. 
Den Oberen Fhrungskrften bietet die BASF seit 1999 die 
Teilnahme an einem aktienkursbasierten Vergtungsprogramm 
an. Das sogenannte Long-Term-Incentive (LTI)-Programm verknpft 
einen Teil der Bezge mit der langfristigen Wertentwicklung 
der BASF-Aktie. 2010 haben weltweit 91% der circa 1.100 
berechtigten Fhrungskrfte am LTI-Programm teilgenommen 
und bis zu 30% ihrer variablen Vergtung investiert. 
Mehr dazu im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 185 
Mitarbeiter geben Feedback 

Im Folgeprozess zur ersten globalen Mitarbeiterbefragung 2008 
haben wir weltweit ber 1.500 Einzelmanahmen zur Verbesserung 
des Arbeitsumfelds eingeleitet. In der Nachfolgebefragung 
im Frhjahr 2010 konnten Mitarbeiter aus 72 Lndern das Umsetzen 
der Manahmen bewerten, 62% der Befragten antworteten. 
Nach Abschluss der Erhebung diskutieren Mitarbeiter und 
Fhrungskrfte im nchsten Schritt die Befragungsergebnisse 
und ermitteln Verbesserungspotenziale. Im Fokus stehen insbesondere 
Themen aus den kritisch zurckgemeldeten Bereichen 
Kommunikation und Sichtbarkeit des Engagements von Fh-

Beteiligung am Unternehmenserfolg 

 Aktienprogramm Plus frdert langfristige Beteiligung 
der Mitarbeiter mit Incentive-Aktien: 18.932 Mitarbeiter 
erwarben im Jahr 2010 632.560 BASF-Aktien 
 Long-Term-Incentive (LTI)-Programm verknpft Bezge 
von Oberen Fhrungskrften mit langfristiger Wertentwicklung 
der BASF-Aktie: 2010 haben weltweit 91% 
der berechtigten Fhrungskrfte teilgenommen 
rungskrften. Auch messen wir, wie unsere strategische Leitlinie 
Wir bilden das beste Team der Industrie umgesetzt wird. Wir 
werden die globale Mitarbeiterbefragung inklusive Folgeprozess 
dauerhaft fr die gesamte BASF-Gruppe etablieren. 

Bei der BASF SE werden wir 2011 ein verbindliches Qualifizierungsprogramm 
fr alle neuen Fhrungskrfte einfhren, in 
das ab 2012 auch erfahrene Fhrungskrfte einbezogen werden. 
Fr Fhrungskrfte im auertariflichen Bereich wird das Einholen 
eines systematischen Feedbacks verpflichtend. 

Dialog mit Arbeitnehmervertretungen 

Arbeitnehmervertretungen beziehen wir durch festgelegte Verfahren 
in Entscheidungsprozesse und Ablufe unserer Gruppengesellschaften 
mit ein. Fhren beispielsweise wie im Zuge 
der Ciba-Integration Restrukturierungen zu einem Personalabbau, 
binden wir die Arbeitnehmervertretungen bei der Ausarbeitung 
sozialvertrglicher Umsetzungsmanahmen mit ein. 
Dies erfolgt gem der jeweiligen gesetzlichen Regeln und beiderseitiger 
Vereinbarungen. In Frankreich wurde 2010 zustzlich 
zu den lokalen Strukturen der Zusammenarbeit eine landesweite 
Arbeitnehmervertretung eingerichtet. Bei grenzberschreitenden 
Angelegenheiten ist seit 2008 der BASF Europa 
Betriebsrat fr Mitarbeiter in Europa zustndig. Auf Grund 
gestiegener Mitarbeiterzahlen im Jahr 2009 wurde er 2010 um 
zwei Vertreter erweitert. Fr die BASF SE haben wir 2010 mit 
den Arbeitnehmervertretungen am Standort Ludwigshafen eine 
Vereinbarung geschlossen, die unter anderem ein Manahmenpaket 
zur Erhhung des flexiblen Personaleinsatzes enthlt und 
den Verzicht auf betriebsbedingte Kndigungen bis 2015 festlegt. 



Mehr dazu unter basf.com/arbeitnehmervertretung 

Verantwortung fr Mitarbeiter  globale Standards 

Es ist Grundlage unserer sozialen Verantwortung, dass wir nationales 
Recht und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation 
(ILO) einhalten. Darber hinaus streben wir an, 
dass unsere Arbeitsbedingungen weltweit im Einklang mit unseren 
Selbstverpflichtungen und den einschlgigen ILO-Konventionen 
stehen. Die Einhaltung unserer Selbstverpflichtungen 

Feedback von Mitarbeitern 

 ber 1.500 Manahmen nach globaler Mitarbeiterbefragung 
2008 eingeleitet 
 Mitarbeiter bewerteten bei Folgebefragung im Frhjahr 
2010 das Umsetzen der Manahmen 
 Systematisches Einholen von Feedback fr Fhrungskrfte 
im auertariflichen Bereich wird verpflichtend 

Konzernlagebericht 
BASF Bericht 2010 


Mitarbeiter und Gesellschaft 
Mitarbeiter 

berprfen wir ber ein gruppenweit implementiertes Monitoringsystem. 
Es besteht aus drei zentralen Instrumenten: 

 den Compliance-Hotlines, 
 der jhrlichen Umfrage bei unseren Gruppengesellschaften, 
um die dort geltenden Arbeitsbedingungen zu berprfen, 
 dem intensiven Dialog mit unseren Stakeholdern, wie Arbeitnehmervertretungen 
oder internationalen Organisationen. 
Im Jahr 2010 erhielten wir 59 Anrufe zu Arbeits- und Sozialstandards 
bei den Compliance-Hotlines. 11 davon hatten nachweisbare 
Defizite zum Gegenstand. Mit den Ergebnissen der 
Umfrage knnen wir fr 2010 Aussagen ber 100% unserer 
Mitarbeiter (Datenbasis ohne Cognis) treffen. Ergeben sich bei 
der Auswertung Hinweise darauf, dass unsere Selbstverpflichtungen 
unzureichend umgesetzt werden, gehen wir diesen Hinweisen 
nach und leiten Abhilfemanahmen ein. 

In einem Pilotprojekt in Europa untersuchen wir den Zusammenhang 
zwischen Wettbewerbsfaktoren, international 
anerkannten Standards und kulturellen Gegebenheiten. 

Abfrage der ILO-Kernarbeitsnormen 2010 1 

In Brasilien wurde bei der OECD-Kontaktstelle eine Beschwerde 
gegen BASF eingereicht mit dem Vorwurf, gegen das Recht 
auf Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen verstoen 
zu haben. Nach internen Prfungen wurde ein Versto 
gegen die OECD-Leitstze nicht festgestellt. Die Beurteilung 
unserer Gegendarstellung durch die Kontaktstelle steht noch 
aus. 

Um Nachwuchsfhrungskrfte frhzeitig fr Nachhaltigkeit 
zu sensibilisieren, haben wir in Sdamerika ein Virtual Sustainability 
Team eingesetzt. Derzeit 39 Mitglieder investieren zwei 
Jahre lang 10% ihrer Arbeitszeit, um unsere Nachhaltigkeitsstrategie 
zu implementieren. 

Mit unseren deutschen Arbeitnehmervertretern diskutieren 
wir in den sogenannten Wittenberg-Dialogen den Ethik-
Kodex, der die Strkung der sozialen Marktwirtschaft und verantwortliches 
Handeln zum Inhalt hat. BASF hat das Leitbild 
fr verantwortliches Handeln in der Wirtschaft mitinitiiert und 
unterzeichnet. Wir verpflichten uns zu einer sowohl erfolgs- 
als auch werteorientierten Fhrung im Sinne der Sozialen 
Marktwirtschaft. 


Prozess implementiert 
Effektivitt des Prozesses 

Prfung des Alters des Mitarbeiters bei

Verhinderung von Kinderarbeit 100 % 
100 % Mitarbeiter ber 15 Jahre bei Anstellung 

Anstellung 
Arbeitsvertrag basiert auf freiwilliger Recht der Mitarbeiter auf einseitige Kndigung

Verhinderung von Zwangsarbeit 100 % 
100 % 

Zustimmung des Mitarbeiters des Arbeitsvertrages 
Personalmanahmen basieren auf objek-2010 erhielten wir 43 Anrufe zu Diskriminierung.


Verhinderung von Diskriminierung 100 % 

tiven Kriterien 
In 11 Fllen wurde Fehlverhalten nachgewiesen. 

Mitarbeiter beschftigt bei einer Gesellschaft, in

Recht der Mitarbeiter auf Versammlungsfreiheit 100 % 2 
92 % 

der eine Arbeitnehmervertretung existiert 

Keine Manahmen der Gesellschaft zur 
grundlegenden Einschrnkung der Versammlungsfreiheit 


Mitarbeiter beschftigt bei einer Gesellschaft, in

Keine Manahmen der Gesellschaft 

der eine Arbeitnehmervertretung existiert und die 

Recht der Mitarbeiter auf Kollektivverhandlungen 100 % 2 zur grundlegenden Einschrnkung von 89 % 

Arbeitsbedingungen auf einem Kollektivvertrag

Kollektiv verhandlungen 

basieren 

1 Datenbasis ohne Cognis 

2 
Weniger als 1% unserer Mitarbeiter sind in Staaten ttig, in denen das Recht auf Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen grundstzlich durch nationales 
Recht eingeschrnkt ist. 

Arbeits- und Sozialstandards 

 Nationales Recht und Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation als Mindestanforderung 
 Einhalten der Selbstverpflichtung wird durch globales Monitoringsystem berprft 
 Arbeitsbedingungen im Einklang mit ILO-Konventionen und Deklarationen, OECD-Richtlinien fr multinationale 
Unternehmen sowie mit lokalen Bedingungen wie Industriestandards 
Mehr zu Arbeits- und Sozialstandards auf Seite 19 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Mitarbeiter und Gesellschaft 

 Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 


Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 


Mit unseren Managementsystemen fr Arbeitssicherheit 
und Arbeitsmedizin wollen wir die Sicherheit und 
Gesundheit unserer Mitarbeiter bestmglich schtzen. 
Dafr setzen wir auf umfassende Vorsorgemanahmen 
und aktive Beteiligung aller Mitarbeiter. 

Globale Ziele 

Um unsere Leistungen bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 
weiterzuverbessern, haben wir uns ehrgeizige globale 
Ziele gesetzt. Wir wollen bei unseren Mitarbeitern weltweit die 
Arbeitsunflle mit Ausfalltagen je eine Million geleistete Arbeitsstunden 
bis 2020 um 80% senken (Basisjahr 2002). Berufskrankheiten 
in der BASF-Gruppe wollen wir um 80% reduzieren 
(Basisjahr 2004). 

Ziele 2020 

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 

Weniger Arbeitsunflle1 Weniger Berufskrank


(Basisjahr 2002) heiten1 (Basisjahr 2004) 

80% 80% 


1 Je eine Million geleistete Arbeitsstunden 

Schwerpunkte Arbeitssicherheit 

Im Jahr 2010 haben wir unsere neue globale Gruppenrichtlinie 
zur Arbeitssicherheit verabschiedet. Einheitliche Anforderungsprofile 
erleichtern beispielsweise die Integration neuer Standorte 
bei Akquisitionen. Sicheres Arbeiten frdern und berprfen 
wir durch Gefhrdungsbeurteilungen, Sicherheitsregeln, 
Seminare, Schulungen und Audits. Mit einer weltweiten Initiative 
strken wir das Sicherheitsbewusstsein jedes Einzelnen fr 
sich und andere. In der Sichermacherinitiative haben wir in 
zentralen Veranstaltungen bisher mit mehr als 16.000 Mitarbeitern 
und Kontraktoren an ber 50 Standorten weltweit konkrete 
Verbesserungsmglichkeiten der Sicherheitskultur erarbeitet. 

Im Jahr 2010 ereigneten sich an BASF-Standorten insgesamt 
2,0 Arbeitsunflle pro eine Million Arbeitsstunden. Damit 

verzeichneten wir einen leichten Anstieg gegenber Vorjahr (2009: 
1,8). Im Vergleich zu 2002 konnte die Quote um 39% gesenkt 
werden. Leider hatten wir im Jahr 2010 insgesamt vier Todesflle 
bei BASF-Mitarbeitern und Mitarbeitern von Kontraktoren zu 
beklagen. In Spanien starb ein BASF-Mitarbeiter nach dem Sturz 
von einem Dach. Erforderliche weitergehende Sicherungsmanahmen 
bei entsprechenden Arbeiten werden gruppenweit 
angewiesen. Bei Kontraktoren kam es bei der Arbeitsvorbereitung 
zu drei tdlichen Unfllen auf Baustellen fr die Ostsee-Pipeline-
Anbindungsleitung (OPAL). Die Rate der Arbeitsunflle bei 
Kontraktoren konnte 2010 auf 2,6 (2009: 2,7) je eine Million geleistete 
Arbeitsstunden gesenkt werden. Wir haben gruppenweit 
Mindestanforderungen an Arbeitssicherheit bei Kontraktoren festgelegt 
und den Prozess der Auditierung weiterentwickelt. 


Mehr zu Arbeitssicherheit unter basf.com/arbeitssicherheit 
Schwerpunkte Gesundheitsschutz 

Die Gesundheit und Leistungsfhigkeit unserer Mitarbeiter frdern 
und schtzen wir mit unserem globalen Gesundheits- 
management. Weltweit einheitliche Standards fr Arbeitsmedizin 
und Gesundheitsschutz sind in einer Gruppenrichtlinie 
festgehalten, fr deren Umsetzung ein weltweites Netzwerk von 
Gesundheitsexperten sorgt. Unsere Leistungen berprfen wir 
regelmig durch arbeitsmedizinische Audits. 

2010 gab es bei der BASF 0,5 neue Verdachtsflle von Berufskrankheiten 
pro eine Million Arbeitsstunden (2009: 0,4). Dies 
stellt einen Anstieg gegenber den Vorjahren dar. Allerdings ist 
die Zahl der besttigten Berufskrankheiten rcklufig. Um das 
Gesundheitsmanagement in der BASF-Gruppe noch aussagekrftiger 
abzubilden, haben wir 2010 einen neuen Indikator entwickelt, 
der die bisherige einzelne Kennzahl ergnzt. Der Health 
Performance Index (HPI) bezieht vier weitere Bereiche ein: 
vorausschauende medizinische Notfallplanung, Ersthelferquote 
an den Standorten, arbeitsmedizinische berwachungsuntersuchungen 
und Aktivitten zur Gesundheitsfrderung. 2011 werden 
wir mit der vierten weltweiten BASF-Gesundheitsaktion das 
Thema Hautschutz in den Mittelpunkt stellen. 


Mehr zu arbeitsmedizinischen Audits ab Seite 91 
Arbeitsunflle mit Ausfalltagen je eine Million geleistete 
Arbeitsstunden (Reduktion zu Basisjahr 2002: 39 %) 

2010 2,0 
2009 1,82 
2008 1,8 
2007 2,2 
2006 1,7 
20021 3,3 

Ereignisse 2010 

 Mehr als 16.000 Mitarbeiter an rund 50 Standorten mit 
Veranstaltungen der Sichermacherinitiative erreicht 
 Leider vier Todesflle bei BASF-Mitarbeitern und 
Mitarbeitern von Kontraktoren zu beklagen 
 Neuer Health Performance Index (HPI) bildet Gesundheitsmanagement 
aussagekrftig ab 
1 Basisjahr 

2 Abweichung von Bericht 2009 (1,7) bedingt durch unterjhrige Korrektur auf 
Grund zum Beispiel genderter Einstufungen. 


Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Mitarbeiter und Gesellschaft 
Gesellschaftliches Engagement 

Gesellschaftliches Engagement 


Wir bernehmen gesellschaftliche Verantwortung: Weltweit 
engagieren wir uns vor allem im Umfeld unserer 
Standorte mit vielfltigen Projekten. Den Schwerpunkt 
legen wir auf den Zugang zu Bildung und auf Wissenschaft. 
So frdern wir Innovationskraft und Zukunftsfhigkeit. 


Strategie 

Im Jahr 2010 hat die BASF-Gruppe fr die Frderung von Projekten 
insgesamt 49,8 Millionen  eingesetzt (2009: 48,1 Millionen ). 
29,4% der Summehabenwir gespendet (2009:27,7%). DasStiftungsvermgen 
der BASF Sozialstiftung haben wir 2010 um 5 Millionen 
 aufgestockt. Dem Prinzip der nachhaltigen Entwicklung 
folgen wir auch bei unserem gesellschaftlichen Engagement: 
Wir untersttzen Initiativen, die viele Menschen erreichen und langfristig 
wirken. Dafr arbeiten wir mit erfahrenen Partnern wie 
UN-Organisationen zusammen. Wir untersttzen vor allem Projekte, 
die den Zugang zu Bildung verbessern. Auerdem engagieren 
wir uns in den Bereichen Wissenschaft, Soziales, Sport und 
Kultur. Die BASF untersttzt grundstzlich keine politischen Parteien. 
In den USA haben unsere Mitarbeiter das BASF Corporation 
Employees Political Action Committee (PAC) gegrndet, eine 
unabhngige staatlich registrierte Vereinigung von Mitarbeitern, 
die Mitarbeiterspenden fr politische Kandidaten bndelt und ber 
deren Verwendung eigenstndig entscheidet. Mit Grameen 
Healthcare Trust betreibt BASF ein Social Business. 


Mehr zum Social Business unter basf.com/socialbusiness_d 
Schwerpunkt Bildung und Wissenschaft 

In 17 Lndern bieten wir an unseren Standorten Mitmach-und 
Schlerlabore an. Insgesamt 38.996 Kinder und Jugendliche 
haben diese im Jahr 2010 besucht. Neue Mitmachlabore haben 
wir 2010 in den USA und England erffnet. Unser Programm 
ReAa in Brasilien soll den Schulunterricht in Naturwissenschaften 
verbessern. Mehr als 800 Lehrer wurden bisher in 
Kursen ausgebildet und rund 12.000 Schler erreicht. In Deutschland 
frdert BASF als Grndungsmitglied der Wissensfabrik  
Unternehmen fr Deutschland gemeinsam mit ber 70 weiteren 
Unternehmen Bildungsprojekte, Existenzgrnder und Jung-

Grundstze und Frderkriterien 

 Untersttzung von Projekten mit langfristigem Nutzen 
 Schwerpunkt Bildung und Wissenschaft 
 Frderung vorwiegend im Umfeld der BASF-Standorte 
 Zusammenarbeit mit ausgewhlten Partnern wie den 
Vereinten Nationen 
unternehmer. Seit der Grndung 2005 hat die Wissensfabrik 
mehr als 2.000 Bildungspartnerschaften mit Schulen abgeschlossen 
und damit rund 8.500 Lehrer sowie ber 440.000 Kinder 
erreicht. Mit der Initiative Offensive Bildung Plus setzt BASF 
2010 die seit 2005 erfolgreiche Offensive Bildung in der Metropolregion 
Rhein-Neckar fort. Ziel ist es, die frhkindliche Bildung 
verstrkt zu frdern. Ingesamt untersttzen wir nun 230 Kitas 
und erreichen damit rund 18.000 Kinder in der Region. 


Mehr zur Offensive Bildung unter www.offensive-bildung.de 
Spenden, Sponsoring und eigene Projekte der BASF-Gruppe 2010 

(Millionen ) 

6 


1 Wissenschaft 4,1 (8,3 %) 
2 Soziales 8,3 (16,6 %) 
3 Kultur 5,4 (10,9 %) 
4 Sport 2,1 (4,2 %) 
5 Bildung 28,0 (56,2 %) 
6 Sonstige 1,9 (3,8 %) 
24549,8 
Mio.  
3 


Internationale Spendenprojekte 

Das BASF-Team engagierte sich 2010 mehrfach fr Opfer von 
Naturkatastrophen. Nach der Flutkatastrophe in Pakistan spendeten 
Unternehmen und Mitarbeiter weltweit 785.000 . Die 
BASF Sozialstiftung arbeitete erstmals mit dem Nothilfefonds der 
Vereinten Nationen, CERF, zusammen. Er vergibt die Gelder an 
UN-Organisationen, die vor Ort in Pakistan Hilfe leisten. Nach 
dem Erdbeben in Haiti untersttzte die BASF unter anderem UNHABITAT 
mit 200.000  beim Aufbau eines Schulungszentrums 
in Port-au-Prince. In der Weihnachtsspendenaktion 2010 spendeten 
Mitarbeiter in Deutschland ber 88.000 . Das Geld fliet 
an UN-HABITAT fr eine bessere Wasserversorgung an Schulen 
in Chalco/Mexiko. Als Startkapital stellte die BASF SE 

100.000  zur Verfgung. Daneben untersttzt die BASF Sozialstiftung 
UNICEF bei der Versorgung von Kindern mit lebenswichtigen 
Vitaminen: In Sdafrika finden Gesundheitswochen statt. 
In Usbekistan werden Lebensmittelproduzenten darin geschult, 
Grundnahrungsmittel mit Vitaminen anzureichern. 
Mehr dazu unter basf.com/internationale-spendenprojekte 
Highlights 2010 

 Neue Mitmachlabore in den USA und England erffnet 
 Mit ber 2.000 Bildungspartnerschaften der Wissensfabrik 
rund 440.000 Kinder und 8.500 Lehrer erreicht 
 BASF Sozialstiftung untersttzt UNICEF bei der Versorgung 
von Kindern mit lebenswichtigen Vitaminen 

BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Umwelt und Sicherheit 

 Umwelt- und Sicherheitsmanagement 


Umwelt- und Sicherheitsmanagement 


Umweltschutz und Sicherheit sind in unseren Unternehmensleitlinien 
festgelegt und damit wichtige 
Managementaufgaben der BASF. Mit unserem Responsible-
Care-Managementsystem legen wir die Rahmenbedingungen 
fr das Umsetzen unserer Selbstverpflichtungen 
fest. Oberstes Ziel ist es, Mitarbeiter und 
Nachbarn zu schtzen und die Verfgbarkeit unserer 
Anlagen sicherzustellen. 

Strategie und Managementsysteme 

Unser Responsible-Care-Managementsystem (RCMS) bildet 
unter anderem den Rahmen fr Umweltschutz und Sicherheit 
bei der BASF. Darin legen wir mit klaren Regeln weltweit gltige 
Standards in diesen Themenfeldern fest. Verbindliche globale 
Richtlinien definieren Anforderungen, Verantwortlichkeiten und 
Bewertungsmethoden fr die Umsetzung dieser Standards. Mit 
regelmigen Audits berprfen wir unsere Leistung. Um uns 
weiterzuverbessern, setzen wir uns anspruchsvolle Umweltschutz-
und Sicherheitsziele  ber deren Stand wir regelmig 
berichten. Das RCMS definiert dazu Verfahren, wie wir den Fortschritt 
dieser Ziele messen. Im Jahr 2010 haben wir eine global 
gltige Gruppenrichtlinie zu Arbeitssicherheit verabschiedet. 
Daneben haben wir globale Mindestanforderungen fr Arbeits- 
und Standortsicherheit definiert. 

Wir arbeiten kontinuierlich daran, unser Umwelt- und 
Sicherheitsmanagementsystem zu verbessern. Dafr setzen wir 
auf prventive Manahmen und analysieren Schwachstellen 
von der Produktion bis zur Logistik mit mglichen Auswirkungen 
auf die Sicherheit unserer Mitarbeiter, die Umwelt oder 
unser Umfeld. Das globale Erfassen und Auswerten von Ereignissen 
hilft uns, systematisch aus Fehlern zu lernen. In Datenbanken 
werden alle Unflle, Beinaheunflle und weitere Ereignisse 
der Standorte sowie der Transportwege erfasst. Auch 
Ereignisse mit Leasing- und Kontraktorenmitarbeitern beziehen 
wir ein. 

Wir frdern das Bewusstsein unserer Mitarbeiter fr Umweltschutz 
und Sicherheit am Arbeitsplatz. Voraussetzung dafr 
ist der offene Dialog ber Fehler und Herausforderungen, 

den wir unter anderem mit unserer globalen Sicherheitsinitiative 
untersttzen. Wir beziehen auch Informationen aus dem Dialog 
mit Stakeholdern ein, beispielsweise aus unserer Materialittsanalyse, 
um unsere Umwelt- und Sicherheitssysteme weiterzuverbessern. 


Unsere Sicherheitsarbeit wurde 2010 mehrfach extern anerkannt. 
In Sri Lanka erhielt BASF Lanka (Pvt) Ltd. im Rahmen 
der Verleihung der National Safety Awards eine Auszeichnung 
fr den sichersten Arbeitsplatz in der branchenbergreifenden 
Kategorie kleiner Unternehmen. Die deutschen Zollbehrden haben 
der BASF SE fr die Standorte Ludwigshafen und Limburgerhof 
2010 bescheinigt, bei der Lieferung von Waren vom Hersteller 
bis zum Endverbraucher besonders vertrauenswrdig zu 
sein. Diese Zertifizierung ist die Grundlage fr zollrechtliche Vereinfachungen, 
die unseren Unternehmensbereichen die schnelle 
und termingerechte Belieferung der Kunden erleichtert. 


Mehr zu unseren Leitlinien auf Seite 18, mehr zu Standards fr 
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf Seite 19 und ab 87, 
mehr zu Responsible Care unter basf.com/responsible-care_d 
Audits 

Regelmige Audits helfen uns, einheitlich hohe Standards auf 
allen Gebieten von Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz 
innerhalb der BASF-Gruppe sicherzustellen. Die Anforderungen 
fr die Prfungen sind in unserer Gruppenrichtlinie 
Responsible-Care-Audits festgeschrieben. Dazu gehrt auch 
ein festgelegter Ablauf, wie wir vorgehen, wenn Standards nicht 
eingehalten werden. Bei der Auditierung eines Standorts oder 
eines Betriebs wird anhand von klar definierten Kriterien ein Umwelt- 
und Sicherheitsprofil erstellt. In einer Matrix stellen wir dar, 
ob die Sicherheits- und Umweltleistungen geeignet sind, mit 
dem vorhandenen Gefahrenpotenzial umzugehen. Sollte dies 
nicht der Fall sein, vereinbaren wir Manahmen, deren Umsetzung 
zeitnah mit Folgeaudits kontrolliert wird. Audits fhren wir 
an BASF-Standorten und bei Unternehmen mit BASF-Mehrheitsbeteiligung 
durch. 

2010 gab es in der BASF-Gruppe 97 Umwelt-und Sicherheitsaudits 
an 66 Standorten. Im Bereich Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz 
fhrte BASF Audits an 34 Standorten durch. 

Responsible-Care-Managementsystem 

 RCMS bildet Rahmen fr sichere Herstellung und 
sicheren Transport von Produkten und regelt Bedingungen 
fr das Umsetzen unserer Selbstverpflichtungen 
 Neue Gruppenrichtlinie zu Arbeitssicherheit 2010 
verabschiedet 
 Ereignisse werden erfasst und ausgewertet, 
um aus Fehlern zu lernen 
Audits 

 Regelmige Audits helfen, einheitlich hohe Standards fr 
Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit sicherzustellen 
 Globale Richtlinie legt Anforderungen und Umsetzung 
von Audits fest 
 97 Umwelt- und Sicherheitsaudits, 34 Audits zu Arbeitsmedizin 
und Gesundheitsschutz im Jahr 2010 

Konzernlagebericht BASF Bericht 2010

 
Umwelt und Sicherheit 
Umwelt- und Sicherheitsmanagement 

Unser internes Auditsystem entspricht den Standards externer 
Zertifizierungsverfahren ISO 19011 und OHSAS 18001. Weltweit 
sind 153 Produktionsstandorte der BASF nach ISO 14001 zertifiziert. 
2010 haben wir in Ludwigshafen ein Zertifikat nach ISO 
14001 fr den Standort erhalten. 


Mehr zu zertifizierten Standorten unter basf.com/zertifiziert 
Weltweite Sicherheitskonzepte 

Globale Sicherheitskonzepte dienen dem Schutz unserer Mitarbeiter 
und Nachbarn und von Eigentum, Produkten, Prozessen 
und Informationen. Gleichzeitig vermeiden wir Produktionsausflle 
und Umweltschden. Um Produktaustritte, Explosionen 
oder Brnde zu verhindern, wenden wir ein fnfstufiges System 
von Sicherheitsbetrachtungen fr die Planung von Anlagen an. 
Es bezieht die wichtigsten Aspekte fr Umweltschutz, Sicherheit 
und Gesundheitsschutz mit ein  von der Konzeption bis 
zur Produktion. Mit Hilfe einer Risikomatrix bewerten wir mgliche 
Risiken in BASF-Anlagen nach Eintrittswahrscheinlichkeit 
und mglichen Auswirkungen und leiten entsprechende Schutzmanahmen 
ab. Mehr als 10.000 Mitarbeiter haben wir 2010 zu 
Arbeitssicherheit und Anlagensicherheit geschult. 

Wir untersuchen und vergleichen weltweit an unseren 
Standorten Ereignisse, bei denen es zu Brand, Explosionen oder 
Stofffreisetzungen kam. Ziel ist es, gemeinsame Ursachen zu 
analysieren und Prozesse zu verbessern, um die Anlagensicherheit 
zu erhhen. 

Auf mgliche Zwischenflle sind wir durch unsere Konzepte 
fr Gefahrenabwehr vorbereitet. Darin erstellen wir fr Produktionsanlagen 
spezifische Gefahrenabwehrplne. In diesen Prozess 
binden wir situationsbezogen Gemeinschaftsunternehmen, 
Partner, Lieferanten, benachbarte Unternehmen sowie Stdte 
und Gemeinden mit ein. Die zentrale Notfallhilfe der BASF untersttzt 
die lokale Gefahrenabwehr weltweit rund um die Uhr. 
Unsere Notfallsysteme berprfen wir regelmig auch in bungen 
mit Mitarbeitern und Behrden. 2010 haben wir eine neue 
gruppenweite Richtlinie zur Gefahrenabwehr konzipiert. Sie 
vereinheitlicht regionale Managementplne, die festlegen, wie 
im Ereignisfall zu handeln ist. Die Richtlinie legt grundstzliche 

Transportunflle pro 10.000 Transporte 

(Reduktion zu Basisjahr 2003: 50 %) 

2010 0,28 
2009 0,24 
2008 0,36 
2007 0,28 
2006 0,45 
20031 0,56 

Vorgaben fr die Gefahrenabwehr und die Prvention  etwa 
vorbeugenden Brandschutz  sowie deren Organisation fest. 

Als prventive Manahme fr den Schutz von Standorten 
weltweit haben wir im Jahr 2010 neue Mindestanforderungen 
verabschiedet. Diese schlieen auch Informationsschutz mit ein. 
Ziel dieser Manahme ist es, die Mitarbeiter und das Unternehmen 
zu schtzen, um Schden abzuwehren, die beispielsweise 
durch Know-how-Verlust, Kriminalitt und internationalen 
Terrorismus drohen. Fr die Sicherheitsarbeit relevante Menschenrechtsaspekte 
haben wir in die Ausbildung unseres 
Sicherheitspersonals aufgenommen. Dazu gehrt beispielsweise 
das Prinzip der Verhltnismigkeit von Manahmen bei 
Sicherheitseinstzen. In Deutschland haben wir die Ergnzungen 
bereits 2009 umgesetzt. Bis 2011 wollen wir diese 
Qualifizierungsanforderungen global verbindlich festschreiben. 
Das Beachten der Menschenrechte wird als verpflichtendes 
Element in neue Vertrge mit Kontraktoren der BASF-Gruppe 
einflieen. 


Mehr dazu unter basf.com/gefahrenabwehr 

Transport- und Lagersicherheit 

In unseren Richtlinien haben wir einheitliche Standards fr den 
Transport und die Lagerung von chemischen Produkten in angemieteten 
Lagern festgelegt. Unsere Regeln und Manahmen fr 
Transportsicherheit schlieen Lieferung, Lagerung und Verteilung 
von Chemikalien zwischen allen BASF-Standorten, Zulieferern 
und Kunden ein. Unser globales Netzwerk fr Transport-und 
Lagersicherheit haben wir 2010 in Russland und Sdafrika ausgebaut 
und weltweit neue Schulungsmanahmen angeboten. 
Neben Standardschulungen zum Gefahrguttransport, die wir 
weltweit durchfhren, nahmen beispielsweise in Ludwigshafen 
rund 300 Mitarbeiter aus Produktion und Logistik an einer speziellen 
praxisorientierten Gefahrgutschulung teil. Auerdem haben 
wir 2010 eine neue gruppenweite Richtlinie fr den Umgang mit 
speziellen Kunststoffbehltern zum Transport von Flssiggtern 
im Seecontainer  sogenannten Flexitanks  verabschiedet. 

Wenn es trotz aller Prventionsmanahmen zu einem Unfall 
kommt, leisten wir rasch Hilfe, und unsere Gefahrgutbeauftragten 
werten anschlieend alle Informationen aus. Mehr als 100 

Sicherheitskonzepte 

 Schutz von Mitarbeitern, Nachbarn, Eigentum, Produkten, 
Prozessen und Informationen 
 Mehr als 10.000 Mitarbeiter zu Arbeitssicherheit und 
Anlagensicherheit geschult 
 Neue Mindestanforderungen fr Standortsicherheit 
verabschiedet 
1 Basisjahr 


BASF Bericht 2010 Konzernlagebericht 

Umwelt und Sicherheit 

 Umwelt- und Sicherheitsmanagement 


unserer Mitarbeiter sind als Gefahrgutbeauftragte ausgebildet 
und in einem globalen Netzwerk organisiert. Auf Basis ihrer Berichte 
entwickeln wir Manahmen, um hnliche Vorflle knftig 
vermeiden zu knnen. 

Ziel 2020 

Weniger Transportunflle 

Auf Basis des Jahres 2003 
wollen wir die Rate der 
weltweiten Transportunflle 

70 % 
pro 10.000 Transporte um 
70 % senken. 

Die Zahl der Transportunflle haben wir von 0,56 im Jahr 2003 
auf 0,28 pro 10.000 Transporte gesenkt. Gegenber dem Vorjahr 
stieg die Zahl leicht an (2009: 0,24). Produktaustritte bei 
Transporten werden separat erfasst und ausgewertet, um neue 
Manahmen abzuleiten. 

Auch unsere Logistikdienstleister berprfen wir regelmig 
hinsichtlich Sicherheit und Qualitt. 2010 wurden weltweit rund 
480 Unternehmen bewertet. Die berprfung der Unternehmen 
erfolgt vor Ort oder unter Nutzung anerkannter Instrumente wie 
dem Safety Quality Assessment System (SQAS) in Europa. Festgestellte 
Abweichungen zu unseren Standards werden mit den 
Logistikdienstleistern in Qualitts-und Sicherheitsgesprchen 
errtert und die erforderlichen Manahmen umgehend eingeleitet. 


Wir untersttzen aktiv externe Netzwerke, die im Notfall 
schnell Informationen liefern und Hilfe leisten. Dazu gehrt die 
International Chemical Environmental (ICE)-Initiative und das 
deutsche Transport-Unfall-Informations-und Hilfeleistungssystem 
(TUIS), das von BASF koordiniert wird. TUIS haben wir 2010 auf 
Asien ausgeweitet und eine neue regionale Risikomatrix eingefhrt, 
die ab 2011 umgesetzt wird. Darin sind fr asiatische Lnder, 
in denen BASF ttig ist, die Anforderungen an Notfallhilfe und 
Unfallinformationen festgelegt. Einschlielich der Einstze fr 
Dritte, hat BASF 2010 in rund 250 Fllen Hilfe geleistet. Anfang 

Transportsicherheit 

 Einheitliche Standards fr Transport und Lagerung von 
chemischen Produkten 
 Mehr als 100 Gefahrgutbeauftragte 
 berprfen von Logistikdienstleistern 
 Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem 
(TUIS) auf Asien ausgeweitet 
2011 fhrte die Havarie eines Tankers zu einer mehrwchigen 
Behinderung des Rheinschiffverkehrs. Experten der BASF untersttzten 
im Rahmen eines TUIS-Einsatzes die Bergung des 
verunglckten Tankschiffs. 


Mehr dazu unter basf.com/transportsicherheit 
Emissionen reduzieren 

Es gehrt zu unserem Umweltmanagement, Emissionen in die 
Luft regelmig zu kontrollieren. Neben dem Aussto von Treibhausgasen 
ermitteln wir die Emissionen luftfremder Stoffe. Dazu 
zhlen anorganische Gase wie Kohlenmonoxid (CO), Schwefeldioxid 
(SO2), Stickoxide, Ammoniak sowie andere anorganische 
Verbindungen, Stube, Schwermetalle und leichtflchtige organische 
Verbindungen (NMVOC). 

Ziel 2020 

Reduzierung der Emissionen luftfremder Stoffe 

Die Emissionen luftfrem


der Stoffe aus unseren 

Chemie anlagen wollen wir 

70 % 
auf Basis des Jahres 2002 

um 70 % senken. 

An unserem Ziel zur Reduktion absoluter Emissionen halten wir 
unabhngig von einem wachsenden Portfolio fest: Die Emission 
luftfremder Stoffe aus unseren Chemieanlagen wollen wir noch 
strker reduzieren  um 70% bis zum Jahr 2020. DieEmissionen 
aus dem l-und-Gas-Geschft beziehen wir nicht mit ein, weil 
sie in den Explorationsphasen starken Schwankungen unterliegen. 
Im Jahr 2010 stiegen die Emissionen luftfremder Stoffe im 
Chemiegeschft weltweit leicht auf 33.940 Tonnen (2009: 31.300 
Tonnen). Die Emissionen von ozonabbauenden Substanzen nach 
dem Montreal-Abkommen sanken durch den Einsatz alternativer 
Treibmittel 2010 auf 93 Tonnen (2009: 108 Tonnen), die Emissionen 
von Schwermetallen lagen bei 4 Tonnen (2009: 4 Tonnen). 

Emissionen luftfremder Stoffe 

 Absolutes Ziel zur Reduktion von Emissionen unabhngig 
von wachsendem Portfolio und hheren Produktionsmengen 
 2010 weltweit 33.940 Tonnen luftfremder Stoffe emittiert, 
Rckgang seit 2002 um 60,4% 
